Wann:
22. März 2018 um 19:30 – 21:30
2018-03-22T19:30:00+01:00
2018-03-22T21:30:00+01:00
Wo:
Buchhandlung Weltenleser, Frankfurt am Main


Er liest am
Do., 22.03.2018, 19.30 Uhr
aus den Büchern

Santa Esperanza und Reise nach Karabach

Moderation und Übersetzung: Anastasia Kamarauli

Anmeldung erbeten unter:
info@weltenleser.de oder Tel.: 069/91 507 210
Eintritt: 7,- Euro

Der studierte Historiker Aka Morchiladze ist ein in Georgien mehrfach ausgezeichneter Bestsellerautor, TV-Moderator und Soap-Verfasser, hierzulande jedoch leidlich unbekannt. Insgesamt veröffentlichte er zwanzig Romane und drei Sammlungen mit Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden in Georgien zu Bestsellern und teilweise verfilmt – so auch »Reise nach Karabach«. Aka Morchiladze kommt zur Leipziger Buchmesse 2018.

Die “wohl verrückteste und verwegenste verlegerische Leistung der Saison” bejubelte die Journalistin Sonja Zekri 2016 den Roman „Santa Esperanza“. „Santa Esperanza“ ist ein Fantasie-Georgien, bestehend aus mehreren Inseln im Schwarzen Meer und, so Zekri, ein Zerrbild von Georgien, so “quicklebendig” und eigenständig, dass sie den Staat am liebsten in die UNO aufnehmen möchte. „Santa Esperanza“ ist ein Kosmos aus unzähligen Fragmenten, Liebesgeschichten, Flaschenpost, Märchen, Mythen und Sagen, uralten Chroniken, aber auch E-Mails und Zeitungsartikeln, in dem sich der Leser frei bewegen kann. Es besteht aus 36 verschiedenfarbigen Heften, die an Spielkarten erinnern. Der Leser ist eingeladen, die Hefte in verschiedenen Kombinationen zu lesen, so dass sich je nach Kombination 4 verschiedene Romane, 9 längere Erzählungen, 36 Kurzgeschichten oder ein richtig umfangreicher Roman ergeben können.

„Santa Esperanza“ ist ein ungewöhnliches aber sehr faszinierendes Buch, „gut konsumierbar“, so Zerki, nicht zuletzt deshalb, weil Morchiladze mit westlichen Filmen und Literatur aufgewachsen ist und seine zahlreichen Anspielungen und Verweise deshalb “wunderbar vertraut” wirken.

„Reise nach Karabach“ ist der meistgelesene georgische Roman der letzten Jahrzehnte. Darin zeigt Aka Morchiladze dass der Kampf um Freiheit hin und wieder zu mehr Einschränkungen führt als die Unterdrückung, der man zu entkommen versucht. (The Independent)

Die Geschichte spielt im Jahr 1992, dem Erscheinungsjahr der Originalausgabe. Die Regierung von Swiad Gamsachurdia ist zerbrochen, der Präsident außer Landes geflohen. Es herrscht Anarchie, paramilitärische Einheiten der Sakartwelos Mchedrioni (Georgische Reiter) patrouillieren durch Tiflis. In dieser Situation lässt sich der junge Georgier Gio von seinem ausgeflippten Freund Goglik dazu überreden, in seinem alten Lada mit ihm nach Aserbaidschan zu fahren. Dort wollen sie günstig Drogen einkaufen und nach Georgien schmuggeln. Der Plan ist, noch am selben Abend zurück zu sein. Die Verhältnisse in der Region sind jedoch verworren, Bürgerkrieg und Chaos erschweren und erleichtern zugleich ihr Vor haben. Gio und Goglik müssen zahlreiche Grenzen – darunter auch semioffizielle – passieren, Mittelsmänner aufsuchen und zu allem Überfluss den richtigen Weg durchs dunkle Niemandsland finden. Als sie die Orientierung völlig verloren haben und plötzlich auf sie geschossen wird, nimmt der Ausflug eine spannende Wendung… Das Roadmovie wird zum Kriegsfilm.

Wir laden Sie, liebe Weltenleser, herzlich ein, sich mit Aka Morchiladze nicht nur auf die Reise nach Karabach zu begeben, sondern darüber hinaus auch das faszinierende Santa Esperanza kennenzulernen.

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