Am Mittwoch, 7. Oktober, 18.30 Uhr ist die Frankfurter Verlagsanstalt mit ihrer Autorin Fatma Mittler-Solak zu Gast im Weltenleser. Fatma Mittler-Solak liest aus ihrem Roman „Mondblau“, der von Herkunft, Mutterschaft und Obsession erzählt.
Am Donnerstag, 8. Oktober, 19.30 Uhr, präsentiert Tadhg Mac Dhonnagáin seinen Roman „Madame Lazare“. Perfekt für Irland-Fans und den Urlaub auf der grünen Insel. Die Veranstaltung wird übersetzt und findet in Kooperation mit dem Irischen Generalkonsulat Frankfurt statt.
Am Freitag, 9. Oktober, 19.30 Uhr, steht Tschechien im Mittelpunkt des Abends. Bianca Bellová, eine der bekanntesten tschechischen Autorinnen, liest aus ihrem Buch „Der unsichtbare Mann“. Lesung und Gespräch werden moderiert vom ehemaligen ZDF-Journalisten Eric Marr.
Neugierig geworden? Dann melden Sie am besten gleich für eine der Lesungen an.
Oktober
Zur Frankfurter Buchmesse: Frankfurter Verlagsanstalt zu Gast im Weltenleser
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18.30 Uhr
Mondblau – Lesung mit Fatma Mittler-Solak
Moderation: Joachim Unseld
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: frei (Um Anmeldung wird gebeten)
Fatma Mittler-Solak erzählt von Herkunft, Mutterschaft und Obsession – packend, zärtlich und aufwühlend. So unterschiedlich die Freundinnen sind, so unzertrennlich sind sie auch: Victoria ist für Ayla die Sonne, blond, leicht, strahlend. Aber auch Ayla möchte glänzen – mit dem Einser-Abitur, einem Jura-Studium. Doch mit 42 und der Geburt ihres vierten Kindes befindet sich Ayla nicht nur in einer beruflichen, sondern in einer existenziellen Krise. Ihre ersten drei Kinder sind blond wie ihr Mann, das Neugeborene dunkel wie sie selbst. Und Ayla empfindet es nicht als ihr eigenes, glaubt an eine Verwechslung. Ausgerechnet jetzt, wo sie ihre beste Freundin braucht wie noch nie, entgleitet ihr Victoria. Je mehr sie nach den Ursachen forscht für die zunehmende Entfremdung zwischen ihnen, umso klarer wird ihr: Sie wird hintergangen. Ayla stellt alle Gewissheiten infrage – und droht alles zu verlieren.
Fatma Mittler-Solak, geboren 1977 in Frankenthal, studierte Politik- und Erziehungswissenschaften in Heidelberg. Sie ist ARD-Moderatorin und Autorin der Elternkolumne im SPIEGEL. Fatma Mittler-Solak lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Heidelberg.
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Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Madame Lazare – Lesung und Gespräch mit Tadhg Mac Dhonnagáin
Moderation: Sinead Mac Aodha, Direktorin von Literature Ireland
Übersetzung und Lesung dt. Text: Elvira Veselinović
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 12 Euro (Um Anmeldung wird gebeten)
Seit sie denken kann, ist Levana stolz auf ihre jüdische Herkunft, die Generationen jüdischer Frauen, von denen sie abstammt, auf ihre Großmutter, Hana Lazare, die als Einzige in ihrer Familie die Shoah überlebt hat – und es nie geschafft hat, darüber zu sprechen. Bis Hana, die zunehmend den Bezug zum Hier und Jetzt verliert, plötzlich anfängt, Wörter in einer Sprache zu murmeln, die Levana vollkommen fremd ist. Als sie beginnt, die Bruchstücke zusammenzufügen, die aus Madame Lazares Erinnerung emporgespült werden, löst sich vor ihren Augen alles, was sie über das Leben ihrer Großmutter weiß, in Nichts auf. Die Spur führt sie von Paris und Brüssel bis ans Ende der Welt, eine kleine Insel vor der irischen Atlantikküste, zu einem jungen Mädchen, das sich nicht mehr vom Leben wünscht, als alt werden zu dürfen auf dieser Insel, wo der Wind ihr das Haar zerzaust, beim Klang der Wellen und dem Geruch von Seetang, beim Geschichtenerzählen am Torffeuer – bis etwas ihr Leben für immer ändert.
Tadhg Mac Dhonnagáin, *1961, ist ein vielfach ausgezeichneter Sänger (Goldene Schall platte 2013), Fernseh-Moderator und Autor von Romanen, Kinderbüchern (internationaler White-Raven-Katalog), Drehbüchern (u. a. Ko-Autor der international erfolgreichen Fernsehserie ›Aifric‹) und Liedern überwiegend in irischer Sprache. Tadhg Mac Dhonnagáin lebt und arbeitet in An Spidéal, in der Connemara-Gaeltacht, der irischsprachigen Region, an der Westküste Irlands.
In Kooperation mit dem Irischen Generalkonsulat Frankfurt

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Freitag, 9. Oktober 2026, 17.30 Uhr
Cross Book Talk – Lesung und Gespräch mit Lee Yuri „Broccoli Punch“ und Bora Chung „Der Fluch des Hasen“
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 12 Euro (Um Anmeldung wird gebeten)
Ein Freund, dessen Hand zu einem prächtigen Brokkolikopf wird. Ein Vater, dessen Asche sich in eine sprechende Pflanze verwandelt. – In bester koreanischer Tradition erzählt „Broccoli Punch“ von Menschen und ihren Metamorphosen. Die hier versammelten Geschichten sind so fantastisch und gleichzeitig tief verwurzelt in den realen Ängsten und Zwängen unseres Alltags, dass es fast unmöglich ist, sie wieder zu vergessen.
Bora Chungs Erzählband „Der Fluch des Hasen“ umfasst zehn skurrile, unheimliche und zugleich humorvolle Geschichten, die nicht klar in ein Genre zu verorten sind. Elemente aus Science-Fiction, Horror, magischem Realismus und spekulativer Fiktion verschwimmen miteinander.
Lee Yuri wurde 1990 in Gangwon, Südkorea geboren. Ihre literarische Karriere begann 2020 beim Kyunghyang Shinmun New Year’s Literaturwettbewerb. Sie hat zwei Kurzgeschichtensammlungen und einen Roman veröffentlicht. „Broccoli Punch“ ist ihr Debüt.
Bora Chung, geboren 1976 in Seoul, ist Autorin von mehreren Romanen und Storysammlungen. Sie übersetzt zeitgenössische Literatur aus dem Russischen und Polnischen ins Koreanische und ist Mitglied der „Science Fiction Writers Union of Korea“. „Der Fluch des Hasen“ stand auf der Shortlist für den International Booker Prize 2022 und wurde in mehr als 16 Sprachen übersetzt.
Tschechien – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026
Freitag, 9. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Der unsichtbare Mann – Lesung und Gespräch mit Bianca Bellová
Moderation: Eric Marr
Übersetzung: Stefanie Bose
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: frei (Um Anmeldung wird gebeten)
Die Erzählerin befreit sich aus einer unglücklichen Ehe und macht sich „auf den Weg“. Sie kehrt dorthin zurück, wo alles begann, in ihr Heimatdorf. Dort versucht sie herauszufinden, wer sie wirklich ist und was in den Generationen ihrer Eltern und Großeltern schiefgelaufen ist. Wie ihr Vater, der titelgebende „unsichtbare Mann“, auf tragische Weise ums Leben kam und warum ihre Mutter dreißig Jahre lang verstummte. Sie vergleicht damals und heute und stellt die Vergangenheit der Gegenwart gegenüber – all dies vor dem Hintergrund einer dramatischen, zugespitzten Atmosphäre eines namenlosen Krieges. Trotz aller Unbestimmtheit wird am Ende klar, wofür die Autorin steht: für das Weibliche, für Gefühle, für Heimat und Nachkommenschaft – gegen die immer wiederkehrende menschliche Dummheit und Ignoranz, gegen Neid und Hass, die den Menschen und seine Seele ersticken.
Bianca Bellová wurde 1970 in Prag geboren. Sie arbeitet auch als Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Englischen. Ihr bisher größter Erfolg ist der dystopische Coming of Age-Roman „Jezero“ (auf Deutsch „Am See“, erschienen 2018 bei Kein & Aber). Dafür bekam sie 2017 den wichtigsten tschechischen Buchpreis Magnesia Litera und den Literaturpreis der Europäischen Union. Und 2023 erhielt sie dafür auch den EBRD-Literature Prize. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt. Zuvor war bereits ihr Roman „Toter Mann“ 2014 auf Deutsch bei Braumüller erschienen.
November
Donnerstag, 26. November 2026, 19.30 Uhr
Die Stadt, die sie schrieben. Autorinnen in New York City – Lesung und Gespräch mit Isabella Caldart
Moderation: Daniel Stähr
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 12 Euro (Um Anmeldung wird gebeten)
New York City ist mehr als nur ein realer Ort, die Stadt ist auch Projektionsfläche für die Wünsche und Vorstellungen unzähliger Menschen auf aller Welt, und das seit zahlreichen Generationen. Geprägt wird das Image New Yorks nicht nur durch Filme und Serien, sondern auch durch die Autorinnen, die diese Stadt hervorgebracht hat und die in ihren Werken über sie schreiben – und das aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, von denen Isabella Caldart in „Die Stadt, die sie schrieben“ 22 vereint. Mit Edith Wharton lernen wir das „alte New York“ kennen, Nellie Bly schildert die Zustände einer Frauenpsychiatrie im 19. Jahrhundert, der Kern von Siri Hustvedts bekanntesten Roman „Was ich liebte“ führt auf ein Verbrechen zurück, das Manhattan erschütterte, während die Harlem Renaissance ein Befreiungsschlag Schwarzer US-Amerikaner*innen darstellte. In ihren Essays geht Isabella Caldart aber über die Literatur hinaus und führt hinein in die Geschichte und Gegenwart der Stadt.
Isabella Caldart, geboren in Frankfurt, wohnt und arbeitet als Journalistin im Nordend. Ihre Texte erscheinen unter anderem in der taz, Missy Magazine, FAS und Freitag, außerdem hat sie mehrere Bücher veröffentlicht, darunter „101 literarische Orte in Frankfurt und Rhein-Main“ und „Nirvana. 100 Seiten“. New York City besucht sie regelmäßig, und wenn sie nicht gerade in der Stadt ist, liest sie bevorzugt New-York-Romane!
Voranmeldung zu den Veranstaltungen
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Voranmeldung zu unseren Lesungen per E-Mail an info@weltenleser.de oder per Telefon: 069/91507210.
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