Der Impuls, die Rechts-Wähler pädagogisch zurück auf die “richtige Seite” zu ziehen, ist verständlich, aber falsch. Vielmehr müssen die Globalisierungsgewinner, die die Moderne samt Multikulti eher aufregend finden, einsehen, dass man unabhängig von Sozialstatus, Bildung und Alter auch Ängste damit verbindet. Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Aber die Auffassung, Zuwanderung müsse gestoppt werden, ist eine legitime Ansicht und findet sich auf Wahlzetteln wieder. Es war bisher fast schon ein Automatismus, jetzt in Schweden und demnächst in Sachsen: Wer die Sorgen, die viele Wähler mit Blick auf die Zuwanderung empfinden, nicht angeht, überlässt sie den Populisten – obwohl die nie Lösungen bieten.

Foto (c) Kulturexpress, Meldung: Mitteldeutsche Zeitung

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