Heilbronn hat mit dem Stadtkonzept 2020 die konsequente Innenentwicklung auf den Weg gebracht. Die Siedlungsentwicklung soll unter Nutzung der vorhande-nen Flächenressourcen in innerstädtischen Lagen erfolgen. Der Neckarbogen steht dabei als größte zusammenhängende Fläche im Fokus der Strategie.

Als architektonische Attraktion auf dem künftigen Bundesgartenschau-Gelände ist die Stadtausstellung Neckarbogen geplant. Mit ihren 22 Grundstücken ist sie ein einzigartiges Projekt, das es bei einer Bundesgartenschau so noch nie gab. Die Stadtausstellung umfasst Eigentumswohnungen und Mietwohnungen unter-schiedlicher Größe, Wohnkonzepte für Studenten, junge Leute und Ältere sowie Inklusionsprojekte. Auch vier Baugemeinschaften realisieren ihre Entwürfe. In einem Gebäude der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH ist eine Kindertagesstätte mit bis zu 60 Plätzen vorgesehen. Architektonisch überzeugen die Arbeiten in ihrer Vielfalt und Qualität. Die Grundstücke werden seit Mitte 2016 bebaut, bis zur Bundesgartenschau 2019 sollen die vier- bis zehngeschossigen Häuser bezogen sein. Insgesamt werden nach heutiger Schätzung in der Stadtausstellung Ne-ckarbogen samt Studentenwohnungen etwa 150 Millionen Euro verbaut.

Die Auswahl der Bauherren und Architekten erfolgte im Rahmen eines aufwändi-gen Investorenauswahlverfahrens. Bei diesem wurden insgesamt 85 Entwürfe für die 22 Grundstücke eingereicht. Ein 13-köpfiges Bewertungsgremium, dem Oberbürgermeister Harry Mergel, Baubürgermeister Wilfried Hajek, sechs Stadt-räte und Stadträtinnen aller Fraktionen sowie fünf Fachgutachter, Stadtplaner und Architekten aus dem ganzen Bundesgebiet, mit Reiner Nagel von der Bun-desstiftung Baukultur als Vorsitzendem, angehörten, sprach schließlich eine Emp-fehlung an den Gemeinderat aus, der dieser Ende Juli 2015 mit großer Mehrheit gefolgt ist.

Bei der Auswahl war die Qualität der Konzepte für Nutzung, Mobilität und Energie ebenso wichtig wie die Architektur. So sollen Mischung, Vielfalt und technische Innovation gewährleistet werden und gleichzeitig ein stimmiges architektonisches Quartiers-Ensemble entstehen.

Nach der BUGA entwickelt sich Stadtausstellung zum Stadtquartier

Die Stadtausstellung Neckarbogen legt den Grundstein für das künftige Stadt-quartier Neckarbogen. Dieses kann Zug um Zug weiter entwickelt werden und einmal bis zu 3.500 Bewohnern ein Zuhause geben. Erschlossen wird das neue Quartier durch die noch zu bauende Westrandstraße entlang der Bahnlinie und weitere kleine Straßen. Die Zufahrt erfolgt über die Bleichinselbrücke im Osten oder die Hafenstraße im Westen. Seinen grünen Charakter garantieren die Dau-eranlagen der BUGA mit der Seenlandschaft, dem Neckaruferpark, dem Hafen-berg mit Himmelspfad und der urbanen Aue.

Grundlage für die Planungen sind der städtebauliche Rahmenplan aus dem Jahr 2010 der Arbeitsgemeinschaft steidle/t17, der Ende 2013 weiter fortgeschrieben und in dieser Form im Januar 2014 vom Gemeinderat beschlossen wurde.

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