Allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr sind die Mieten in Deutschland stärker gestiegen als die Inflation, nämlich im Schnitt um 4,5 %, in Frankfurt sogar um 8,6 Prozent. In Worten bedeutet das: Wohnraum ist knapp und wird für immer mehr Menschen unerschwinglich. Das Problem betrifft inzwischen viele Zielgruppen, auch aus dem sogenannten Mittelstand.
Zu diesem komplexen und hochpolitischen Thema hat das Stadtlabor in den vergangenen Monaten eine partizipative Ausstellung gezeigt. Sehr konkret hat es sozusagen „die Wohnungsfrage gestellt“, etwa mit dem begehbaren Modell einer schimmelbefallenen Küche aus einer Frankfurter Siedlung; oder auch an einer „SOS-Tafel“ mit Forderungen, Vorschlägen und Diskussionsbeiträgen von Besuchenden: „Wohnraum enteignen!“, „Verkauf an Investoren stoppen!“, „Platz für gemeinschaftliche Wohnprojekte!“, „Platz für die Jugend!“ So lauten einige der „geposteten“ Forderungen.
Als Frankfurt-Museum versteht sich das Historische Museum auch als Sprachrohr der konkret Betroffenen. Bei der Finissage am 1. Februar besteht letztmals Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen, selbst mitzudiskutieren und mit den Kuratorinnen und Stadtlaborant*innen direkt ins Gespräch zu kommen.
Finissage und „Meet and Greet“ im Stadtlabor „Alle Tage Wohnungsfrage. Vom Privatisieren, Sanieren und Protestieren“ (18.6.25 – 1.2.26) mit den Kuratorinnen Katharina Böttger und Angelina Schäfer und mit Stadtlaborant*innen
Datum: Sonntag, 1. Februar 2026, 15 Uhr
Ort: Ebene 3, HMF
Eintritt: 8 €/ermäßigt 4 €
Am Sonntag, den 1. Februar endet ebenfalls die Sonderausstellung „Bewegung! Frankfurt und die Mobilität“ in Ebene 0 im großen Ausstellungshaus. Mehr Informationen unter: https://historisches-museum-frankfurt.de/de/ausstellungen/bewegung
Letzte Gelegenheit: Finissage des Stadtlabors „Alle Tage Wohnungsfrage. Vom Privatisieren, Sanieren und Protestieren“
Rundgang und „Meet and Greet“ mit den Kuratorinnen Katharina Böttger und Angelina Schäfer zusammen mit Stadtlaborant*innen der Ausstellung
Sonntag, 1. Februar 2026, 15 Uhr
Ebene 3, großes Ausstellungshaus, Bereich „Frankfurt Jetzt!“
