Wann:
19. Januar 2019 um 18:00 – 20. Januar 2019 um 0:00
2019-01-19T18:00:00+01:00
2019-01-20T00:00:00+01:00
Wo:
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Berlin
Markgrafenstraße 38
10117 Berlin


Die Welt des präzisen Messens steht vor einem fundamentalen Wandel. Max Planck hat im Jahre 1900 zur Suche „nach Konstanten, die ihre Bedeutung für alle Zeiten und für alle, auch außerirdische und außermenschliche Culturen, … behalten“ aufgerufen. Dies ist jetzt geschafft, und damit hat das Urkilogramm als Prototyp der Masse ausgedient. Die Basis des Internationalen Einheitensystems (SI), mit dem wir „die Welt vermessen“, wird ab dem 20. Mai 2019, am alljährlichen Weltmetrologietag, auf Naturkonstanten umgestellt und so die denkbar stabilste Grundlage erhalten – nur wenige Monate vor dem 250. Geburtstag Alexander von Humboldts, dessen „Vermessung der Welt“ uns bis heute fasziniert. Zwei gute Anlässe, den Salon Sophie Charlotte 2019 unter das Motto „Maß und messen“ zu stellen.

Das Thema „Maß und messen“ ist aber längst nicht nur eine Domäne der Naturwissenschaften. Es berührt Kunst-, Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis zur Medizin und wirkt in die Gesellschaft und unseren ganz persönlichen Alltag hinein. Entsprechend vielseitig ist das Programm an den rd. 20 Spielorten im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt und im benachbarten WissenschaftsForum mit mehr als 150 Mitwirkenden, darunter die Nobelpreisträger Klaus von Klitzing und Wolfgang Ketterle.

In Vorträgen, Gesprächen, Lesungen, Speeddatings, Science Slams, Ausstellungen, Experimenten und künstlerischen Auftritten stehen nicht nur Kilogramm, Kelvin und Co sowie deren Revision im Mittelpunkt. Wir schauen hinter die Kulissen der Arbeit von Wolkenphysikern, werfen einen Blick auf die innere Uhr der Erde und bis zu den Grenzen des uns zugänglichen Universums. Es geht um die Vermessung der Gesundheit, des Gehirns und des Erbguts. Wir hinterfragen das Verhältnis von Maß und Schönheit in Kunst, Literatur, Musik und Architektur, interessieren uns für die Erfindung der Leistung und die Vermessung des Menschen. Wir verfolgen die Entwicklung der Messtechniken in den zurückliegenden Jahrhunderten und werfen einen Blick in die Antike, ins Mittelalter und auf die Seidenstraße. Wir schauen Alexander von Humboldt, Johann Wolfgang von Goethe und Albert Einstein über die Schulter. Wir diskutieren über die Vermessung der Wissenschaft und der Gesellschaft, über Chancen und Risiken der Quantifizierung des Sozialen. Überschreiten Sie mit uns die Grenzen des Messbaren oder lassen Sie sich vermessen.

Der Eintritt ist frei. Bitte kommen Sie ohne größere Taschen und Rucksäcke.

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

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