Die diesjährige Ausstellung der Skulpturenbiennale Blickachsen (26.5.–6.10.2019) wird von deren Gründer Christian K. Scheffel gemeinsam mit Elisabeth Millqvist und Mattias Givell gestaltet, dem Direktoren-Duo des schwedischen Skulpturenparks Wanås Konst.

Als lebendige Plattform für dreidimensionale Kunst zeigt die Skulpturenbiennale Blickachsen, für jeden frei zugänglich, Werke unterschiedlichster künstlerischer Positionen im Dialog miteinander und mit ihrer Umgebung. Um den Blick immer wieder neu auszurichten und frische Impulse einzubringen, entwickelt Christian K. Scheffel, Gründer und Kurator der Biennale sowie Geschäftsführer der Stiftung Blickachsen, jede Ausstellung mit einer anderen internationalen Partnerinstitution. Scheffel ist glücklich darüber, dass der schwedische Skulpturenpark Wanås Konst seine Einladung zur Mitgestaltung der Blickachsen 12 angenommen hat, und sieht in Elisabeth Millqvist und Mattias Givell, die diese renommierte Institution seit 2011 leiten, ideale Partner für die Ausstellung: „Auch sie setzen an einem geschichtsträchtigen Ort auf das Zusammenspiel von zeitgenössischer Kunst und Natur – mit dem Anliegen, dem interessierten Publikum vielfältige Erfahrungsangebote zu unterbreiten.“ „Die Rolle des Partnermuseums für die zwölften Blickachsen übernimmt Wanås Konst sehr gerne,“ erklärt Elisabeth Millqvist auch im Namen von Mattias Givell und führt aus: „Wir freuen uns, dass wir mit Christian Scheffel bei Blickachsen 12 neue Ausblicke auf die Skulptur und ihren wichtigen Beitrag für die Gesellschaft eröffnen können, indem wir Künstlerinnen und Künstler verschiedener Kontinente einladen, dabei unsere spezifische Kenntnis der nordischen Kunstszene einbringen und an das Programm von Wanås Konst anknüpfen.“ Der Skulpturenpark Wanås Konst liegt nahe bei Kristianstad in der südschwedischen Region Skåne. Auf dem weitläufigen bewaldeten Gelände rund um ein mittelalterliches Schloss laden 70 speziell für diesen Ort geschaffene Skulpturen und Installationen zu einer Entdeckungsreise ein. Diese permanente Sammlung des Skulpturenparks enthält Werke zahlreicher wegweisender Künstlerinnen und Künstler: von Marina Abramović, William Forsythe, Per Kirkeby und Yoko Ono über Ann Hamilton, Jenny Holzer und Antony Gormley bis hin zu Jeppe Hein oder Nathalie Djurberg & Hans Berg. Zusätzlich realisiert Wanås Konst sowohl im Freien als auch in der Kunsthalle in einem der Nebengebäude des Schlosses temporäre Ausstellungen, die begleitet werden von einem lebhaften, innovativen Veranstaltungsprogramm mit Perfomances und Künstlergesprächen, Führungen und Workshops – und einem Kinderprogramm, bei dem allein 12 000 Teilnehmer im Jahr mitmachen. Auch für die Sonderausstellungen entstehen häufig ortsbezogene Arbeiten, und so haben in dieser einmaligen Kulturinstitution bisher rund 300 Kunstschaffende aus aller Welt nicht nur ausgestellt, sondern auch neue Ideen entwickelt. Wanås Konst zählt jedes Jahr mehr als 80 000 Besucher und feierte 2017 sein dreißigjähriges Bestehen. Blickachsen 12 wird am 26. Mai 2019 um 11.30 Uhr in Bad Homburg vor der Höhe eröffnet.

www.blickachsen.de

Blickachsen 12 bespielen sechs Standorte im Rhein-Main-Gebiet

Bad Homburg – Bad Vilbel – Eschborn – Frankfurt – Kloster Eberbach –

Kronberg Mittlerweile sind sie schon zur Tradition geworden: Die Blickachsen spannen auch in diesem Jahr wieder ein umfassendes Netz der zeitgenössischen Skulptur über das gesamte Rhein- Main-Gebiet. An sechs Standorten lässt die Skulpturenbiennale bereits zum zwölften Mal zeitgenössische Plastik in den Dialog mit Landschaft und Kulturdenkmälern der hessischen Metropolregion treten – und eröffnet damit neue Perspektiven auf eine vertraute Umgebung. Ausgehend von Bad Homburg werden die Lennéschen Sichtachsen des Kurparks weit über die Grenzen der Stadt hinausgeführt und an den weiteren Spielstätten symbolisch wieder aufgenommen. Vom 26. Mai bis zum 6. Oktober verwandeln die Blickachsen 12 damit die Rhein-Main-Region abermals in einen internationalen Treffpunkt für zeitgenössische Skulptur. 1997 hat hier im Kurpark alles angefangen: Bad Homburg dient auch den diesjährigen Blickachsen als Hauptbühne für die dreidimensionale Kunst. Von dort aus spannt sich das Skulpturennetz über das Rhein-Main-Gebiet. Zentrum sind traditionell der von Peter Josef Lenné entworfene Kurpark und der nahe gelegene Schlosspark in Bad Homburg, eine ehemalige Residenz der Landgrafen von Hessen-Homburg. Seit der zweiten Ausgabe der Blickachsen vor 20 Jahren wird die historische Gartenanlage um das Barockschloss als Kulisse für die zeitgenössische Kunst genutzt. Fortgeführt werden die Blickachsen von der Kur- und KongressStadt zudem nach Bad Vilbel: Das Areal zwischen der mittelalterlichen Burg – besonders bekannt für ihre traditionsreichen Festspiele – und der Stadtbibliothek wird erneut bespielt. Als beliebter Standort ist auch diesmal wieder Eschborn mit dem Skulpturenpark Niederhöchstadt als Freiluftbühne für die Groß-Skulptur dabei. Ein kleines Jubiläum steht in Frankfurt an: Zum fünften Mal wird die Goethe-Universität mit ihrem Campus Westend eingebunden. Vor dem denkmalgeschützten IG-Farben-Haus, das im Jahr 1930 von Hans Poelzig erbaut wurde, trifft zeitgenössische Skulptur auf ein Stück Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Geschichtsträchtig ist auch das Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau: 1136 gegründet, ist das Kloster vor allem für seinen Weinanbau berühmt – die meisten Filmfans dürften es jedoch aus den Trailern zu der amerikanischen Erfolgsserie “Game of Thrones” wiedererkennen. Schließlich wird zum zweiten Mal auch im Park um das Schloss Friedrichshof in Kronberg ausgestellt, das Ende des 19. Jahrhunderts als Witwensitz der Kaiserin Victoria erbaut wurde. Erneut gelingt es damit den Blickachsen, Bad Homburg und die Rhein-Main-Region durch zeitgenössische Kunst in den Fokus zu rücken. Eröffnet werden die Blickachsen 12 am Sonntag, 26. Mai 2019, um 11.30 Uhr auf dem Schmuckplatz im Kurpark Bad Homburg, gegenüber der Kaiser-Friedrich-Promenade 55. 

www.blickachsen.de

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