Buchvorstellung und Gespräch mit Vitali Konstantinov, Gesprächsleitung Jakob Hoffmann anlässlich des 250. Geburtstags von E.T.A. Hoffmann. Autor, Illustrator und Comiczeichner Vitali Konstantinov hat E.T.A. Hoffmanns berühmtes ‚Nachtstück‘ atemberaubend ins Visuelle transferiert. Seine Graphic Novel der schaurigen Erzählung ‚Der Sandmann‘ erzählt meisterhaft das Schicksal des Studenten Nathanael. Der verunsicherte, als Kind schon traumatisierte junge Mann muss auch in dieser Fassung leiden, verfolgt vom Sandmann, vom Wetterglashändler Coppola und letztlich als Opfer seines eigenen Wahns, in dem er seine Verlobte nicht mehr erkennt, sich aber in eine Automatenpuppe verliebt. Oder ist alles ganz anders?
Vitali Konstantinovs zeichnerische Adaption wird mit ihrer Liebe zum Detail Hoffmann-Fans ebenso begeistern wie die der Graphic Novel. Der vielfach ausgezeichnete Künstler stellt an diesem Abend anlässlich des 250. Geburtstags von E.T.A. Hoffmann sein Buch vor und spricht mit Jakob Hoffmann über den Schaffensprozess und seine Arbeit.
Vitali Konstantinov: Der Sandmann. Nach E.T.A. Hoffmann, München 2019 (Knesebeck)
Vitali Konstantinov, geboren in der Ukraine, studierte Kunst und Architektur in Russland, Grafik, Malerei und Byzantinische Kunstgeschichte in Deutschland. Seit über 20 Jahren schreibt und illustriert er Bücher, die in 40 Ländern erschienen sind. Konstantinov unterrichtete Illustration und Visual Storytelling an internationalen Universitäten und leitet Zeichen-Workshops mit Kindern. Seine Bücher erhielten zahlreiche Preise, darunter die Auszeichnung ‚Schönstes deutsches Buch‘ von der Stiftung Buchkunst für Seltsame Seiten.
Jakob Hoffmann organisiert seit ein einigen Jahren Comicveranstaltungen in Frankfurt, zum Bespiel die Reihe Stories & Strips oder auch Ausstellungen (‚Holocaust im Comic‘ in der Bildungsstätte Anne Frank, ‚4 Zines‘ in der Goldstein Galerie). In Frankfurt initiierte er Yippie!, das erste Festival für Kindercomics in Europa. Seit 2018 gibt er das Kindercomicmagazin POLLE heraus.
Eintritt 5 € / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
