Mehr als eine Million Zuschauer sahen 2015 die Familienkomödie: “Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft”, basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch-Bestseller von Sabine Ludwig. Jetzt kommt die Fortsetzung in die Kinos.

Es spukt wieder in der Schule von Felix (OSKAR KEYMER). Diesmal treibt aber nicht der wohlwollende Schulgründer Otto Leonhard (OTTO WAALKES) sein Unwesen, sondern die verhasste und vor langer Zeit verstorbene Direktorin Hulda Stechbarth (ANDREA SAWATZKI). Ein Zufall lässt den seinerzeit geschrumpften und skelettierten Schülerschreck wieder auferstehen. Derweil ist Felix genervt von seinen Eltern (AXEL STEIN und JULIA HARTMANN). Denn kaum läuft es für ihn am Otto-Leonhard-Gymnasium unter der Leitung von Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein (ANJA KLING) so richtig gut, wollen seine Eltern mit ihm nach Dubai umziehen, weil sein Vater dort einen neuen Job annehmen möchte. Felix ist dagegen und wünscht sich, dass seine Eltern auch mal gezwungen sein sollten, das zu tun, was er will.

DIE BESETZUNG

Felix Vorndran OSKAR KEYMER
Ella Borsig LINA HÜESKER
Mario Henning GEORG SULZER
Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein ANJA KLING
Hulda Stechbarth ANDREA SAWATZKI
Peter Vorndran AXEL STEIN
Sandra Vorndran JULIA HARTMANN
Hausmeister Michalski JOHANNES ZEILER
Lehrer Coldegol MICHAEL OSTROWSKI
Chris MAXIMILIAN EHRENREICH
Robert ELOI CHRIST
Geist von Otto Leonhard OTTO WAALKES

DIE FILMEMACHER

Regie TIM TRAGESER
Drehbuch GERRIT HERMANS
Produktion CORINNA MEHNER
HANS EDDY SCHREIBER
Koproduktion KATJA DOR-HELMER
ANTONIO EXACOUSTOS
KIRI TRIER
DR. STEFAN SACRE
Producer CAROLIN DASSEL
Kamera FELIX POPLAWSKY
Szenenbild ALEXANDRA MARINGER
Schnitt MARCO PAV D‘AURIA
Kostüm BIRGIT HUTTER
Musik ANNE-KATHRIN DERN
Casting Director EMRAH ERTEM
Maske ELKE LEBENDER
Ton MAX VORNEHM
Lead VFX Supervisor SVEN MARTIN
VFX Supervisor VALENTIN STRUKLEC, THOMAS RATH, DAVID LAUBSCH
Herstellungsleitung MARKUS GOLISANO
Produktionsleitung DIRK ENGELHARD 

Drehorte des Films

Für die Dreharbeiten kehrten die Schauspieler und Filmemacher in die mittelfränkische Stadt Stein bei Nürnberg zurück. Das Schloss Faber-Castell diente erneut als Außenkulisse für das Otto-Leonhard-Gymnasium.

Der historische Komplex aus dem 19. und 20. Jahrhundert schaut auf eine bewegte Geschichte zurück: Bis 1939 lebte dort die Familie Faber-Castell, die durch die Produktion von Bleistiften reich wurde, weshalb der Volksmund das Gebäude auch „Bleistiftschloss“ nennt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die Wehrmacht das Schloss, nach Kriegsende zogen US-amerikanische Besatzungstruppen ein.

Bis Anfang der 1950er Jahre wohnten im Schloss internationale Journalisten, die über die Nürnberger Prozesse berichteten. Seit mehreren Jahren ist das renovierte Gebäude für Touristen geöffnet, außerdem nutzten es mehrere Filmteams als Kulisse. So wurde das Schloss Faber-Castell zum Internat Lindenhof in der Jugendkomödie Hanni & Nanni (2010), in der Anja Kling die Mutter der titelgebenden Zwillinge spielt.

Für die Szenen, die in den Klassenräumen und Korridoren spielen, wich das Filmteam von HILFE, ICH HAB MEINE ELTERN GESCHRUMPFT auf das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium im Kölner Stadtteil Nippes aus.

 

Gefilmt wurde in den Osterferien, damit der Schulbetrieb nicht gestört wurde. Viele Schüler waren als Komparsen dabei und erlebten die Dreharbeiten hautnah mit. Die Kooperation ging aber noch weiter: „Die phantastischen Bilder und bunten Figuren aus Pappmaché, die im Film auf den Fluren zu sehen sind, wurden von den Kindern dieser Schule gebaut“, sagt Corinna Mehner.

Das Schloss Faber-Castell diente diesmal nicht nur für Außenaufnahmen. Das Turmzimmer und das neue Otto-Leonhard-Museum nutzten die besondere Atmosphäre des historischen Gebäudes und wurden von Szenenbildnerin Alexandra Maringer detailverliebt eingerichtet. „Otto Leonhard hat von seinen vielen Forschungsreisen afrikanische Masken und Figuren, ausgestopfte Tiere und allerlei Pflanzen und Kräuter mitgebracht“, sagt Produzentin Corinna Mehner. „Diese Exponate sind nun im alten Lehrerzimmer ausgestellt und sollen die Kinder spielerisch an ferne Länder und die Wissenschaft heranführen.“ Regisseur Tim Trageser ergänzt: „Das Museum des Schulgründers Otto Leonhard wirkt wie ein Bindeglied zwischen der realen Außenwelt und der phantasievollen Schulwelt. Wir haben es als einen Ort gestaltet, der magisch ist, aber trotzdem glaubhaft wirkt.“

Drehbuchautor Gerrit Hermans baute den fünfgeschossigen Uhrenturm, der den alten und neuen Bau des Schlosses Faber-Castell miteinander verbindet, dramaturgisch in die Filmhandlung ein: Beim Versuch, die Schule zu retten und die geschrumpften Eltern wieder auf Normalgröße zu bringen, müssen Felix Vorndran und seine beste Freundin Ella (Lina Hüesker) in das Turmzimmer vordringen. Dort sichern drei schwere Türen, aber auch Hausmeister Michalski (Johannes Zeiler) die magische Kugel, die den Schrumpfprozess einleiten oder rückgängig machen kann. Während Felix nichts von der Idee hält, den Turm von außen zu erklettern, ist Ella dabei ganz in ihrem Element: „Sie ist neugierig und mutig“, sagt Lina Hüesker. „Wenn Ella sich etwas in den Kopf setzt, will sie es unbedingt schaffen. Sie ist keine Tussi, sondern ein jungenhaftes Mädchen.“ Das zeigt sich auch in ihren Hobbys: Skaten und Klettern.

 

Tim Trageser setzte bewusst auf Nervenkitzel an der Außenfassade des Uhrturms: „Die jungen Schauspieler sind älter geworden – und mit ihnen die Zuschauer. Ihnen wollen wir altersgerecht mehr Action bieten, weshalb es im zweiten Teil auch einen längeren Showdown gibt und die spannenden Kletterszenen am Turm.“

Ein Haus in Leverkusen diente einmal mehr als Domizil der Familie Vorndran. Als Villa der Direktorin Dr. Schmitt-Gössenwein wurde diesmal ein Haus in Wien genutzt. So entstanden mehrere Straßenszenen in Österreich. „Im ersten Teil hieß es, die Vorndrans müssen die Stadt verlassen, wenn Felix auch vom Otto-Leonhard-Gymnasium fliegt. Es muss also eine kleinere Stadt mit wenigen Schulen sein. Entsprechend haben wir die Motive für die Straßenszenen ausgewählt.“

HILFE, ICH HAB MEINE ELTERN GESCHRUMPFT beginnt mit einer rasanten Kamerafahrt durch die Straßen der Stadt. Felix und Ella fahren mit dem Skateboard, Chris (Maximilian Ehrenreich) und Robert (Eloi Christ) mit dem Fahrrad zur Schule, wo sie auf Mario (Georg Sulzer) treffen.

Die Freundschaft der fünf Schüler wird diesmal auf eine harte Probe gestellt: „Felix ist ein bisschen eifersüchtig, weil Ella plötzlich mehr Zeit mit Mario verbringt“, sagt Oskar Keymer. Lina Hüesker erklärt: „Marios Eltern wollen sich trennen, was er aber nur Ella erzählt und nicht Felix oder den anderen Jungs. Dadurch kommt es zu Missverständnissen und Streitereien, aber im Grunde, denke ich, sind sie alle sehr gut miteinander befreundet.“

Als Schauspielcoach war Brigitte Simons am Set. „Die Kinder lieben sie, weil sie sehr spielerisch an die Proben herangeht“, sagt Corinna Mehner. „Wir arbeiten bereits seit zehn Jahren mit Brigitte Simons für unsere Filme zusammen.“

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