Ralph Roger Glöckler – Gott rümpft die Nase nicht – Novellen im Kulturmaschinen Verlag

In den Novellen von Gott rümpft die Nase nicht erzählt Ralph Roger Glöckler von Außenseitern, Zweiflern und Suchenden. Seine Figuren stehen am Rand der Gesellschaft – verletzlich, widersprüchlich, voller Sehnsucht nach Sinn. Mit feiner Ironie und sprachlicher Präzision erkundet Glöckler das Verhältnis von Glaube und Zweifel, Wahrheit und Wahnsinn. Der titelgebende Satz ist Programm: Gott erscheint hier nicht als moralischer Richter, sondern als Instanz der Weite. In einer Zeit wachsender Ausgrenzung verleiht dieses Buch jenen eine Stimme, die selten gehört werden. Atmosphärisch dicht und literarisch anspruchsvoll sind diese Novellen stille Interventionen gegen Engstirnigkeit. Ein Buch von humanistischer Kraft – poetisch, klug und überraschend gegenwärtig.

Klappentext

Gott rümpft die Nase nicht versammelt Novellen über Menschen am Rand – über Außenseiter, Suchende, seelisch Verwundete, über jene, die nicht hineinpassen in eine Welt der schnellen Urteile und der moralischen Gewissheiten. Ralph Roger Glöckler erzählt von Figuren, die ihr Glück suchen und es oft verfehlen – und doch nicht aufhören zu hoffen. Seine Protagonistinnen und Protagonisten sind Fremde in der eigenen Gesellschaft, Gefallene ohne Pathos, Zweifler ohne ideologische Gewissheit. Sie glauben, sie verzweifeln, sie lieben – manchmal gegen alle Wahrscheinlichkeit. Der titelgebende Satz Gott rümpft die Nase nicht ist Programm: Glöcklers Gott ist kein moralischer Buchhalter, kein Spießer, kein strafender Advokat. Er ist eine poetische Möglichkeit – ein Gegenbild zu Engstirnigkeit, Dogmatismus und Ausgrenzung. In einer Zeit, in der Minderheiten ihre Existenz wieder rechtfertigen müssen, verleiht dieses Buch ihnen eine Stimme – zärtlich, ironisch, existenziell. Sprachlich fein komponiert, atmosphärisch dicht und von stiller Radikalität sind diese Novellen literarische Interventionen gegen Gleichgültigkeit.

Autorenvita

Ralph Roger Glöckler, geboren 1950 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik, Romanistik (Französisch/Portugiesisch) und Völkerkunde in Tübingen. Jahrzehntelang lebte er in Lissabon und recherchierte wiederholt in den USA – Erfahrungen, die seine literarische Sensibilität für Fremdheit, kulturelle Übergänge und existenzielle Grenzerfahrungen prägten. Als Autor von Gedichten, Reisebüchern, Erzählungen und Romanen sowie als Übersetzer aus dem Portugiesischen verbindet er sprachliche Präzision mit weltläufiger Perspektive. In Gott rümpft die Nase nicht verdichten sich seine Themen – Glaube, Zweifel, Außenseitertum und die fragile Würde des Einzelnen – zu einem konzentrierten novellistischen Kosmos. Glöckler ist Mitglied des PEN Zentrums Deutschland.

Ralph Roger Glöckler
Gott rümpft die Nase nicht – Roman im Kulturmaschinen Verlag
Novellen
316 Seiten
kart. / geb. / eBook
ISBN: 978-3-96763-388-7 (PB)
978-3-96763-389-4 (HC)
978-3-96763-390-0 (.epub)

Erschienen am 20. März 2026

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert