Wann:
12. Oktober 2018 um 19:30 – 21:30
2018-10-12T19:30:00+02:00
2018-10-12T21:30:00+02:00
Wo:
Buchhandlung Weltenleser, Frankfurt am Main
Oeder Weg 40
Frankfurt Main


Tschabua Amiredschibi (1921-2013) ist einer der Kultautoren der georgischen Gegenwartsliteratur. In Tiflis in eine adlige Familie hineingeboren, wurde seine Familie 1937 Opfer des stalinistischen Terrors. 1944 wurde er selbst verhaftet und für 25 Jahre nach Sibirien verbannt. 1960 kehrte er nach 16 Jahren Verbannung, drei Gefängnisausbrüchen und zwei Todesurteilen rehabilitiert nach Georgien zurück – sein Hauptwerk Data Tutaschchia hat er offenbar noch während der Haft erdacht. Amiredschibi unterstützte die Unabhängigkeitserklärung Georgiens im April 1991 und wurde 1992 ins georgische Parlament gewählt.

Als Data Tutaschchia als Gesetzloser in den Untergrund geht, schreibt man das Jahr 1885. In Georgien, als Teil des Russischen Zarenreichs, toben die Vorboten der Oktoberrevolution, die dem Land letztlich die Unabhängigkeit bringen wird. Die Politik ist dabei nicht die Sache des Räubers mit der magischen Aura; was ihn umtreibt, sind der Egoismus und die Rücksichtslosigkeit der Menschen, gegen die er kämpft bis aufs Blut und an denen er zu verzweifeln droht. Den Behörden kann er immer wieder ein Schnippchen schlagen. Doch er hat einen mächtigen und klugen Widersacher. Am Ende klüger als er? Data Tutaschchia, der edle Räuber, dessen Heimat die Wälder und die Berge Georgiens sind, ist in seinem Land zum Nationalhelden geworden, der Roman sofort nach seinem Erscheinen 1971-75 zum Sensationserfolg, der verfilmt und in ein Comic transformiert wurde; bis heute gilt er als wichtigster Roman der georgischen Gegenwartsliteratur.

Den „edlen Räuber vom Kaukasus“ kennenlernen, am 12. Oktober 2018, 19.30 Uhr
Anastasia Kamarauli und Stéphane Bittoun
präsentieren in Wort und Bild
„Data Tutaschchia” von Amiredschibi Tschabua

Anmeldung unter: Tel. 069/91507210 oder info@weltenleser.de
Eintritt: 7,- Euro

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