Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Montag 31.08. 26 / 19.30 h
Karosh Taha: Gulistan
Moderation: Shirin Sojitrawalla
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Tage des Exils
Karosh Taha stellt ihre Sprache der Wirkmacht von Krieg, Hass und Unfreiheit entgegen. Bereits der Debütroman Tahas, die im Alter von 10 Jahren nach Deutschland kam, fand viel Bewunderung. Der Titel sprechend: „Beschreibung einer Krabbenwanderung“ (2018). Zwei Jahre später folgte „Im Bauch der Königin“. „Gulistan“ nun heißt die titelstiftende Figur ihres dritten Romans (DuMont). Gulistan lebt als Kurdin in einem Land, das sie anfeindet. Für ihre Sprache, ihr Denken, für ihr ganzes Sein. Unter dem diktatorischen Regime Saddam Husseins führt sie ein Schattendasein. Als ihr Mann Çiya verschwindet, wird ihr das Ausmaß ihrer Ohnmacht in aller Brutalität vor Augen geführt. Als sie ihm wiederbegegnet, steckt er in der Uniform des irakischen Diktators, als dessen Doppelgänger … Ein Roman, gemacht aus den widerstrebenden Kräften von Folter, Paranoia, Liebe und vor allem Widerstandskraft. Durch den Abend führt die freie Literaturkritikerin Shirin Sojitrawalla.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage des Exils Frankfurt. Eine Initiative der Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek.
September 2026
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Montag 07.09.26 / 19.30 h
Maggie O’Farrell: Land
Moderation: Margarete von Schwarzkopf
Deutsche Stimme: Ellen Schulz-Krandick
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Mit der preisgekrönten Autorin im Irland des 19. Jahrhunderts
Nach der u.a. mit dem Oscar prämierten Filmadaption ihres Bucherfolgs „Judith und Hamnet“ kehrt Maggie O’Farrell in ihrem neuen Roman „Land“ (Piper) zurück zu ihren irischen Wurzeln. Im Jahr 1865 – kurz nach der Großen Hungersnot – sollen Tomás und sein Sohn Liam helfen, Irland zu kartieren. Nach dem Besuch eines uralten, mystischen Hains ist Tomás wie besessen von der Idee, seine Landkarten mögen Zeugnis von der vergangenen Katastrophe ablegen. Und plötzlich ist in seiner Familie nichts mehr wie zuvor. O’Farrell zeichnet das Bild eines Landes voller Narben, aber auch verborgener Schätze, und erzählt von einer Familie, deren Kinder sich verlieren und wieder finden. Moderiert wird das in deutscher und englischer Sprache geführte Gespräch von der Journalistin und Autorin Margarete von Schwarzkopf. Aus der deutschsprachigen Übersetzung von Nikolaus Hansen und Kathrin Razum liest die Schauspielerin Ellen Schulz-Krandick.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Donnerstag 10.09.26 / 19.30 h
Dave Eggers: Contrapposto
Moderation (dt./eng.): Livia Gerster
Deutsche Stimme: Nora Solcher
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Der Autor von „Der Circle“ mit seinem neuen Roman
Mit seinen Romanen begeistert Dave Eggers seine Leserinnen und Leser weltweit seit Jahren. Mit seinem neuen Roman „Contrapposto“ (KiWi) beweist er erneut, dass er einer der größten amerikanischen Autoren unserer Zeit ist. Es geht um Cricket und Olympia, deren Freundschaft alle Höhenflüge und Abstürze überdauert und deren Hingabe an die Kunst sie ein Leben lang verbindet. Ein leuchtender Roman über Kunsthochschulen, den absurden Hype des globalen Kunstmarkts, Kriege, Triumphe und tragische Verluste, vor allem aber eine bewegende, humorvolle Liebeserklärung an die Freundschaft. „Contrapposto“ ist einer dieser Romane, die so gekonnt und dicht von Leben erzählen, dass sie uns nicht unverändert zurücklassen. Durch den Abend in englischer und deutscher Sprache führt Livia Gerster (F.A.Z.). Aus der deutschsprachigen Übersetzung von Andrea O’Brien liest Schauspielerin Nora Solcher.
Die Veranstaltung findet nur vor Ort statt.
Junges Literaturhaus – Bilderbuchnachmittag ab 4 Jahren
Sonntag 13.09.26 / 15 h
Daniel Fehr: Anleitung für alles
Saalticket 5 Euro
Ein Ratgeber für alle Lebenslagen
Daniel Fehr ist Erfinder. Geschichtenerfinder und Spieleerfinder. In seinem neuen Buch, das Thomas Müller mit viel Witz illustriert hat, geht es um völlig fantastische und völlig alltägliche Situationen und wie man sie meistert. Es ist eben eine perfekte „Anleitung für alles“ (Gerstenberg). So geht es darum, wie man Mama eine Freude macht, wie man sich in Schwierigkeiten bringt, ein Einhorn fängt, Spaghetti isst oder einen Schatz findet. Vielleicht bekommen wir darauf nicht immer die auf den ersten Blick von den Eltern favorisierten Antworten. Aber es geht ja im Leben um mehr als darum, alles richtig zu machen – solange man es mit Fantasie, Mut und Lebensfreude macht. Daniel Fehr liest aus diesem und anderen Büchern, und wer weiß, welche Ideen er noch mitbringt.
Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Montag 14.09.26 / 19.30 h
Romanhaus/Literaturfabrik: Meine Playlist
Mit Paula Fürstenberg und Daniel Stähr
Moderation: Gregor Praml und Hauke Hückstädt
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Musik in der Luft: Was, wie, wen hören die Gäste so?
Wieder laden Romanfabrik und Literaturhaus zwei Autor:innen ein, ihre Playlist mitzubringen. Dieses Mal ins Literaturhaus. Gemeinsam wird Musik gehört, über Musik gesprochen, über Bücher, über laute und leise Lektüren. Es gibt Ratespiele und der ganze Saal beteiligt sich. Zu Gast ist zum einen die Autorin Paula Fürstenberg, die bereits zwei Romane vorgelegt und nun mit „Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit“ (KiWi) einen wütenden Aufruf geschrieben hat. Es bräuchte, sagt sie, eine gemeinsame Sprache, die der deutschen Vielfalt gerecht wird. Außerdem dabei ist der Ökonom und Essayist Daniel Stähr. Von ihm erschien zuletzt „Die neuen Propheten“ (S. Fischer). Darin wagt Stähr eine Kritik aus den eigenen Reihen: Ökonomen werde weltweit zu viel Vertrauen geschenkt, ihre Wissenschaft sei faktenfrei und ohne ein Konzept von Moral oder Gerechtigkeit. Eine gemeinsame Veranstaltung von Romanfabrik und Literaturhaus, deren Leiter Gregor Praml und Hauke Hückstädt durch den Abend führen.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Mittwoch 16.09.26 / 19.30 h
Jarka Kubsova: Im Licht des neuen Tages
Moderation: Melanie Mühl
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Die Autorin des großen Erfolges „Marschlande“
„Im Licht des neuen Tages“ (S. Fischer), der neue Roman von Jarka Kubsova, führt nach Böhmen. Tief im märchenhaften böhmischen Wald verschränken sich die Schicksale zweier mutiger Frauen. Die Schriftstellerin Elli Hajek erinnert sich an eine Figur, von der ihr einst erzählt wurde: die für wahnsinnig erklärte Viktorka, die allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, reist sie in das Land, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Sie möchte mehr wissen. Doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie. Elli muss sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen. Das Gespräch mit der Hamburger Autorin führt die F.A.Z.-Kritikerin Melanie Mühl.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Donnerstag 17.09.26 / 19.30 h
Literatur als Spiegel
Heike Geißler und Sharon Dodua Otoo: Michaela Kohlhaas und So, in etwa, ist es geschehen
Moderation: Elena Witzeck
Saalticket 12 / 8 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Es reicht!
Heike Geißler und Sharon Dodua Otoo erzählen in ihren Romanen von Frauen, die nicht mehr mitmachen. In Geißlers „Michaela Kohlhaas“ (Suhrkamp) steigt eine bislang völlig unauffällige Frau aus ihrem bisherigen Leben als stellvertretende Friedhofsverwalterin aus und wird zur Aufsässigen. Wie in Kleists berühmter Novelle wird sie angetrieben von erfahrenem Unrecht und erlebter Willkür. In Otoos „So, in etwa, ist es geschehen“ (S. Fischer) wird Amata zur Mörderin ihres Chefs. Auf einer langen Autofahrt zur Ostsee bringt eine Reihe von Umständen die Situation zum Eskalieren: Das unentwegte Gerede des Chefs, die brütende Hitze und die Last des Alltags als Schwarze Frau in Deutschland lassen Amata zur Täterin werden. Zwei literarisch tief in der Geschichte verwurzelte Perspektiven auf zwei Frauen, die im Heute nicht mehr mitmachen. Das Gespräch führt die Feuilletonredakteurin Elena Witzeck (F.A.Z.).
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Junges Literaturhaus – New Adult
Montag 21.09.26 / 19.30 h
Inka Lindberg und Jessica Winter: Ever since she kissed me und Whispers of Tomorrow
Moderation: Björn Lauer
Saalticket 9/ 6 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Zweite Chancen
Alte Gefühle, Krankheit und die Frage, wie man sich selbst nicht verliert, stehen im Mittelpunkt dieses Abends mit Inka Lindberg und Jessica Winter. In „Ever since she kissed me“ (Knaur) trifft Lola nach Jahren wieder auf Maxi, ihre frühere beste Freundin und erste große Liebe. Während Lola ihren an Demenz erkrankten Vater pflegt und ihr eigenes Leben immer weiter in den Hintergrund gerät, bringt das Wiedersehen alte Gefühle und verdrängte Wünsche zurück. Auch in „Whispers of Tomorrow“ (Heyne) geht es um Menschen, die nach Einschnitten im Leben versuchen, wieder Halt zu finden. Nach einem Unfall greift Eden immer häufiger zu Schmerzmitteln, während ausgerechnet Declan, ihr früherer Nachbarsjunge, erkennt, wie sehr sie sich verändert. Vielleicht gerade deshalb, weil ihm die Abgründe, in die Eden blickt, nicht fremd sind. Das Gespräch mit den beiden Autorinnen führt der Verlags- und Büchermensch Björn Lauer.
Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Mittwoch 23.09.26 / 19.30 h
Şeyda Kurt: Zeit der Monster
Moderation: Miryam Schellbach
Saalticket 14 / 10 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Zwischen Apokalypse und Neuanfang
Şeyda Kurt hat ihren ersten Roman geschrieben! Nach „Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist“ und „Hass. Von der Macht eines widerständigen Gefühls“ erscheint jetzt „Zeit der Monster“ (Hanser). Ein Roman ohne Balsam, so aufwühlend wie ein gutes, lange überfälliges Gespräch, so stürmisch-hart wie der letzte Blick zurück auf ein altes Leben. Geschrieben, so die Autorin: „Für alle, die hoffen, und für alle, die verzweifeln. Für diejenigen, die sich verlieren, und für diejenigen, die einander wiederfinden wollen. Für alle, die spüren, dass wir inmitten des Chaos menschlich bleiben müssen.“ Die Literaturkritikerin und Lektorin Miryam Schellbach führt durch einen Abend, an dem es mit allen literarischen Mitteln um alles geht.
Ausverkauft! Das Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Die Veranstaltung findet nur vor Ort statt.
Sonntag 27.09.26 / 19 h
Deutscher Buchpreis 2026: Die Autorinnen und Autoren der Shortlist
Moderation: Sandra Kegel (FAZ), Cécile Schortmann (3sat) und Christoph Schröder (SWR Kultur)
Saalticket 28 / 12 Euro
Die Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2026 lesen in Frankfurt am Main
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsen-vereins des Deutschen Buchhandels einen Roman stellvertretend für alle wichtigen Romane des Jahres aus. Gut eine Woche vor der diesjährigen Preis-Verkündung stellen sich die sechs Nominierten in Lesung und Gespräch vor. Es moderieren Sandra Kegel (F.A.Z.), Cécile Schortmann (3sat) und Christoph Schröder (SWR Kultur).
Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. In Zusammenarbeit mit hr2-kultur, dem Kulturradio des Hessischen Rundfunks. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 05.10., jeweils um 9.30 h und um 17.10 h, und in ARD Sounds. Karten beim Schauspiel Frankfurt und unter www.schauspielfrankfurt.de. Es gelten die dortigen Ermäßigungen.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt.
Montag 28.09.26 / 19.30 h
Ukrainische Erzähler:innen der Jahrhundertwende
Mit Tanja Maljartschuk, Katja Petrowskaja und Irina Bondas
Moderation: Claudia Dathe
Saalticket 9 / 6 Euro / Streamingticket 5 Euro / Streaming-Abo 50 Euro
Ukrainische Bibliothek: Literatur der Nachbarn
Die Autorinnen Tanja Maljartschuk und Katja Petrowskaja sowie die Übersetzerin Irina Bondas stellen ukrainische Erzählerinnen und Erzähler vor. Der Band „Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden“, der in der „Ukrainischen Bibliothek“ im Wallstein Verlag erscheint, versammelt Meistererzählungen der ukrainischen Moderne. Die Textauswahl präsentiert die Vielfalt eines großen Landes und die Modernität seiner Literatur. Für alle, die einen Zugang zur ukrainischen Literatur bekommen möchten, ist dieser Abend ein schönes Muss: vielstimmig, sensibel, von eindringlicher Schönheit. Moderation: Claudia Dathe. Die Texte liest Birgitta Assheuer.
Kooperationspartner: Bundeszentrale für politische Bildung, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Wallstein Verlag, S. Fischer Stiftung und translit e.V sowie Kulturpartner ARTE. In Kooperation mit dem Journal Frankfurt.
Ausverkauft! Die Veranstaltung findet nur vor Ort statt.
Junges Literaturhaus – Workshops für 3. und 4. Klassen
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 29., 30.09. und 01.10.26 / 9 und 11 h
Gedankenflieger. Philosophieren mit Kindern
Mit Jörg Bernardy und Antje Ehmann
Klassenticket 75 Euro
„Was kann ich hoffen?“
Das Literaturhaus Frankfurt wird erneut zum Flugplatz im Rahmen des erfolgreichen Bildungsangebots „Gedankenflieger“, das am Literaturhaus Hamburg entwickelt wurde. Ausgehend von Bilderbuchgeschichten und unterstützt von einem speziell für „Gedankenflieger“ konzipierten Magazin wird altersgerecht philosophiert. Zwischendurch wird gebastelt, gemalt und geschrieben. Die Workshops laden dazu ein, ohne Bewertung eigene Gedanken zu entwickeln, zu formulieren und zur Diskussion zu stellen. Welche Werte teilen die Kinder mit anderen? Wie lassen sie andere Meinungen gelten? Jörg Bernardy (Philosoph und Autor) und Antje Ehmann (Kinderbuchexpertin) philosophieren mit den Kindern zum Thema „Was kann ich hoffen?“. Die Gedankenflieger-Workshops richten sich jeweils an eine Klasse und dauern 90 Minuten.
In Kooperation mit Gedankenflieger und mit freundlicher Förderung der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.


