Kalender



Jul
13
Sa
7. Schaufenster Ausstellung “Public Viewing” der WestAteliers Frankfurt @ Atelier von Michael Bloeck, Langenhainer Str. / Ecke Idsteiner Str., 60326 Frankfurt
Jul 13 ganztägig


Unter dem Titel >Public Viewing< laden die WestAteliers in Frankfurt am Main vom 06.07.  –  14.07. 2024 zur siebten SchaufensterAusstellung ins Gallusviertel ein.
Sieben Atelierläden in der denkmalgeschützten Hellerhofsiedlung beteiligen sich an der Ausstellung mit offenen Ateliers und einem vielfältigen Begleitprogramm.

Die ausstellenden Künstler:innen sind:
Ruth Luxenhofer mit Katrin Paul als Gast, Maike Häusling mit Sabin Rak als Gast, Michael Bloeck mit Eric Schrade als Gast, Franz Konter mit Klaus Weinbrenner als Gast, Leonore Poth, Simon Ndrejaj, Jan-Malte Strijek

Ausstellungsdauer: 06.07. – 14.07. 2024, täglich 24 Stunden sichtbar
Eröffnung: Samstag 06.07.2024, 16 Uhr

Mit Künstler:innen der WestAteliers und Gregors elektronische Töne.

Am Atelier von Michael Bloeck,
Langenhainer Str. / Ecke Idsteiner Str.
Offene Ateliers: Samstag 06.07. 16.00 3 19.00 Uhr
Sonntag 07.07. 13.00 3 19.00 Uhr
Samstag 13.07. 14.00 3 19.00 Uhr
Sonntag 14.07. 14.00 3 18.00 Uhr

Ausstellungsorte: Alle sieben Ateliers befinden sich entlang der Idsteiner Straße, zwischen Fischbacher Straße und Lorsbacher Straße, sowie auf der Frankenallee.

Atelier Konter,
Hornauerstr. 25A / Ecke Idsteiner Straße
60326 Frankfurt am Main

Kurzvorstellung WestAteliers

Die WestAteliers sind eine Gruppe von Künstler:innen, die in der Hellerhofsiedlung im Gallusviertel in Frankfurt am Main jeweils ein ebenerdiges Atelier mit Ladenfront haben. Die WestAteliers bestehen seit 2013, als mit Hilfe eines städtischen Förderprogramms ehemals leerstehende Ladenflächen der ABG Frankfurt Holding in der Hellerhofsiedlung bezogen
wurden. Es sind acht Atelierläden die nah beieinander, entlang der Idsteiner Straße, liegen. Die Künstler:innen arbeiten in vielen Disziplinen, von Fotografie, Malerei, Zeichnungen, Installation, Film, Drucktechniken bis hin zu partizipativen Kunstprojekten.

Wir Künstler:innen empfinden das Viertel als sozial stark, vielfältig und liebenswert. Durch unsere Kunst wollen wir es kulturell beleben und Begegnung, Verständnis und Vielfalt schaffen
und fördern<, so Ruth Luxenhofer, die von Anfang an dabei ist.

Das Gallusviertel ist Frankfurts größter Stadtteil (2021: 42.200 Einwohner:innen), und der Ausländeranteil liegt in dem multikulturellen Stadtteil bei knapp 44 Prozent. Die Hellerhofsiedlung entstand 1929 -1936 und wurde im Rahmen des Wohnungsbauprogramms >Neues Frankfurt< von dem Bauhaus Architekten und Designer Mart Stam entworfen. Das >Neue Frankfurt< erneuerte das Verhältnis von Wohnen und Arbeiten, essetzten ästhetisch neue Maßstäbe und stellte eine gesamtgesellschaftliche Reformbewegung dar. Heute steht die Siedlung unter Denkmalschutz.

https://ernst-may-gesellschaft.de/wohnsiedlungen/hellerhofsiedlung

Public Viewing 3 SchaufensterAusstellung 7, 2024
Unter dem Titel Public Viewing findet vom 06.07. 3 14.07 2024 die 7. SchaufensterAusstellung der WestAteliers statt. Sieben Künstler:innen der WestAteliers sowie vier Gastkünstler:innen
beteiligt sich an ihr. Durch die großen Fensterfronten und die Ebenerdigkeit der Ateliers besteht ein Kontakt mit der Nachbarschaft und lädt sie zu einer kulturellen und sehr niedrigschwelligen Teilhabe ein.

Die SchaufensterAusstellung 7 wird für 9 Tage á 24 Stunden sichtbar, nachts werden die Schaufenster beleuchtet. An den beiden Wochenenden, jeweils samstags und sonntags, sind die
Ateliers für Besucher:innen geöffnet. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Begleitprogramm: eine Architekturführung, Art Talks mit den Gastkünstler:innen, Live Musik auf der Straße, sowie
Verköstigungen mit Sonntagskaffee & Kuchen sowie Würstchen & Bier.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden sind willkommen.
(Das Gesamtprogramm entnehmen Sie bitte der beigefügten Einladungskarte.)

Hintergrund
Das Konzept der Schaufensterausstellung hat seinen Ursprung in der Pandemie, als die Künstler:innen beschlossen, die Fensterfronten ihrer Ateliers gemeinsam zu bespielen. Im Fokus
der Ausstellungen steht die Begegnung. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum zugänglich zu machen und Räume des gemeinsamen Austausches zu schaffen.

Im nun vierten Jahr in Folge veranstalten die WestAteliers solch eine Ausstellung und es ist zunehmend gelungen über die Stadtteilgrenzen Publikum anzulocken und zu einem
Veranstaltungsformat in der Frankfurter Kulturlandschaft zu wachsen. Hier treffen sich Menschen, die ansonsten kaum Berührungspunkte haben. Vom kunstinteressierten
Bänker bis zum neugierigen Nachbar:innen.

Informationen Künstler*innen:
Die Arbeiten der Künstler:innen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen, so werden mit intuitiven und konzeptionellen Ansätzen Themen wie Stadtplanung oder Entwicklungen in
unseren Ökosystemen bearbeitet, aber auch philosophische Fragen nach der eigenen Wahrnehmung, dem Fühlen und Sehen aufgeworfen.

An der der Public Viewing SchaufensterAusstellung 7 sind folgende Künstler:innen beteiligt:
Ruth Luxenhofer und Katrin Paul (Gast) Ruth Luxenhofers Medien sind Malerei und künstlerische Druckgrafiken, mit dem Schwerpunkt Natur. Unter dem Titel “wieder Tage am Wald< zeigt Ruth Luxenhofer neue Arbeiten im kleinen Format. Die Bilder sind in Öl gearbeitet und in plein-air sessions im Wald entstanden. Mit genauer Beobachtung und intuitiven Setzungen sucht die Malerin dem Raum und der Atmosphäre kleine Bilder zu geben. Ihr diesjähriger Gast ist die Frankfurter Künstlerin Katrin Paul mit einer raumgreifende Papierinstallationen. >Papier, geduldig und zugleich formbar, wird von ihr auf radikale Weise bearbeitet. Sie zerkratzt und quetscht es, bringt es bis zur Explosion, verschüttet Flüssigkeiten darauf 3 Trotz dieser brachialen Vorgehensweise entstehen stille, fast mediative Installationen, poetische Raumaneignungen und Anmutungen, die die Betrachter:in dazu einladen, in die Tiefe des menschlichen Seins einzutauchen.

< Maike Häusling und Sabin Rak (Gast Maike Häusling porträtiert Sperrmüllansammlungen, die sie meistens in ihrem direkten Umfeld in Frankfurt am Main findet. Oft stehen die ungeordneten Haufen im starken Kontrast zu den Häuserfassaden und anderen städtischen Architekturen. Als Malgrund nutzt sie Bretter vom Sperrmüll. >

Als Bildhauerin sehe ich in den Sperrmüllhaufen temporäre, unbeabsichogte Skulpturen. Mich fasziniert die Unterschiedlichkeit in der Art der Anhäufungen, in der Schichtung verschiedenster Materialien und Farben sowie ihrer Komprimierung auf engstem Raum. Sie führt zu ausgesprochen überraschenden Bildkomposioonen.< Sabin Rak (Leipzig) bezeichnet sich als Malerin und Tänzerin, da sie seit einigen Jahren auch im professionellen Rahmen auf der Bühne tanzt und performt. Ihr malerisches Werk zeigt zumeist menschenleere Innenräume, eingerichtete Räume in einem Augenblick hinterlassen, sie scheinen zu sprechen und sie geben Auskunp über den Menschen, der den Raum  verlassen hat. Op sind es Moove, die eine persönliche Verbindung zur Künstlerin herstellen. Ihr Fokus liegt aber nicht auf der Verbindung zu ihr, sondern der Verbindung der Gegenstände zueinander, des Raums, des Augenblicks. Michael Bloeck und Eric Schrade (Gast) Michael Bloeck zeigt Kunst mit dem B-Faktor. >Heute bleibt leider keine Zeit für ästhetische Betrachtungen, sondern nur für den schnellen Strich mit politischen Inhalten<. Diese stellt er mit Zeichnungen und Monotypien da. Sein Jahresslogan, der in Lyon auf Demo Plakaten ausgestellt wird, ist folgender: >Lest: Hannah Arendt und Kant – Stoppt: Le Pen, Höcke, Putin, Trump!< Bloeck übernimmt mit seinem Gast Eric Schrade dessen Thema: Radical Action. Die ist auch der Titel des Künstlergesprächs. Eric Schrade Jäckson´s: >Meine Jäckson8s entstehen fast von selbst. Sie sagen mir, wie sie in real aussehen. Acrylfarben werden von mir direkt auf die Leinwand aufgetragen. Mit dem Spachtel werden die Farben verteilt, und mit verschiedenen Pinseln werden die Gesichts-Konturen gemalt. Die Jäckson8s sind Wesen, die auf unserer Erde leben. Meine Kunstwerke zeigen ihre wahren Gesichter. In der Öffentlichkeit sieht man sie nur mit menschlicher Maske<. Franz Konter und Klaus Weinbrenner (Gast) “duo” 3 Gemeinschaftsarbeiten “duO” sind die Maler/Zeichner Franz Konter (Frankfurt) und Klaus Weinbrenner (Alfter), die seit mehr als 30 Jahren neben ihrer individuellen künstlerischen Produktion zusammenarbeiten. Aus diesem prozesshaft offenen Ansatz entsteht eine eigene Bildsprache, in der beide Künstler enthalten sind und trotzdem zu etwas anderem finden. Leonore Poth Stadtbilder Leonore Poth zeigt Tuschebilder aus der direkten Umgebung in der Hellerhof – Siedlung, eine Messeturm-Aquarell-Serie und das neueste Thema: Der Abriss des ehemaligen FAZ – Gebäudes in der Nähe der Galluswarte. Diesem Abriss hat sie sich mit Pastellkreide – Zeichnungen gewidmet. Simon Ndrejaj Porträts und Comics Jan-Malte Strijek Streetart und Graffitiaufträge


Jul
14
So
7. Schaufenster Ausstellung “Public Viewing” der WestAteliers Frankfurt @ Atelier von Michael Bloeck, Langenhainer Str. / Ecke Idsteiner Str., 60326 Frankfurt
Jul 14 ganztägig


Unter dem Titel >Public Viewing< laden die WestAteliers in Frankfurt am Main vom 06.07.  –  14.07. 2024 zur siebten SchaufensterAusstellung ins Gallusviertel ein.
Sieben Atelierläden in der denkmalgeschützten Hellerhofsiedlung beteiligen sich an der Ausstellung mit offenen Ateliers und einem vielfältigen Begleitprogramm.

Die ausstellenden Künstler:innen sind:
Ruth Luxenhofer mit Katrin Paul als Gast, Maike Häusling mit Sabin Rak als Gast, Michael Bloeck mit Eric Schrade als Gast, Franz Konter mit Klaus Weinbrenner als Gast, Leonore Poth, Simon Ndrejaj, Jan-Malte Strijek

Ausstellungsdauer: 06.07. – 14.07. 2024, täglich 24 Stunden sichtbar
Eröffnung: Samstag 06.07.2024, 16 Uhr

Mit Künstler:innen der WestAteliers und Gregors elektronische Töne.

Am Atelier von Michael Bloeck,
Langenhainer Str. / Ecke Idsteiner Str.
Offene Ateliers: Samstag 06.07. 16.00 3 19.00 Uhr
Sonntag 07.07. 13.00 3 19.00 Uhr
Samstag 13.07. 14.00 3 19.00 Uhr
Sonntag 14.07. 14.00 3 18.00 Uhr

Ausstellungsorte: Alle sieben Ateliers befinden sich entlang der Idsteiner Straße, zwischen Fischbacher Straße und Lorsbacher Straße, sowie auf der Frankenallee.

Atelier Konter,
Hornauerstr. 25A / Ecke Idsteiner Straße
60326 Frankfurt am Main

Kurzvorstellung WestAteliers

Die WestAteliers sind eine Gruppe von Künstler:innen, die in der Hellerhofsiedlung im Gallusviertel in Frankfurt am Main jeweils ein ebenerdiges Atelier mit Ladenfront haben. Die WestAteliers bestehen seit 2013, als mit Hilfe eines städtischen Förderprogramms ehemals leerstehende Ladenflächen der ABG Frankfurt Holding in der Hellerhofsiedlung bezogen
wurden. Es sind acht Atelierläden die nah beieinander, entlang der Idsteiner Straße, liegen. Die Künstler:innen arbeiten in vielen Disziplinen, von Fotografie, Malerei, Zeichnungen, Installation, Film, Drucktechniken bis hin zu partizipativen Kunstprojekten.

Wir Künstler:innen empfinden das Viertel als sozial stark, vielfältig und liebenswert. Durch unsere Kunst wollen wir es kulturell beleben und Begegnung, Verständnis und Vielfalt schaffen
und fördern<, so Ruth Luxenhofer, die von Anfang an dabei ist.

Das Gallusviertel ist Frankfurts größter Stadtteil (2021: 42.200 Einwohner:innen), und der Ausländeranteil liegt in dem multikulturellen Stadtteil bei knapp 44 Prozent. Die Hellerhofsiedlung entstand 1929 -1936 und wurde im Rahmen des Wohnungsbauprogramms >Neues Frankfurt< von dem Bauhaus Architekten und Designer Mart Stam entworfen. Das >Neue Frankfurt< erneuerte das Verhältnis von Wohnen und Arbeiten, essetzten ästhetisch neue Maßstäbe und stellte eine gesamtgesellschaftliche Reformbewegung dar. Heute steht die Siedlung unter Denkmalschutz.

https://ernst-may-gesellschaft.de/wohnsiedlungen/hellerhofsiedlung

Public Viewing 3 SchaufensterAusstellung 7, 2024
Unter dem Titel Public Viewing findet vom 06.07. 3 14.07 2024 die 7. SchaufensterAusstellung der WestAteliers statt. Sieben Künstler:innen der WestAteliers sowie vier Gastkünstler:innen
beteiligt sich an ihr. Durch die großen Fensterfronten und die Ebenerdigkeit der Ateliers besteht ein Kontakt mit der Nachbarschaft und lädt sie zu einer kulturellen und sehr niedrigschwelligen Teilhabe ein.

Die SchaufensterAusstellung 7 wird für 9 Tage á 24 Stunden sichtbar, nachts werden die Schaufenster beleuchtet. An den beiden Wochenenden, jeweils samstags und sonntags, sind die
Ateliers für Besucher:innen geöffnet. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Begleitprogramm: eine Architekturführung, Art Talks mit den Gastkünstler:innen, Live Musik auf der Straße, sowie
Verköstigungen mit Sonntagskaffee & Kuchen sowie Würstchen & Bier.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden sind willkommen.
(Das Gesamtprogramm entnehmen Sie bitte der beigefügten Einladungskarte.)

Hintergrund
Das Konzept der Schaufensterausstellung hat seinen Ursprung in der Pandemie, als die Künstler:innen beschlossen, die Fensterfronten ihrer Ateliers gemeinsam zu bespielen. Im Fokus
der Ausstellungen steht die Begegnung. Ziel ist es, Kunst im öffentlichen Raum zugänglich zu machen und Räume des gemeinsamen Austausches zu schaffen.

Im nun vierten Jahr in Folge veranstalten die WestAteliers solch eine Ausstellung und es ist zunehmend gelungen über die Stadtteilgrenzen Publikum anzulocken und zu einem
Veranstaltungsformat in der Frankfurter Kulturlandschaft zu wachsen. Hier treffen sich Menschen, die ansonsten kaum Berührungspunkte haben. Vom kunstinteressierten
Bänker bis zum neugierigen Nachbar:innen.

Informationen Künstler*innen:
Die Arbeiten der Künstler:innen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen, so werden mit intuitiven und konzeptionellen Ansätzen Themen wie Stadtplanung oder Entwicklungen in
unseren Ökosystemen bearbeitet, aber auch philosophische Fragen nach der eigenen Wahrnehmung, dem Fühlen und Sehen aufgeworfen.

An der der Public Viewing SchaufensterAusstellung 7 sind folgende Künstler:innen beteiligt:
Ruth Luxenhofer und Katrin Paul (Gast) Ruth Luxenhofers Medien sind Malerei und künstlerische Druckgrafiken, mit dem Schwerpunkt Natur. Unter dem Titel “wieder Tage am Wald< zeigt Ruth Luxenhofer neue Arbeiten im kleinen Format. Die Bilder sind in Öl gearbeitet und in plein-air sessions im Wald entstanden. Mit genauer Beobachtung und intuitiven Setzungen sucht die Malerin dem Raum und der Atmosphäre kleine Bilder zu geben. Ihr diesjähriger Gast ist die Frankfurter Künstlerin Katrin Paul mit einer raumgreifende Papierinstallationen. >Papier, geduldig und zugleich formbar, wird von ihr auf radikale Weise bearbeitet. Sie zerkratzt und quetscht es, bringt es bis zur Explosion, verschüttet Flüssigkeiten darauf 3 Trotz dieser brachialen Vorgehensweise entstehen stille, fast mediative Installationen, poetische Raumaneignungen und Anmutungen, die die Betrachter:in dazu einladen, in die Tiefe des menschlichen Seins einzutauchen.

< Maike Häusling und Sabin Rak (Gast Maike Häusling porträtiert Sperrmüllansammlungen, die sie meistens in ihrem direkten Umfeld in Frankfurt am Main findet. Oft stehen die ungeordneten Haufen im starken Kontrast zu den Häuserfassaden und anderen städtischen Architekturen. Als Malgrund nutzt sie Bretter vom Sperrmüll. >

Als Bildhauerin sehe ich in den Sperrmüllhaufen temporäre, unbeabsichogte Skulpturen. Mich fasziniert die Unterschiedlichkeit in der Art der Anhäufungen, in der Schichtung verschiedenster Materialien und Farben sowie ihrer Komprimierung auf engstem Raum. Sie führt zu ausgesprochen überraschenden Bildkomposioonen.< Sabin Rak (Leipzig) bezeichnet sich als Malerin und Tänzerin, da sie seit einigen Jahren auch im professionellen Rahmen auf der Bühne tanzt und performt. Ihr malerisches Werk zeigt zumeist menschenleere Innenräume, eingerichtete Räume in einem Augenblick hinterlassen, sie scheinen zu sprechen und sie geben Auskunp über den Menschen, der den Raum  verlassen hat. Op sind es Moove, die eine persönliche Verbindung zur Künstlerin herstellen. Ihr Fokus liegt aber nicht auf der Verbindung zu ihr, sondern der Verbindung der Gegenstände zueinander, des Raums, des Augenblicks. Michael Bloeck und Eric Schrade (Gast) Michael Bloeck zeigt Kunst mit dem B-Faktor. >Heute bleibt leider keine Zeit für ästhetische Betrachtungen, sondern nur für den schnellen Strich mit politischen Inhalten<. Diese stellt er mit Zeichnungen und Monotypien da. Sein Jahresslogan, der in Lyon auf Demo Plakaten ausgestellt wird, ist folgender: >Lest: Hannah Arendt und Kant – Stoppt: Le Pen, Höcke, Putin, Trump!< Bloeck übernimmt mit seinem Gast Eric Schrade dessen Thema: Radical Action. Die ist auch der Titel des Künstlergesprächs. Eric Schrade Jäckson´s: >Meine Jäckson8s entstehen fast von selbst. Sie sagen mir, wie sie in real aussehen. Acrylfarben werden von mir direkt auf die Leinwand aufgetragen. Mit dem Spachtel werden die Farben verteilt, und mit verschiedenen Pinseln werden die Gesichts-Konturen gemalt. Die Jäckson8s sind Wesen, die auf unserer Erde leben. Meine Kunstwerke zeigen ihre wahren Gesichter. In der Öffentlichkeit sieht man sie nur mit menschlicher Maske<. Franz Konter und Klaus Weinbrenner (Gast) “duo” 3 Gemeinschaftsarbeiten “duO” sind die Maler/Zeichner Franz Konter (Frankfurt) und Klaus Weinbrenner (Alfter), die seit mehr als 30 Jahren neben ihrer individuellen künstlerischen Produktion zusammenarbeiten. Aus diesem prozesshaft offenen Ansatz entsteht eine eigene Bildsprache, in der beide Künstler enthalten sind und trotzdem zu etwas anderem finden. Leonore Poth Stadtbilder Leonore Poth zeigt Tuschebilder aus der direkten Umgebung in der Hellerhof – Siedlung, eine Messeturm-Aquarell-Serie und das neueste Thema: Der Abriss des ehemaligen FAZ – Gebäudes in der Nähe der Galluswarte. Diesem Abriss hat sie sich mit Pastellkreide – Zeichnungen gewidmet. Simon Ndrejaj Porträts und Comics Jan-Malte Strijek Streetart und Graffitiaufträge


Jul
19
Fr
New Romantics – von der Sehnsucht in der Kunst der Gegenwart
Jul 19 um 18:30 – 21:00


Die Ausstellung „New Romantics – von der Sehnsucht in der Kunst der Gegenwart“ ist ab dem 20. Juli bis zum 3. November zu erleben. 

Vernissage: Freitag, 19. Juli 2024 um 18.30 Uhr im Helmut-Schöler-Saal des Schlösschens im Hofgarten in Wertheim am Main.

Mit der Bitte um eine kurze Rückmeldung zu Ihrem Kommen unter grafschaftsmuseum@t-online.de oder
Tel. 09342 301 512 

Die Ausstellung geht der Frage nach: Was bedeutet Romantik in Zeiten von Digitalisierung, Krieg und Krisen?

Zu sehen sind abgründige Idyllen, Paralleluniversen, Wildnis, unscharfe Erinnerungsbilder, Bilder, die in eine Zukunft weisen, die ungewiss geworden ist. 

Das Schlösschen im Hofgarten bildet durch seine Rokoko-Architektur den idealen Rahmen für eine solche Gruppenausstellung. Der intime Rahmen und die kleinen Kabinette können die Sehnsucht, die sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung zieht, wunderbar erfüllen und abbilden.

Zu sehen sind Werke von Stefan Bircheneder, Tjark Ihmels, Stefanie Kettel, Anna Lehmann-Brauns, Sebastian Meschenmoser, Merzmensch, Matthias Moravek, Marc Peschke, Jan Schmelcher, Tessa Wolkersdorfer, Marco Wagner, Stella Winter, Thomas Wrede. 

| Aktuell

„Eine Erklärung des Worts romantisch kann ich Dir nicht gut schicken, weil sie 125 Bogen lang ist“, schreibt Friedrich Schlegel 1797 in einem Brief an seinen Bruder Wilhelm. Was also ist Romantik? Und wie erklärt sich die in den letzten Jahren intensiv betriebene Suche nach einem gemeinsamen geistigen Band des frühen 18. und frühen 21. Jahrhunderts?

In der von Marc Peschke gemeinsam mit der Frankfurter Galerie Greulich für das Museum Schlösschen im Hofgarten initiierten und kuratierten Ausstellung wird deutlich, dass es ein Kennzeichen der neuen Neoromantik ist, die Distanz und den Zynismus, der sich in zeitgenössischer Kunst so oft spiegelt, zu überwinden. Der Mensch und vor allem auch die Darstellung von Natur rücken in den Mittelpunkt der Arbeit zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen.

Diese Rückkehr der Natur ist auch im Zusammenhang mit einer seit den späten 60er Jahren immer stärker formulierten Fortschritts- und Wachstumskritik zu sehen. Dabei geht es in den Landschaftsdarstellungen dieser Tage nicht darum, Idyllen alter Zeiten zu rekonstruieren. Viele dieser Bilder sind als eine kritische Reflektion der Lage unserer Gesellschaft zu interpretieren. Diese Kunst versteht sich als eine ästhetische Übertragung des Verhältnisses zwischen Mensch und der ihn umgebenden Natur: Landschaft als Vexierbild sozialer und politischer Wirklichkeit.

Es ist gerade dieser nur scheinbare Widerspruch zwischen formaler Rückbesinnung und dem Einfordern eines aktuellen inhaltlichen Bezugs, von dem viele der gezeigten Kunstwerke aus Malerei und Fotografie leben. Wir sehen hier: Der romantische Geist: Er ist widersprüchlich. Formbewahrend, formauflösend, sich stets verwandelnd, schwärmerisch, aber auch ironisch. Wir fragen: Was bedeutet Romantik, Postromantik im 21. Jahrhundert? In Zeiten von Digitalisierung, Krieg und Krisen?

Wir sehen abgründige Idyllen, Paralleluniversen, Wildnis, unscharfe Erinnerungsbilder, Zitate aus der Kunstgeschichte, doch wenige Bilder, die in die Vergangenheit weisen, sondern vor allem in eine Zukunft, die ungewiss geworden ist. Es gibt keine Beständigkeit mehr. Alles ist aus den Fugen – das ist der Tenor der neoromantischen Malerei, doch der Wunsch nach Ordnung, nach Intimität, nach Geborgenheit, der ist immer noch da.

Mehr noch: Die Sehnsucht danach muss in Zeiten wie diesen stärker werden – und das 2006 als Museum wiedereröffnete Schlösschen im Hofgarten bildet schon durch seine Rokoko-Architektur den idealen Rahmen für eine solche Gruppenausstellung. Der intime Rahmen und die vergleichsweise kleinen Kabinette können eine solche Sehnsucht wunderbar erfüllen und abbilden.

In dieser Ausstellung geht es um die Fortdauer, um das sich Fortschreiben romantischer Ideen in der Kunst der Gegenwart. Um die Verbindung der inneren Welt, von Gefühlen und Gedanken des Individuums mit der äußeren Welt der Natur und der Geschichte. Weitere Aspekte sind das Sublime und das Erhabene, Eskapismus, Surrealismus, Symbolismus und Allegorie, nationale Identität und Folklore, Mystik und Spiritualität. Um Beispiele aus der Ausstellung zu nennen: Bei Sebastian Meschenmoser ist der Astronauten ein romantischer Held in einer fremden, erhabenen Umgebung, bei Tessa Wolkersdorfer ist Landschaft und Licht Ausdruck des Emotionalen oder „Jenseitigem“. Jan Schmelchers Eskapismus äußert sich dagegen im Interesse an der pop- und subkulturellen Vergangenheit. Auch Anna Lehmann-Brauns Werk stellt sich als Eskapismus dar: als romantisches Sehnen nach dem Anderen.

In Zeiten großer Verunsicherung fragen wir nach Bildern, die Zuflucht gewähren, welche die Sehnsucht nach Schönheit, nach verlorenen Paradiesen, nach Märchenbildern zulassen, die aber auch die Widersprüchlichkeit, ihr eigenes Scheitern ausstellen. Vieles ist brüchig in diesen Idyllen, abgründig, unheimlich. Und das ist ja auch der Kern romantischer Kunst: Düsternis, Subversion, Bedrohung, Illusion, Mystik, Einsamkeit, Weltflucht, Entgrenzung – man denke an die Schöpfungen von E. T. A. Hoffmann, Philipp Otto Runge, Caspar David Friedrich oder Johann Heinrich Füssli. Die Träume sind zerbrochen, doch wir träumen weiter: New Romantics.

Museum Schlösschen im Hofgarten
Würzburger Str. 30
97877 Wertheim

www.schloesschen-wertheim.de

Di bis Sa 14 bis 17 Uhr
So/Feiertage 12 bis 18 Uhr