Eröffnung der SLAM-Schnellladestation in Gateway. Aufgrund aktueller Erfordernisse und wachsender Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist es der Stadt Frankfurt am Main ein Anliegen, sich auch weiterhin für eine verstärkte Nutzung der Elektromobilität einzusetzen.

Am Dienstag, 8. August 2017 hatten die Fraport AG und die Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens zur Eröffnung der ersten Schnellladestation im neuen Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens eingeladen. Die Ladestation ist Bestandteil des praxisnahen Forschungsprojekts SLAM (Schnellladenetz für Achsen und Metropolen) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Stadtrat Markus Frank, Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr, sprach für die Stadt Frankfurt am Main.

Baubeginn für Schnellladestandort mit drei 50 kW-CCS-Säulen in Gateway Gardens war schon im Juni. Die aus heutiger Sicht hochleistungsbefähigten Schnellladestandorte ermöglichen künftig über 150kW Ladeleistung. Damit stehen dann drei Ladesäulen mit jeweils 50 Kilowatt Leistung und Anschlüssen nach dem in Europa und USA üblichen CCS-Standard bereit. Womit heute gängige Elektrofahrzeuge innerhalb von rund 20 Minuten auf 80 Prozent ihrer Batteriekapazität aufgeladen werden.

Der Standort ist bereits auf Ladeleistungen von jeweils 150 kW und mehr vorbereitet, mit denen auch die nächste Generation von Elektrofahrzeugen besonders schnell Energie laden kann. SLAM steht für “Schnellladenetz für Achsen und Metropolen” und ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Forschungsprojekt von Industrie und Wissenschaft.

Über 160 Standorte mit mehr als 200 Schnellladepunkten wurden bisher deutschlandweit im Rahmen von SLAM durch Investoren aufgebaut. Mehr als 60 dieser Standorte wurden vom BMWi bezuschusst. Zunächst auf die Verkehrsachsen konzentriert, beginnt mit der Station im Flughafen-Bereich Gateway Gardens der Aufbau von Schnellladeeinrichtungen in Metropolen. “Als einer der bedeutendsten Mobilitäts-Hubs in Deutschland engagieren wir uns selbstverständlich auch für die Elektromobilität”, sagt Christian Balletshofer, Bereichsleiter Immobilien der Fraport AG. „Durch den bereitgestellten Standort bieten wir einerseits unseren Kunden und Besuchern den Vorteil einer Schnelllademöglichkeit und unterstützen andererseits die Forschung für die Mobilität von Morgen.” Auch von den vorbeiführenden Autobahnen sind die Stationen in wenigen Minuten zu erreichen. Der Zugang zu den Schnellladestationen, die von der Allego GmbH erbaut und betrieben werden, erfolgt bequem über eine breite Auswahl von RFID-Karten oder per App und mobilem Internet.

Wie alle weiteren Standorte im Forschungsnetz von SLAM dient auch der Standort in Gateway Gardens dazu, das Schnellladen für den Kunden einfach und komfortabel zu machen. Ziel von SLAM ist die Erforschung aller Aspekte um das CCS-Schnellladen auf der Datenbasis aus einem Forschungsladenetz. Dazu gehören die Prognose des Schnelllade-Bedarfs an neuen Standorten, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Betreiber von Ladeinfrastruktur, die Vereinheitlichung von Zugang und Abrechnung an Ladesäulen, die Entwicklung von technischen Lösungen zur flächendeckenden Herstellung der Konformität zum herrschenden Standard an Ladesäulen und Fahrzeugen, sowie die Erforschung der Netzauswirkungen des Schnellladens.

Das Projekt SLAM hat ein Gesamtbudget von 20,8 Mio. Euro und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt 16,7 Mio. Euro gefördert. Konsortialführer ist die BMW Group; Konsortialpartner sind Daimler AG, Deutscher Genossenschafts- Verlag eG, EnBW AG, Porsche AG, die Institute Human-Computer Interaction Center, Institut für Hochspannungstechnik und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen University unter Konsortialführung des Instituts für Kraftfahrzeuge, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart und die Volkswagen AG. Die Bundesregierung hat SLAM im Rahmen der Nationalen Konferenz Elektromobilität 2015 in Berlin zu einem von sieben „Leuchtturmprojekten Elektromobilität“ ernannt.

Projektkonsortium SLAM durch das Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University (ika) und Presseinfo der Stadt Frankfurt am Main (pia)
Foto (c) Kulturexpress

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