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„Ich habe die tschechische Sprache geheiratet.“ Reiner Kunze und die tschechische Poesie
29. September @ 18:00 – 20:00
Anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse zeigt die Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung auf dem Vorplatz der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main die Wanderausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet.“ Reiner Kunze und die tschechische Poesie. Sie widmet sich dem literarischen Werk des Lyrikers, Übersetzers und Schriftstellers Reiner Kunze im deutsch tschechischen Kontext.
Zur Eröffnung am 29. September 2026, 19:00 Uhr, sprechen Frank Scholze, Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, und Prof. Tomáš Kubíček, Generaldirektor der Mährischen Landesbibliothek. Die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein, führt anschließend in die Ausstellung ein. Der Schauspieler Victor Schefé liest aus Reiner Kunzes bedeutendem Prosaband „Die wunderbaren Jahre“, der vor 50 Jahren zur Frankfurter Buchmesse erstmals erschien und mit dem Kunze zugleich seine in der damaligen Tschechoslowakei verfolgten Schriftstellerfreunde unterstützte. Musikalisch wird der Abend vom Cello-Duo Hyun-Jung und Julius Berger begleitet. Es moderiert die Vorstandsvorsitzende der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung, Renate Braun.
Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein ist Historikerin und Kuratorin der Ausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet“ Reiner Kunze und die tschechische Poesie. Sie ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung und Geschäftsführerin des Labors für Demokratiebildung an der Universität Passau. Seit vielen Jahren ist sie im Ausstellungswesen tätig und forscht und publiziert insbesondere zum Thema Widerstand gegen Diktaturen.
Victor Schefé, 1967 in der DDR geboren, ist 1986 nach West-Berlin ausgereist. Er startete seine Karriere als Schauspieler an Berliner Off-Theatern, wenig später übernahm er Hauptrollen am Schauspielhaus Wien. Bis heute wirkte er in über achtzig Film- und TV-Produktionen mit, von „Tatort“ bis „Bewegte Männer“, ab 2010 auch international, in „Bridge of Spies“ unter der Regie von Steven Spielberg, im James-Bond-Film „Spectre“ und in drei Staffeln „Borgia“. Victor Schefé ist Regisseur und Produzent von „B. i. N. – Berlin im November“. Mitglied der Deutschen Filmakademie und Unterzeichner der Initiative #actout. „Zwei, drei blaue Augen“ ist sein Romandebüt.
Julius Berger, geboren in Augsburg, zählt seit über 40 Jahren zu den renommierten Cellisten seiner Generation. Als Solist und Kammermusiker konzertiert er international und hat mehr als 75 CDs eingespielt. Von 2000 bis 2019 lehrte er an der Universität Augsburg und gibt weltweit Meisterkurse. Ein besonderes Anliegen sind ihm die Wiederentdeckung unbekannter Cellowerke Boccherinis sowie die zeitgenössische Musik. Zahlreiche Werke wurden für ihn komponiert und von ihm uraufgeführt. Julius Berger ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und Autor mehrerer Bücher.
Hyun-Jung Berger, geboren in Seoul/Südkorea, studierte bei Hae-Geun Kang, Julius Berger und Thomas Demenga. Seit 2008 ist sie Dozentin für Violoncello am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. 2025 gründete sie die Cello-Akademie „CelloPassionato“ in Füssen. Als Solistin und Kammermusikerin gastierte sie bei renommierten Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Rheingau Musik Festival und dem Kammermusikfest Lockenhaus. Sie konzertierte u. a. mit den Festival Strings Luzern, der Kremerata Baltica, dem Basler Sinfonieorchester und dem Seoul Philharmonic Orchestra.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Reiner und Elisabeth Kunze Stiftung mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.
Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main
Treffpunkt: Vortragssaal, Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Dauer: 90 Minuten
Kosten: Eintritt frei
Anmeldung: Per Klick auf den obigen Anmeldebutton.
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Barrierefreiheit: Die Räumlichkeiten, in denen die Veranstaltung stattfindet, sind rollstuhlgerecht zugänglich.
Kontakt: exilarchiv@dnb.de
Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
