Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG gab am 1. März 2017 die vorläufigen, nicht testierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 bekannt. Im Rahmen der weiterentwickelten Unternehmensstrategie konnte der Konzern im Berichtsjahr maßgebliche Veränderungen vorantreiben. Der ausgewiesene Konzernumsatz erhöhte sich um 2 Prozent auf 2.151,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2.115,1 Millionen Euro).

Die STADA Arzneimittel AG teilte bereits am 23. Februar mit, dass ein rechtlich verbindliches Angebot von Advent International Corporation für den Erwerb von bis zu 100 Prozent der Aktien der Gesellschaft zu einem Angebotspreis von 58,00 Euro pro STADA-Aktie als Barangebot zuzüglich Dividende 2016 (die Dividende 2015 betrug 0,70 Euro je Aktie) erhalten hat. Das Angebot war bis Montag, den 27. Februar 2017 befristet und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Vorstands der Gesellschaft.

Im engen Austausch mit dem Aufsichtsrat wird der Vorstand das Angebot im besten Unternehmensinteresse prüfen und die ergebnisoffenen Gespräche mit allen Interessenten im Hinblick auf weitere Wertsteigerungspotenziale, die Werthaltigkeit der strategischen Konzepte und Wahrung der Interessen aller Stakeholder weiterführen. STADA wird den Kapitalmarkt und die Öffentlichkeit über den Fortgang entsprechend den rechtlichen Anforderungen informieren.

STADA führt strukturierten und offenen Bieterprozess mit allen Interessenten

Vorstand und Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG haben am Wochenende die bereits seit dem 13. Februar laufenden ergebnisoffenen Gespräche mit allen Interessenten in einen strukturierten Bieterprozess überführt. Der transparente und faire Prozess, der weiteren Interessenten offensteht, stellt sicher, dass alle potenziellen Bieter den gleichen Informationsstand sowie die gleiche Gelegenheit erhalten, ihre Pläne für STADA zu präsentieren. Zu diesem Zweck wurde ein Datenraum eingerichtet und die bislang drei potenziellen Bieter zu einer mehrstufigen Due Diligence eingeladen.

Im Interesse aller Shareholder und Stakeholder des Unternehmens sollen in diesem Prozess zum einen weitere Wertsteigerungspotenziale des Unternehmens identifiziert werden, um in möglichen Angebotspreisen reflektiert werden zu können. Zum anderen soll die Werthaltigkeit der strategischen Konzepte sowie die Bereitschaft der Interessenten geprüft werden, Schutzmechanismen für die Stakeholder zu gewähren. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, den Bieterprozess gründlich zu führen und effizient im besten Unternehmensinteresse abzuschließen. Dabei wird STADA den Kapitalmarkt regelmäßig über neue Entwicklungen informieren.

www.stada.de

Der um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigte Konzernumsatz wies einen Anstieg von 4 Prozent auf 2.180,0 Millionen Euro auf (Vorjahr: 2.100,4 Millionen Euro). Das ausgewiesene EBITDA ging um 2 Prozent auf 369,3 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 377,1 Millionen Euro). Das bereinigte EBITDA zeigte eine Steigerung von 4 Prozent auf 405,7 Millionen Euro (Vorjahr: 389,4 Millionen Euro). Insgesamt fielen einmalige Sondereffekte von 116,7 Millionen Euro vor beziehungsweise 91,4 Millionen Euro nach Steuern an (vgl. „Vorläufige STADA-Überleitungsrechnung – Vorläufige Sondereffekte 2016“ auf Seite 6 und 7). Der ausgewiesene Konzerngewinn reduzierte sich um 16 Prozent auf 92,9 Millionen Euro (Vorjahr: 110,4 Millionen Euro). Der bereinigte Konzerngewinn legte um 11 Prozent auf 184,3 Millionen Euro zu (Vorjahr: 165,8 Millionen Euro). Das ausgewiesene Ergebnis je Aktie war in 2016 auf 1,49 Euro rückläufig (Vorjahr: 1,79 Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,96 Euro (Vorjahr: 2,69 Euro).

Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Ungeachtet des rückläufigen ausgewiesenen Konzerngewinns schlägt der Vorstand mit Blick auf die jahrzehntelange konstante Dividendenpolitik von STADA dem Aufsichtsrat vor, der nächsten Hauptversammlung am 8. Juni 2017 zu empfehlen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 0,72 Euro je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,70 Euro). Dies wäre eine Dividendensteigerung von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die sich daraus ergebende Ausschüttungssumme von 44,8 Millionen Euro (Vorjahr: 43,6 Millionen Euro) entspräche einer Ausschüttungsquote von circa 48 Prozent des ausgewiesenen Konzerngewinns.

Deutlicher Anstieg beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 333,5 Millionen Euro (Vorjahr: 311,7 Millionen Euro). Der Free Cashflow betrug 160,9 Millionen Euro (Vorjahr: 133,5 Millionen Euro). Der um Auszahlungen für wesentliche Investitionen beziehungsweise Akquisitionen und Einzahlungen aus wesentlichen Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow lag bei 243,0 Millionen Euro (Vorjahr: 212,4 Millionen Euro).

Nettoverschuldung reduziert

Die Nettoverschuldung konnte zum Bilanzstichtag auf 1.118,2 Millionen Euro reduziert werden (31.12.2015: 1.215,7 Millionen Euro). Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem bereinigten EBITDA verbesserte sich 2016 auf 2,8 (Vorjahr: 3,1).

Ausblick für das Geschäftsjahr 2017

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz einen Wert zwischen 2,280 und 2,350 Milliarden Euro, beim bereinigten EBITDA zwischen 430 und 450 Millionen Euro und beim bereinigten Konzerngewinn zwischen 195 und 205 Millionen Euro.
Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 wird STADA im Rahmen der für den 23. März 2017 geplanten Analysten- bzw. Bilanzpressekonferenz bekannt gegeben.

Meldung: STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel


Ähnliche Beiträge: