Bei einem Festakt mit rund 2.000 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien wurde im Oktober die Messehalle 12 auf dem Frankfurter Messegelände eingeweiht. Das Gebäude wurde in zwei Jahren Bauzeit errichtet und bildet den Schlussstein in der Bebauung freier Fläche innerhalb des Westgeländes der Messe Frankfurt.

Durch die rund drei Kilometer lange Via Mobile, das überdachte und verglaste Transportsystem mit Laufbändern und Rolltreppen, sind alle Hallen des Messegeländes miteinander verbunden. „Wir haben eine moderne, variabel einsetzbare Halle gebaut, die durch ihre transparente Bauweise eine übersichtliche und logistisch ideale Besucherführung aufweist“, freute sich Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, während der feierlichen Einweihung.

Die Messe Frankfurt verfolgt seit dem Jahr 1997 einen ehrgeizigen Masterplan, der eine Modernisierung des Messegeländes und eine damit verbundene Steigerung der Qualität zum Ziel hat. „Mit diesem Masterplan befinden wir uns jetzt auf der Zielgeraden“, sagte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Wenn dieser abgeschlossen ist, werden wir rund eine Milliarde Euro in das Messegelände investiert haben.“ Dazu werden dann auch noch der Neubau der Halle 5, der unmittelbar nach der Buchmesse 2019 beginnt, sowie die technische Aufrüstung der Halle 6 und die Revitalisierung des Congress Centers zählen.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Uwe Behm, Max Bögl und Gerhard Wittfeld

Das ellipsenförmige Pendel des Münchner Designers Ingo Maurer im Nordfoyer der Halle 12

Blick ins Publikum anlässlich der Eröffnungsfeier am 25.Oktober 2018

2017 hat die Messe Frankfurt einen „Kunst am Bau“ Wettbewerb für die neu entstehende Halle 12 ausgelobt. Der Münchner Designer Ingo Maurer überzeugte die Jury einstimmig mit seiner raumfüllenden und unerwarteten Akzentuierung des Foyers. Der Künstler entwirft seit 1966 ungewöhnliche Lampen und Lichtsysteme und hat mehrere renommierte Design-Preise erhalten, u.a. 2010 den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland und 2011 den italienischen Compasso d’Oro, jeweils für das Lebenswerk.

Max Bögl hatte am Erscheinungsbild der neuen Messe Frankfurt ihren Anteil. Beim Bau der Halle 12 war dies eine Arbeitsgemeinschaft. Rechtzeitig zur Automechanika im September 2018 war das neue zweigeschossige Ausstellungsgebäude mit seiner imposanten gezackten Fassade aus Glas und Aluminium fertig gestellt worden. In der jüngeren Geschichte der Messe Frankfurt gaben weltweit anerkannte Architekten wie Helmut Jahn, Oswald Mathias Ungers und Nicholas Grimshaw dem Messegelände im Westen Frankfurts ein unverwechselbares Gesicht. Ein Ensemble aus zehn einzelnen Gebäuden bildet das Gesamtwerk unterschiedlicher Architekturrichtungen aus Jugendstil, Bauhaus und Postmoderne. Mit dem Neubau der Halle 12 nach Entwürfen des Aachener Büros kadawittfeldarchitektur und der damit verbundenen Vollendung der “Via Mobile”, des messeeigenen überdachten Transport- und Wegesystems für Besucher, setzt die Messe Frankfurt ein weiteres architektonisches Ausrufezeichen auf dem rund 592.000 Quadratmeter großen Messeareal.

Via mobile auf dem Weg zwischen Halle 12 und Halle 8

Runde Stützen und dazugehörige Betonpilze beim Blick in die leere Halle 12.0

Großflächige Videoinszenierung beim Einlass in Halle 12.1

Auf dem Dach der Halle 12 sorgt eine Photovoltaikanlage für eine Energieerzeugung, die dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 241 Vier-Personen-Haushalten entspricht.

Daten und Fakten:

Ebene 12.0
Bruttofläche: 16.800 m²
Hallenhöhe: 10 m
Hallenboden-Tragfähigkeit: 33,3 kN/m²
2 Büros

Ebene 12.1
Bruttofläche: 16.800 m²
Hallenhöhe: 10 m
Hallenboden-Tragfähigkeit: 15 kN/m²
12 Meetingräume

Extras:
Ebene 12.0 ist mehrfach teilbar durch mobile Trennwände
Parkhaus mit 800 Parkplätzen
2 Bistros mit 75 bzw. 135 Sitzplätzen, 2 Restaurants mit rund 200 Sitzplätzen
Express-Rolltreppe in Ebene 12.1
Direkter Zugang über Eingang Portalhaus

Foto (c) Kulturexpress, Meldung: Messe Frankfurt GmbH

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