Literaturhaus Basel Veranstaltungen – Januar und Februar 2026


22. Internationales Lyrikfestival Basel
vom 22.-25.01.2026
Kinderprogramm sowie am Festivaldonnerstag und -freitag: 

Am 18. Januar gibt es eine Lyriklesung für Kinder ab 5 Jahren zu erleben. Der mit dem Duo Hauck & Bauer bekannt gewordene Comiczeichner Elias Hauck stellt sein Buch Wo ist mein Kopf in einer Mitmach-Lesung vor. 

Am 22. Januar könnt ihr auf dem Spaziergang Poesie en route lyrischen Spuren entlang des Rheins folgen. Im Anschluss präsentiert eine Klasse der Berufsfachschule Gesundheit Baselland die Ergebnisse ihres Schreibworkshops zur Yayoi Kusama-Ausstellung in der Fondation Beyeler.

Der 23. Januar steht im Zeichen poetischer Dialoge mit den Dichterinnen Volha Hapeyeva (Belarus) und Nathalie Schmid (Schweiz) sowie waghalsiger Sprachperformances im Late Night Varieté.

Daniela Dröscher: Junge Frau mit Katze
Donnerstag, 29. Januar 2026, 19.00
Moderation: Anna Chatzinikolaou
Gesprächsbeitrag: Yvik Adler

Im Erfolgsroman «Lügen über meine Mutter» stand der Körper der Mutter im Zentrum. Nun verzweifelt die junge Erzählerin Ela an ihrem eigenen Körper. Hals, Herz, Haut, alles scheint zu rebellieren, ohne dass Ela die Symptome versteht. Die hinter ihr liegende anstrengende Promotionszeit reichen als Erklärung für den Zusammenbruch nicht aus. «Junge Frau mit Katze» ist ein autofiktionaler Text, der davon erzählt, wie es ist, sich selbst zu verlieren und wiederzufinden. «Ein Roman, der mit feiner Ironie von den Wachstumsschmerzen erzählt, die mit einem Bildungsaufstieg einhergehen und davon, welche Kräfte es manchmal braucht, um aus dem Schatten der eigenen Mutter herauszutreten.» (rbb Radioeins)

In Kooperation mit dem Berufsverband der Psychologinnen und Psychologen beider Basel

22.-25.01. 22. Internationales Lyrikfestival Basel
Do, 29.01. Daniela Dröscher: Junge Frau mit Katze

Diese und weitere kulturelle Veranstaltungen finden Sie auch auf Agenda Basel – die Plattform für Stadt und Region Basel.

Ilma Rakusa: Wo bleibt das Licht
Dienstag, 03. Februar 2026, 19.00
Moderation: Martin Zingg

Die Autorin, Übersetzerin und Literaturvermittlerin Ilma Rakusa stellt in Zeiten der Krisen und Bedrohungen mit ihrem neuen Buch eine dringliche Frage: «Wo bleibt das Licht». Beginnend im Sommer 2022 blickt sie mit Schrecken und Erschütterung auf die Krisenherde der Welt und benennt wortstark Ungerechtigkeit und Despotismus. Sie begibt sich gedanklich aber auch in einen Dialog mit Weggefährt:innen. Mit ihnen bewegt sie sich voller Wärme und Wehmut durch Erinnerungen und Räume. Dabei beschwört sie das Glück im Kleinen und die Kraft der Liebe zu Freund:innen und Familie herauf.

Samanta Schweblin: Das gute Übel
Donnerstag, 05. Februar 2026, 19.00
Moderation: Gabriela Stöckli
Übersetzung: Dorian Occhiuzzi
Lesung: Nicole Coulibaly

Samanta Schweblins Geschichten über den Einbruch des Abgründigen in unseren Alltag entwickeln einen unwiderstehlichen Sog. Eine im Sterben liegende Frau ruft eine Freundin an, mit der sie seit einem tragischen Unfall vor dreissig Jahren nicht gesprochen hat. Eine Mutter wird den bohrenden Wunsch nicht los, Mann und Kinder zu verlassen und für immer unter Wasser zu leben. «Diese Erzählungen sind wunderbar eindringlich und verstörend. Wie Fieberträume schwanken sie zwischen dem Vertrauten des Alltagslebens und den unvorhersehbaren, visionären Höhenflügen des Unbewussten.» (Joyce Carol Oates)

Das Gespräch findet auf Spanisch mit deutscher Übersetzung statt.

Ronya Othmann: Rückkehr nach Syrien
Dienstag, 10. Februar 2026, 19.00
Moderation: Julie Bernath
VorLaut-Lesung: Simon Wenger
Tanz: Charlotte Böttger

Wenige Wochen nach dem Sturz Assads reiste Ronya Othmann nach Syrien, in das Land, aus dem ihr Vater, ein staatenloser jesidischer Kurde, 1980 geflohen war. Sie selber kannte es aus ihrer Kindheit, von den Besuchen bei den Grosseltern. Sie folgt den Spuren der jüngsten Ereignisse und spricht überall mit Menschen unterschiedlichster Herkunft. Entstanden ist eine Reisereportage, die Wissen über Religionsgeschichte und Geopolitik mit persönlichen Eindrücken verbindet. «Othmanns Texte (…) sind Zeugnisse, die Wahrheiten, Ungewissheiten, auch Sprachlosigkeit dokumentieren und die wir hier, im noch immer sicheren und deshalb sehr naiven Westen, dringend brauchen.» (Die ZEIT)

Samuel Herzog: Lemusa. Eine Insel in sieben Bänden
Mittwoch, 11. Februar 2026, 19.00
Moderation: Matthias Balzer

Lemusa ist eine fiktive Insel. Sie liegt mitten im Atlantik, und es gibt dort Sandstrände, Berge und Urwälder, Bars und Restaurants, alte Tempel und nicht zuletzt die Lemus:innen, die bekannt sind für ihre Gastfreundschaft. Erfunden hat Lemusa Samuel Herzog. Das ausufernd reiche Werk versammelt Texte, Fotografien, Zeichnungen und Grafiken: Sie beschreiben die Geschichte der Insel, das politische System, die Religion, und auch die Kulinarik Lemusas kommt nicht zu kurz. Seit 2001 kreist Samuel Herzogs künstlerische Arbeit um diese Insel. «Lemusa ist für mich keine Fiktion, sondern eher das Ergebnis von Beobachtungen, also eigentlich das Gegenteil von Erfindung, viel mehr ein sehr persönliches Porträt der Welt.» (SH)

Eine Kooperation mit dem FRIDA Magazin

22.-25.01. 22. Internationales Lyrikfestival Basel
Do, 29.01. Daniela Dröscher: Junge Frau mit Katze
Di, 03.02. Ilma Rakusa: Wo bleibt das Licht
Do, 05.02. Samanta Schweblin: Das gute Übel
So, 08.02. Geschichten am Sonntag: Die Welt von Wolf Erlbruch
Di, 10.02. Ronya Othmann: Rückkehr nach Syrien
Mi, 11.02. Samuel Herzog: Lemusa. Ein Insel in sieben Bänden

Diese und weitere kulturelle Veranstaltungen finden Sie auch auf Agenda Basel – die Plattform für Stadt und Region Basel.

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