Hendrik Otremba – Riskantes Manöver Emde Gallery in Mainz: vom 05. Juni - 17. Juli 2021


Die Galerie freut sich sehr, die Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Hendrik Otremba mit dem Titel „Riskantes Manöver“ zu präsentieren. Hendrik Otremba ist Sänger der Post-Punk Band Messer sowie Autor der Romane Über uns der Schaum (2017) und Kachelbads Erbe (2019) – seinen dritten Roman hat er gerade beendet. Daneben widmet er sich seit jeher auch der Malerei. Neben Porträts und (Stadt- )Landschaften umfasst sein bildnerisches Werk auch abstrakte Kompositionen. Seine Einzelausstellung in der Emde Gallery, in der eine Auswahl aus allen drei Motivgruppen gezeigt wird, bietet nun zum ersten Mal einen Überblick über sein malerisches Schaffen der letzten Jahre.

Außenseitertum, Verlorenheit und Vergänglichkeit sind zentrale Themen, mit denen sich Hendrik Otremba in seinen Gemälden beschäftig. Oft nimmt er dabei Bezug auf Künstler mit bewegten Biografien sowie auf filmische und literarische Vorlagen. Auch lassen sich immer wieder Querverbindungen zu seinen Romanen und zu seiner Musik entdecken. Während die abstrakten Bildkompositionen von klaren Strukturen mit dichten, horizontalen Streifen dominiert und in Tusche zu Papier gebracht werden, zeichnen sich die Porträts und (Stadt-)Landschaften zunehmend durch eine Mischtechnik aus Tusche, Aquarell, Acryl und Öl sowie eine realistische Malweise aus.

In seinen Arbeiten sucht der Künstler die Abgründe menschlicher Existenz zu bannen. Dabei folgt er einer eigenen, von dunklen, gedämpften Farben und dem Gegensatz von Licht und Schatten geprägten melancholischen, aber auch poetischen Bildsprache – wie zum Beispiel in seinen menschenleeren oder mit einsamen Figuren ausgestatteten, apokalyptisch anmutenden Welten oder in den aus nächster Nähe gemalten Porträts oftmals berühmter Zeitgenossen, die Wirkung entfachen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie scheinen, als wären sie mit dem Teleobjektiv eines Fotoapparates herangezoomt worden; so auch das ganz in Braun- und Rottönen gehaltene „Selbstportrait als trauriger Clown II“ aus dem Jahr 2020.

Hendrik Otrembas Bilder ziehen den Betrachter in ihren Bann und machen ihn zum Mitleidenden und Mithoffenden.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit einem Text von Anna Seidel (Kulturpoetin und Literaturwissenschaftlerin) und einem Interview zwischen dem Künstler und Dr. Jonas Engelmann (Autor und Verleger).

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