Um angesichts der vielfältigen Anbieter auf diesem Markt Fort- und Weiterbildungen auf dem bestmöglichen Niveau zu sichern, hat die Bundesarchitektenkammer (BAK) am 14. September einen bundesweit einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard in allen 16 Länderarchitektenkammern für den Bereich des digitalen Planen und Bauens festgelegt. Mit der Einführung des „BIM Standard Deutscher Architektenkammern“, einem Curriculum, das auf der VDI-Richtlinie VDI 2552 Blatt 8.1 fußt, wird ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.

Die Bundesarchitektenkammer hat sich wegen der großen Bedeutung für den Berufsstand der Architekten und Stadtplaner entschieden, die Entwicklung des digitalen Einsatzes intensiv zu begleiten und schuf zum 1. Januar 2017 ein eigenes Referat „Digitalisierung“. Das Referat soll die zahlreichen berufspolitischen, rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen für den Berufsstand (siehe Grafik), insbesondere BIM, gebündelt bearbeiten.

Seit mehr als drei Jahrzehnten planen auch die Architekten und Ingenieure mithilfe der digitalen Datenverarbeitung. In dieser Zeit hat sich das Erstellen von Plänen durch stetig modernisierte Software immer weiter verändert. Renderings, computergenerierte Visualisierungen der geplanten Gebäude, entstehen heute scheinbar wie von selbst. Und die Digitalisierung schreitet weiter voran.

„Building Information Modeling“ (BIM) bietet die Möglichkeit, die digitale Planerstellung um die Dimensionen Kosten und Zeit zu erweitern. Mit der Bereitstellung eines vollständigen digitalen Gebäudemodells erhält der Auftraggeber weit über die bisherigen in 2 oder 3 D erstellten Architekten- bzw. Ingenieurplanungen hinausgehende Informationen. Die darin enthaltenen umfassenden Informationen über jedes einzelne Bauteil, dessen Beschaffenheit, Kosten und möglicherweise auch Lieferzeiten sind für die Planungs- und Bau-, insbesondere aber für die Betriebsphase eines Gebäudes für den Auftraggeber von großem Wert.

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