Wann:
28. April 2017 um 20:00 – 22:00
2017-04-28T20:00:00+02:00
2017-04-28T22:00:00+02:00
Wo:
Alte Oper, Mozart Saal, Frankfurt am Main


Freitag, 28. April 2017 ▪ Mozart Saal ▪ 20.00 Uhr

 

Edvard Grieg Lyrische Stücke: Es war einmal op. 71/1; Albumblatt op. 12/7, Schmetterling op. 43/1, An den Frühling op. 43/6, Elfentanz op. 12/4, Volksweise op. 12/5, Zug der Zwerge op. 54,3, Notturno op. 54/4, Bächlein, op. 62/4, Kobold op. 71/3, Im Balladenton op. 65/5, Hochzeit auf Troldhaugen
op. 65/6

Edvard Grieg Ballade g-Moll op. 24

Franz Liszt Sonate h-Moll

Musik als Rückzugsort, an dem Träume noch ihren Platz haben: Für die Pianistin Alice Sara Ott ist das Reich der Töne eine „Zufluchtsstätte“, ein magischer Platz, an dem das Alltagsleben des 21. Jahrhunderts, bestimmt von der Suche nach wissenschaftlicher Überprüfbarkeit aller Phänomene, von Geschwindigkeit und Konsum, einmal ausgeblendet werden kann. Ein solches Paralleluniversum, so bekannte sie unlängst in einem Interview, bildet für die deutsch-japanische Pianistin etwa die Musik Edvard Griegs, der sie sich nicht nur auf ihrer jüngsten CD, sondern auch im Rezital am Freitag, 28. April 2017, von 20.00 Uhr an im Mozart Saal der Alten Oper Frankfurt widmet.

Alice Sara Ott gibt dabei einen Einblick in die „Lyrischen Stücke“ Griegs, 66 Miniaturen, die über einen Zeitraum von fast vier Jahrzehnten entstanden, ein farbiges Kompendium von Stimmungen, Gefühlslagen, Reflexen auf Erlebtes und Erfahrenes, darunter viel Inniges und Schlichtes, aber auch manch verwegeneres, virtuoses Stück, das in die Welt der Elfen und Trolle führt. Eher unbekannt geblieben ist hingegen Griegs Ballade g-Moll op. 24 in Gestalt von „Variationen über eine norwegische Melodie“. Johannes Brahms schätzte an Griegs Kompositionen vor allem dieses großdimensionierte Werk – womöglich, weil Grieg die Klangmöglichkeiten des Klaviers selten so bis ins Extreme, Kühne, Schroffe auszureizen suchte wie in diesem ausgreifenden Variationssatz. Umso kürzer ist der Weg von hier zu Franz Liszt, einem der wichtigen Mentoren des jungen Edvard Grieg, und seiner h-Moll- Sonate, die bis heute als eines der anspruchsvollsten Werke der Klavierliteratur gilt. Alice Sara Ott reizt beides – die expressive Seite des Melancholikers Grieg hervorzukehren, ebenso wie die tieferen emotionalen Schichten des Liszt’schen Bravourwerks freizulegen.

Mit freundlicher Unterstützung der Druckerei Imbescheidt

Abonnement Klavierabende

€ 25,- / 29,- / 34,- / 39,- (Endpreise)

Tickethotline: 069 / 13 40 400 ▪ www.alteoper.de

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