Eine Besonderheit birgt dieses Album für den Hörer: Diese Aufnahme wurde von Bengt Nässén, dem Besitzer des hier eingespielten Cembalos von Martin Skowroneck (1926-2014) – einem Pionier im Bau moderner Cembali nach historischen Prinzipien – angeregt. Für ein einmanualiges deutsches Cembalo aus dem frühen 18. Jahrhundert schwebte dem Cembalisten Tilman Skowroneck anfänglich eigentlich Musik von Bach oder Händel vor, aber nachdem er das Instrument eine Weile kennengelernt hatte, begann ihn dessen klangliche Verortung zwischen italienischer Brillanz einerseits und intimer Gesanglichkeit andererseits zu faszinieren. Auch wenn sie mit anderen baulichen Mitteln erreicht wurden, finden sich ähnliche Klangideale auch in manchen französischen Instrumenten derselben Zeit, und so entstand die Idee, mithilfe dieses Klanges die Querverbindungen zwischen italienischer und französischer Klangwelt des ausgehenden 17. Jahrhunderts nachzuzeichnen.

Tilman Skowroneck wurde 1959 in Bremen geboren. Er studierte Cembalo bei Bob van Asperen, Anneke Uittenbosch, Ton Koopman und Gustav Leonhardt in Den Haag und Amsterdam. Nach dem Studium arbeitete er zunächst freiberuflich in Deutschland und Holland, bis er 1991 eine Anstellung im schwedischen Barockensemble Corona Artis erhielt. Seit 1996 wirkte Tilman Skowroneck an diversen Seminaren über historische Klaviere an der Musikhochschule in Göteborg und dem Orgel-Center GOArt mit. Während des Herbstsemesters 1999 studierte er Aufführungspraxis und Fortepiano bei Malcolm Bilson (Cornell University). Sein Buch “Beethoven the Pianist” erschien 2010 bei Cambridge University Press. Tilman Skowroneck ist Universitätslektor für Musikalische Gestaltung an der Akademie für Musik und Drama, Universität Göteborg.

» Ausführliche Informationen, Texte, Photos etc. im 4-sprachigen CD-Booklet
» Booklet-Text: DE, EN, FR, JP | Gesamtspielzeit: 71min 00sec
» Format: 1 Audio-CD, Jewelcase | Reihe “Early Music” | © 2018
» Bestell-Nr.: TXA15065 | GTIN (EAN): 4250702800651 | VÖ (DE) 08.06.1

www.tyxart.de

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