Jan
29
Mi
Enteignen, bauen, Mieten deckeln: Wie bleibt Wohnen bezahlbar? @ phoenix
Jan 29 um 22:15 – Jan 30 um 0:15


Es ist wohl eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit: Wie kann Wohnraum bezahlbar bleiben? Seit Jahren steigen die Mieten in ungeahnte Höhen – vor allem in Ballungsgebieten. In Berlin stieg der Mietpreis in den vergangenen 15 Jahren durchschnittlich um rund 60 Prozent, hier ist die Auseinandersetzung wie unter einem Brennglas zu beobachten: Im Spätsommer riefen Miet-Aktivisten dazu auf, die “Deutsche Wohnen”, einen der großen privaten Immobilien-Riesen, zu enteignen. Der Berliner Senat wiederum beschloss im Juni 2019 einen Gesetzentwurf zur Deckelung von Mieten bis hin zur Kappung. Obwohl das Gesetz noch nicht beschlossen ist, sorgt das Vorhaben bereits für Aufregung.

Sind solche drastischen Eingriffe in den Wohnungsmarkt legitim? Können sie den überhitzten Markt abkühlen? Welche unerwünschten Folgen kann ein Mietendeckel haben? Gegner des Gesetzes warnen, dass es die Investitionen in Wohnungs-Sanierungen zurückfahren würde – mit Einbußen für die Bauwirtschaft. Und müsste es nicht ohnehin viel mehr Anreize zum Bau neuer Wohnungen geben?

Der Ereignis- und Dokumentationskanal phoenix und der Tagesspiegel laden die Bürgerinnen und Bürger in und um Berlin dazu ein, offen ihre Meinung zu diesem Thema zu äußern. Die Gelegenheit dazu haben sie in der nächsten Folge der Talksendung “wir müssen reden: der phoenix-Bürgerabend”, die am Mittwoch, den 29. Januar 2020, 19.00 bis 20.00 Uhr in Berlin aufgezeichnet wird. Das Thema: “Enteignen, bauen, Mieten deckeln: Wie bleibt Wohnen bezahlbar?” Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und Umgebung, die mitdiskutieren wollen. Moderieren werden Christina von Ungern-Sternberg und Alfred Schier. Sendetermin ist am 29. Januar 2020, 22.15 Uhr.

Wenn auch Sie an unserem phoenix-Bürgerabend mitdiskutieren wollen, mailen Sie uns: wirmuessenreden@phoenix.de oder rufen Sie an: 030/20267-120.


Jan
30
Do
Felix von Manteuffel liest “Jakob auf der Leiter” von Henry Jaeger @ Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt
Jan 30 um 19:30 – 21:30


Mit „Der Gröschaz“, einem Roman über sein außergewöhnliches Leben, startete im September 2019 das Projekt zur Erinnerung an den Frankfurter Autor und Gauner Henry Jaeger. Mit der Neuauflage seines Frankfurt-Romans „Jakob auf der Leiter“ setzt es sich fort. Anlässlich des 20. Todestages Jaegers liest Felix von Manteuffel aus dem Werk, das erstmals 1973 erschien. “Jakob auf der Leiter” ist die Geschichte eines Schwachen. Es ist gleichzeitig der Roman Henry Jaegers, der die stärksten autobiografischen Züge trägt. In “Jakob auf der Leiter” lässt er ein Stück Frankfurter Stadtgeschichte (von 1927 bis etwa 1970) auferstehen, gespiegelt in den großen Umwälzungen der Welt.

Jakob Stein, der das unglaubliche Leben des Bankräubers und Schriftstellers Henry Jaeger zu einem Roman verarbeitet hat, spricht mit Harry Oberländer über den fast vergessenen Autor.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem B3 Verlag

Donnerstag, 30. Januar 2020, 19:30 Uhr

Felix von Manteuffel liest „Jakob auf der Leiter“ von Henry Jaeger
Gespräch mit Jakob Stein

Moderation: Harry Oberländer

Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 8 Euro

Kartenreservierung unter www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt
Kartenverkauf überall im Hessen Shop und an der Abendkasse


Jan
31
Fr
Junge Frau in der kalten Welt der Moderne @ IG-Farben-Nebengebäude, Frankfurt
Jan 31 um 19:30 – 21:30


Die Chaincourt Theatre Company stellt Ende Januar ihr neues Stück vor: „Machinal“ von Sophie Treadwell. Insgesamt wirken 22 Studierende der Goethe-Universität sowohl auf der Bühne als auch in den Kulissen in diesem anspruchsvollen Theaterstück mit. James Fisk, Lektor für Englisch am Institut für England- und Amerikastudien, führt zum wiederholten Male Regie und bringt seine mehrjährige Theatererfahrung zum vollen Einsatz, um die Studierenden künstlerisch zu unterstützen. Die kreative Umsetzung des Stückes durch Kostüme, Bühnenbild und Technik wird von Studierenden des Fachbereichs 10 übernommen.

„Machinal“ ist ein seltenes Beispiel des amerikanischen avantgardistischen Expressionismus und wurde von der Dramatikerin Sophie Treadwell geschrieben. Basierend auf dem echten Fall der Ruth Brown Snyder, die am 12. Januar 1928 wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, hatte „Machinal“ seine Uraufführung am Broadway im Plymouth Theater am 7. September 1928. In den Hauptrollen spielten die österreichische Schauspielerin Zita Johann und Clark Gable, der später Rhett Butler in der Hollywood-Verfilmung von „Vom Winde verweht“ wurde. In „Machinal“ folgen die Zuschauer der Figur der “Young Woman”, einer sanften Frau, die sich gefangen fühlt in einer emotional kalten und auf Leistung ausgerichteten Welt. In neun Episoden wird dargestellt, wie die junge Frau verzweifelt versucht, sich in diese Gesellschaft einzufügen und das tut, was von ihr erwartet wird, jedoch immer wieder dabei scheitert. Unterdrückt von ihrer Mutter und ihrem Ehemann, flieht sie schließlich in eine Affäre mit einem mysteriösen Fremden, durch den sie zum ersten Mal wirkliche Lebensfreude erfährt. Doch die Situation gerät außer Kontrolle, und die Maschine der Gesellschaft droht die “Young Woman” endgültig zu zermalmen.

Obwohl „Machinal“ nun schon über 90 Jahre alt ist, wirkt es immer noch erschreckend aktuell in seiner Darstellung von Ängsten, Burnout, von unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft, unter denen Frauen zu leiden haben, und den Gefahren einer vollkommen auf Profitgier ausgerichteten Welt. Für die Figur der “Young Woman” ist es unmöglich, in der mechanisierten und kalten Welt der Moderne zu leben, was sich im Stück besonders in den Dialogen widerspiegelt, die selten flüssig sind, sondern immer wieder durch fast schon mechanisch redende Menschen oder durch laute Geräusche der Maschinen unterbrochen werden.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2020; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2020; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr im IG-Farben-Nebengebäude, Raum NG 1.741, Campus Westend der Goethe-Universität.

Karten: 10 €/5 € (ermäßigt) erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum IG 3.257, am Campus-Westend, Tel. 793 32550); montags 10.30-16.00 Uhr; dienstags 10.00-14.00 Uhr; mittwochs 10.00-13.30 Uhr u. donnerstags 12.00-14.00 Uhr.


Feb
1
Sa
Junge Frau in der kalten Welt der Moderne @ IG-Farben-Nebengebäude, Frankfurt
Feb 1 um 19:30 – 21:30


Die Chaincourt Theatre Company stellt Ende Januar ihr neues Stück vor: „Machinal“ von Sophie Treadwell. Insgesamt wirken 22 Studierende der Goethe-Universität sowohl auf der Bühne als auch in den Kulissen in diesem anspruchsvollen Theaterstück mit. James Fisk, Lektor für Englisch am Institut für England- und Amerikastudien, führt zum wiederholten Male Regie und bringt seine mehrjährige Theatererfahrung zum vollen Einsatz, um die Studierenden künstlerisch zu unterstützen. Die kreative Umsetzung des Stückes durch Kostüme, Bühnenbild und Technik wird von Studierenden des Fachbereichs 10 übernommen.

„Machinal“ ist ein seltenes Beispiel des amerikanischen avantgardistischen Expressionismus und wurde von der Dramatikerin Sophie Treadwell geschrieben. Basierend auf dem echten Fall der Ruth Brown Snyder, die am 12. Januar 1928 wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, hatte „Machinal“ seine Uraufführung am Broadway im Plymouth Theater am 7. September 1928. In den Hauptrollen spielten die österreichische Schauspielerin Zita Johann und Clark Gable, der später Rhett Butler in der Hollywood-Verfilmung von „Vom Winde verweht“ wurde. In „Machinal“ folgen die Zuschauer der Figur der “Young Woman”, einer sanften Frau, die sich gefangen fühlt in einer emotional kalten und auf Leistung ausgerichteten Welt. In neun Episoden wird dargestellt, wie die junge Frau verzweifelt versucht, sich in diese Gesellschaft einzufügen und das tut, was von ihr erwartet wird, jedoch immer wieder dabei scheitert. Unterdrückt von ihrer Mutter und ihrem Ehemann, flieht sie schließlich in eine Affäre mit einem mysteriösen Fremden, durch den sie zum ersten Mal wirkliche Lebensfreude erfährt. Doch die Situation gerät außer Kontrolle, und die Maschine der Gesellschaft droht die “Young Woman” endgültig zu zermalmen.

Obwohl „Machinal“ nun schon über 90 Jahre alt ist, wirkt es immer noch erschreckend aktuell in seiner Darstellung von Ängsten, Burnout, von unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft, unter denen Frauen zu leiden haben, und den Gefahren einer vollkommen auf Profitgier ausgerichteten Welt. Für die Figur der “Young Woman” ist es unmöglich, in der mechanisierten und kalten Welt der Moderne zu leben, was sich im Stück besonders in den Dialogen widerspiegelt, die selten flüssig sind, sondern immer wieder durch fast schon mechanisch redende Menschen oder durch laute Geräusche der Maschinen unterbrochen werden.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2020; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2020; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr im IG-Farben-Nebengebäude, Raum NG 1.741, Campus Westend der Goethe-Universität.

Karten: 10 €/5 € (ermäßigt) erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum IG 3.257, am Campus-Westend, Tel. 793 32550); montags 10.30-16.00 Uhr; dienstags 10.00-14.00 Uhr; mittwochs 10.00-13.30 Uhr u. donnerstags 12.00-14.00 Uhr.


Feb
6
Do
Junge Frau in der kalten Welt der Moderne @ IG-Farben-Nebengebäude, Frankfurt
Feb 6 um 19:30 – 21:30


Die Chaincourt Theatre Company stellt Ende Januar ihr neues Stück vor: „Machinal“ von Sophie Treadwell. Insgesamt wirken 22 Studierende der Goethe-Universität sowohl auf der Bühne als auch in den Kulissen in diesem anspruchsvollen Theaterstück mit. James Fisk, Lektor für Englisch am Institut für England- und Amerikastudien, führt zum wiederholten Male Regie und bringt seine mehrjährige Theatererfahrung zum vollen Einsatz, um die Studierenden künstlerisch zu unterstützen. Die kreative Umsetzung des Stückes durch Kostüme, Bühnenbild und Technik wird von Studierenden des Fachbereichs 10 übernommen.

„Machinal“ ist ein seltenes Beispiel des amerikanischen avantgardistischen Expressionismus und wurde von der Dramatikerin Sophie Treadwell geschrieben. Basierend auf dem echten Fall der Ruth Brown Snyder, die am 12. Januar 1928 wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, hatte „Machinal“ seine Uraufführung am Broadway im Plymouth Theater am 7. September 1928. In den Hauptrollen spielten die österreichische Schauspielerin Zita Johann und Clark Gable, der später Rhett Butler in der Hollywood-Verfilmung von „Vom Winde verweht“ wurde. In „Machinal“ folgen die Zuschauer der Figur der “Young Woman”, einer sanften Frau, die sich gefangen fühlt in einer emotional kalten und auf Leistung ausgerichteten Welt. In neun Episoden wird dargestellt, wie die junge Frau verzweifelt versucht, sich in diese Gesellschaft einzufügen und das tut, was von ihr erwartet wird, jedoch immer wieder dabei scheitert. Unterdrückt von ihrer Mutter und ihrem Ehemann, flieht sie schließlich in eine Affäre mit einem mysteriösen Fremden, durch den sie zum ersten Mal wirkliche Lebensfreude erfährt. Doch die Situation gerät außer Kontrolle, und die Maschine der Gesellschaft droht die “Young Woman” endgültig zu zermalmen.

Obwohl „Machinal“ nun schon über 90 Jahre alt ist, wirkt es immer noch erschreckend aktuell in seiner Darstellung von Ängsten, Burnout, von unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft, unter denen Frauen zu leiden haben, und den Gefahren einer vollkommen auf Profitgier ausgerichteten Welt. Für die Figur der “Young Woman” ist es unmöglich, in der mechanisierten und kalten Welt der Moderne zu leben, was sich im Stück besonders in den Dialogen widerspiegelt, die selten flüssig sind, sondern immer wieder durch fast schon mechanisch redende Menschen oder durch laute Geräusche der Maschinen unterbrochen werden.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2020; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2020; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr im IG-Farben-Nebengebäude, Raum NG 1.741, Campus Westend der Goethe-Universität.

Karten: 10 €/5 € (ermäßigt) erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum IG 3.257, am Campus-Westend, Tel. 793 32550); montags 10.30-16.00 Uhr; dienstags 10.00-14.00 Uhr; mittwochs 10.00-13.30 Uhr u. donnerstags 12.00-14.00 Uhr.


Feb
7
Fr
Junge Frau in der kalten Welt der Moderne @ IG-Farben-Nebengebäude, Frankfurt
Feb 7 um 19:30 – 21:30


Die Chaincourt Theatre Company stellt Ende Januar ihr neues Stück vor: „Machinal“ von Sophie Treadwell. Insgesamt wirken 22 Studierende der Goethe-Universität sowohl auf der Bühne als auch in den Kulissen in diesem anspruchsvollen Theaterstück mit. James Fisk, Lektor für Englisch am Institut für England- und Amerikastudien, führt zum wiederholten Male Regie und bringt seine mehrjährige Theatererfahrung zum vollen Einsatz, um die Studierenden künstlerisch zu unterstützen. Die kreative Umsetzung des Stückes durch Kostüme, Bühnenbild und Technik wird von Studierenden des Fachbereichs 10 übernommen.

„Machinal“ ist ein seltenes Beispiel des amerikanischen avantgardistischen Expressionismus und wurde von der Dramatikerin Sophie Treadwell geschrieben. Basierend auf dem echten Fall der Ruth Brown Snyder, die am 12. Januar 1928 wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, hatte „Machinal“ seine Uraufführung am Broadway im Plymouth Theater am 7. September 1928. In den Hauptrollen spielten die österreichische Schauspielerin Zita Johann und Clark Gable, der später Rhett Butler in der Hollywood-Verfilmung von „Vom Winde verweht“ wurde. In „Machinal“ folgen die Zuschauer der Figur der “Young Woman”, einer sanften Frau, die sich gefangen fühlt in einer emotional kalten und auf Leistung ausgerichteten Welt. In neun Episoden wird dargestellt, wie die junge Frau verzweifelt versucht, sich in diese Gesellschaft einzufügen und das tut, was von ihr erwartet wird, jedoch immer wieder dabei scheitert. Unterdrückt von ihrer Mutter und ihrem Ehemann, flieht sie schließlich in eine Affäre mit einem mysteriösen Fremden, durch den sie zum ersten Mal wirkliche Lebensfreude erfährt. Doch die Situation gerät außer Kontrolle, und die Maschine der Gesellschaft droht die “Young Woman” endgültig zu zermalmen.

Obwohl „Machinal“ nun schon über 90 Jahre alt ist, wirkt es immer noch erschreckend aktuell in seiner Darstellung von Ängsten, Burnout, von unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft, unter denen Frauen zu leiden haben, und den Gefahren einer vollkommen auf Profitgier ausgerichteten Welt. Für die Figur der “Young Woman” ist es unmöglich, in der mechanisierten und kalten Welt der Moderne zu leben, was sich im Stück besonders in den Dialogen widerspiegelt, die selten flüssig sind, sondern immer wieder durch fast schon mechanisch redende Menschen oder durch laute Geräusche der Maschinen unterbrochen werden.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2020; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2020; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr im IG-Farben-Nebengebäude, Raum NG 1.741, Campus Westend der Goethe-Universität.

Karten: 10 €/5 € (ermäßigt) erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum IG 3.257, am Campus-Westend, Tel. 793 32550); montags 10.30-16.00 Uhr; dienstags 10.00-14.00 Uhr; mittwochs 10.00-13.30 Uhr u. donnerstags 12.00-14.00 Uhr.


Feb
8
Sa
Junge Frau in der kalten Welt der Moderne @ IG-Farben-Nebengebäude, Frankfurt
Feb 8 um 19:30 – 21:30


Die Chaincourt Theatre Company stellt Ende Januar ihr neues Stück vor: „Machinal“ von Sophie Treadwell. Insgesamt wirken 22 Studierende der Goethe-Universität sowohl auf der Bühne als auch in den Kulissen in diesem anspruchsvollen Theaterstück mit. James Fisk, Lektor für Englisch am Institut für England- und Amerikastudien, führt zum wiederholten Male Regie und bringt seine mehrjährige Theatererfahrung zum vollen Einsatz, um die Studierenden künstlerisch zu unterstützen. Die kreative Umsetzung des Stückes durch Kostüme, Bühnenbild und Technik wird von Studierenden des Fachbereichs 10 übernommen.

„Machinal“ ist ein seltenes Beispiel des amerikanischen avantgardistischen Expressionismus und wurde von der Dramatikerin Sophie Treadwell geschrieben. Basierend auf dem echten Fall der Ruth Brown Snyder, die am 12. Januar 1928 wegen Mordes auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde, hatte „Machinal“ seine Uraufführung am Broadway im Plymouth Theater am 7. September 1928. In den Hauptrollen spielten die österreichische Schauspielerin Zita Johann und Clark Gable, der später Rhett Butler in der Hollywood-Verfilmung von „Vom Winde verweht“ wurde. In „Machinal“ folgen die Zuschauer der Figur der “Young Woman”, einer sanften Frau, die sich gefangen fühlt in einer emotional kalten und auf Leistung ausgerichteten Welt. In neun Episoden wird dargestellt, wie die junge Frau verzweifelt versucht, sich in diese Gesellschaft einzufügen und das tut, was von ihr erwartet wird, jedoch immer wieder dabei scheitert. Unterdrückt von ihrer Mutter und ihrem Ehemann, flieht sie schließlich in eine Affäre mit einem mysteriösen Fremden, durch den sie zum ersten Mal wirkliche Lebensfreude erfährt. Doch die Situation gerät außer Kontrolle, und die Maschine der Gesellschaft droht die “Young Woman” endgültig zu zermalmen.

Obwohl „Machinal“ nun schon über 90 Jahre alt ist, wirkt es immer noch erschreckend aktuell in seiner Darstellung von Ängsten, Burnout, von unrealistischen Erwartungen der Gesellschaft, unter denen Frauen zu leiden haben, und den Gefahren einer vollkommen auf Profitgier ausgerichteten Welt. Für die Figur der “Young Woman” ist es unmöglich, in der mechanisierten und kalten Welt der Moderne zu leben, was sich im Stück besonders in den Dialogen widerspiegelt, die selten flüssig sind, sondern immer wieder durch fast schon mechanisch redende Menschen oder durch laute Geräusche der Maschinen unterbrochen werden.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar 2020; weitere Aufführungen am 1., 6., 7. und 8. Februar 2020; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr im IG-Farben-Nebengebäude, Raum NG 1.741, Campus Westend der Goethe-Universität.

Karten: 10 €/5 € (ermäßigt) erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum IG 3.257, am Campus-Westend, Tel. 793 32550); montags 10.30-16.00 Uhr; dienstags 10.00-14.00 Uhr; mittwochs 10.00-13.30 Uhr u. donnerstags 12.00-14.00 Uhr.


Feb
13
Do
Vernissage: Fotografien von Brit Horschke “The Pulse of Old Delhi – Untold Stories” @ Haus am Dom, Frankfurt am Main
Feb 13 um 18:00 – 20:00


Vom 14. Feb. bis 31. März 2020 im Haus am Dom in Frankfurt wird die Foto-Ausstellung “The Pulse of Old Delhi – Untold Stories” von Brit Horschke stattfinden. Seit über zwei Jahren porträtiert Brit Horschke die Nöte und Hoffnungen der Menschen in der Altstadt Delhis. Anlass für die Fotoserie war ihr Interesse am tieferen Durchringen von Tradition und Moderne in Indien. Hektisches Geschäftstreiben im engen Gassengewirr, ohrenbetäubender Lärm von hupenden Rikschas und Marktständen sowie eine Vielzahl unbekannter Gerüche begegnen dem Fremden: Faszination Old Delhi! Dahinter stecken jedoch Struktur und ein immer wieder kehrender Rhythmus der Menschen, die dort arbeiten und leben. Vermeintlich weit weg von Deutschland und viel stärker geprägt vom täglichen Überlebenskampf zeigen die Fotos und Interviews, dass uns im Grunde genommen jedoch die gleichen Themen verbinden, und zwar das Streben nach dem beruflichen Fortkommen sowie nach dem eigenen und familiären Glück.
Die Vernissage ist am Donnerstag, den 13. Februar 2020, 18 Uhr. Zudem werden am 18. und 26. März um jeweils 17 Uhr geführte Touren mit der Fotografin Brit Horschke durch die Ausstellung angeboten.
Eintritt kostenfrei
Ausstellungs- und Veranstaltungsort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main


Feb
19
Mi
Acht Visionen: Zukunft, Arbeit, Literatur @ Museum für Kommunikation Frankfurt, Frankfurt/Main
Feb 19 um 19:30 – 21:30


Acht Visionen und Leben & Lernen X.0. Die Texte sollen thematisch inspiriert sein von dem Projekt „Leben & Lernen X.0. Digitale Bildung – Unsere Zukunft“, welches das Museum für Kommunikation 2017 angestoßen hat. Die Informations- und Vernetzungsplattform fragt in einem aktiven Bürgerdialog „Wie bewältigen wir die digitale Transformation?“. Ausgangspunkt ist die Dauerausstellung des Kommunikationsmuseums, in der 21 namhafte Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Journalismus in einer Videogalerie Perspektiven auf die digitale Zukunft der Kommunikation eröffnen und die Bedeutung des digitalen Wandels sichtbar machen.

Vier Premierenlesungen

Die acht Autoren werden ihre Texte in vier Premierenlesungen zwischen September 2019 und April 2020 im Museum für Kommunikation präsentieren. Jeweils am darauffolgenden Vormittag bietet das Junge Literaturhaus Schulklassen die Möglichkeit, die Autoren zu ihren Visionen zu befragen. Die Gespräche werden von Museumspädagogen geleitet. Im Juni 2020 erscheinen alle Texte der „Acht Visionen“ in einer Publikation. Die Buchpremiere mit allen acht Autoren findet zum Abschluss des Projekts am 24.06.2020 im Literaturhaus statt.

Erste Lesung von Katharina Adler und Daniel Wisser
am Mittwoch,18. September 2019, 19.30 Uhr
Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53
60596 Frankfurt/Main

Lesungen im Museum für Kommunikation

· 18.09.2019: Katharina Adler und Daniel Wisser

· 27.11.2019: Isabelle Lehn und Jochen Schmidt

· 19.02.2020: Thomas von Steinaecker und Julia Wolf

· 22.04.2020: Mariana Leky und Lukas Rietzschel

Buchpremiere im Literaturhaus Frankfurt
24.06.20: Epilog und Premiere: Das Buch „Acht Visionen“ und die acht Autoren
Beginn der Veranstaltungen: 19.30 Uhr

Eintritt und Vorverkauf: 9 / 6 € im Vorverkauf. Karten für alle Veranstaltungen unter www.literaturhaus-frankfurt.de und an der Museumskasse. Der Kartenvorverkauf für die vier Veranstaltungen im Kommunikationsmuseum läuft. Karten für den Abschlussabend gibt es ab Mitte März 2020.

ACHT VISIONEN ist ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt mit dem Museum für Kommunikation in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von „experimente#digital“, der Kulturinitiative der Aventis Foundation, und dem Kulturamt Frankfurt am Main.

mfk-frankfurt.de


Feb
20
Do
bautec 2020: Urbanes Wohnen – Positionen und Perspektiven @ Conference Area, Halle 6.2, Messe Berlin
Feb 20 um 10:00 – 14:00


Kongress für Planer und Architekten am 20. Februar 2020 im Rahmen der bautec – Begrenztes Ticketkontingent – Voranmeldung zur kostenfreien Teilnahme – bautec 2020: 18. bis 21. Februar in Berlin. Nachverdichtung in Ballungszentren, bezahlbarer Wohnraum, neue Wohnstandards wie Smart City Quartiere und klimaneutrale Städte – die Anforderungen und Bedingungen für Städteplaner sowie für die Bau- und Immobilienwirtschaft unterliegen einem ständigen Wandel. Das stellt Politik, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Architekten und Planer gemeinsam vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen. Die bautec, die vom 18. bis 21. Februar 2020 in Berlin stattfindet, bietet im Rahmen des bautec Kongresses konkrete Lösungsansätze sowie die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung unter Branchenexperten.

Unter der Überschrift “Urbanes Wohnen | Positionen und Perspektiven” bringt der bautec Kongress international renommierte Expertinnen und Experten zusammen, um Perspektiven des urbanen Wohnens zu diskutieren. Beleuchtet werden neue Bauaufgaben, individuelle Wohnkonzepte und Trends, von individuellen Lösungen über innovativen mehrgeschossigen Wohnungs- und Quartiersbau bis hin zur Sanierung und Bauen im Bestand. Der eintägige Kongress findet am 20. Februar 2020 im Rahmen der bautec auf dem Berliner Messegelände statt.

Einblicke und Ausblicke in den Bereich der Forschung gewähren die Trendforscherin Oona Horx-Strathern (Future Day GmbH / Zukunftsinstitut) und Konrad Graser vom Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement an der ETH Zürich. Über Wohnvisionen in Theorie und Praxis sprechen die Architektinnen und Architekten Eike Becker, Aysin Ipekci von Studyo Architects, Verena Schmidt von Teleinternetcafe, Ritz Ritzer (bogevischs buero) sowie Jette Cathrin Hopp vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta.

Nach der erfolgreichen Premiere zur bautec 2018 mit dem Schwerpunktthema Fassade, findet der bautec Kongress im Rahmen der bautec 2020 zum zweiten Mal statt. Er bietet rund 500 Architekten, Planern und Ingenieuren die Möglichkeit, einen halben Tag lang Vorträge aus den Bereichen Forschung und Engineering sowie Architektur – national und international – zu erleben, sich auszutauschen und mit Kollegen zu vernetzen. Eröffnet wird der Kongress “Urbanes Wohnen | Positionen und Perspektiven” am 20. Februar um 9.45 Uhr (Akkreditierung ab 9 Uhr) in der Conference Area in Halle 6.2. Bereits ab 9 Uhr besteht die Möglichkeit zu geführten Rundgängen über die bautec.

Jetzt kostenlos anmelden unter: heinze.de/wohnen2020

Programm  
10.00 Uhr Städte der Zukunft
Oona Horx-Strathern, Future Day GmbH
10.30 Uhr Labor Architektur
Konrad Graser, ETH Zürich
11.30 Uhr Urbane Visionen
Eike Becker, Eike Becker Architekten
12.00 Uhr Wohnen für Alle
Aysin Ipekci, Studiyo Architects
12.30 Uhr Stadt entwickeln
Verena Schmidt, Teleinternetcafe
13.30 Uhr Wagnis Partizipation
Ritz Ritzer, bogevischs buero
14.00 Uhr Powerhouses
Jette Cathrin Hopp, Snøhetta

Mrz
22
So
Pianist Andreas Skouras im Kuhhirtenturm @ Fondation Hindemith, Frankfurt
Mrz 22 um 17:00 – 19:00


Am 22. März wird der Pianist Andreas Skouras im Kuhhirtenturm zu hören sein, der bereits 2017 und 2018 zu Gast war. Er hat diesmal ein Programm mit selten zu hörenden Klaviersuiten von Béla Bartók, Paul Hindemith, Wolfgang Amadeus Mozart und Nikos Skalkottas zusammengestellt.

Als Zwanzigjähriger wurde Paul Hindemith im Jahr 1916 zum Konzertmeister des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestellt. An seine Tätigkeit in diesem damals wie heute hochkarätigen Klangkörper erinnert seit 2015 die nach ihm benannte „Paul Hindemith Orchesterakademie“.

17 und 19.30 Uhr
Andreas Skouras (Klavier)

Béla Bartók: Suite op. 14
Paul Hindemith: Suite op. 26
Wolfgang Amadeus Mozart: Suite C-Dur KV 399
Bernhard Sekles: Suite Nr. 1 op. 34
Nikos Skalkottas: Suite Nr. 4


Pianist Andreas Skouras im Kuhhirtenturm @ Fondation Hindemith, Frankfurt
Mrz 22 um 19:30 – 21:30


Am 22. März wird der Pianist Andreas Skouras im Kuhhirtenturm zu hören sein, der bereits 2017 und 2018 zu Gast war. Er hat diesmal ein Programm mit selten zu hörenden Klaviersuiten von Béla Bartók, Paul Hindemith, Wolfgang Amadeus Mozart und Nikos Skalkottas zusammengestellt.

Als Zwanzigjähriger wurde Paul Hindemith im Jahr 1916 zum Konzertmeister des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters bestellt. An seine Tätigkeit in diesem damals wie heute hochkarätigen Klangkörper erinnert seit 2015 die nach ihm benannte „Paul Hindemith Orchesterakademie“.

17 und 19.30 Uhr
Andreas Skouras (Klavier)

Béla Bartók: Suite op. 14
Paul Hindemith: Suite op. 26
Wolfgang Amadeus Mozart: Suite C-Dur KV 399
Bernhard Sekles: Suite Nr. 1 op. 34
Nikos Skalkottas: Suite Nr. 4


Apr
3
Fr
Elbphilharmonie+ Spicy Silk Road @ Elbphilharmonie, Hamburg
Apr 3 um 20:00 – 22:00


Der chinesische Tan Dun eröffnet am Gründonnerstag 2020 das Festival “Seidenstraße” in der Elbphilharmonie, das sechs Tage lang die Vielfalt der Klänge aus den Regionen entlang der historischen Handelsroute feiert. Musiker mit Wurzeln in China, in der Mongolei, in Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Afghanistan, dem Iran, Griechenland, Italien und Deutschland trifft beim Osterfestival »Seidenstraße« (9. bis 14. April 2020) in Hamburg zusammen, um für das Publikum in der Elbphilharmonie ein vielfältiges, reiches und überaus spannendes Klangpanorama hierzulande kaum bekannter Musik aufzufächern. Die Eröffnung am Gründonnerstag gestaltet der weltberühmte chinesische Komponist und Dirigent Tan Dun, der im Großen Saal mit chinesischen Solisten, den Symphonikern Hamburg und der Internationalen Chorakademie Lübeck seine »Buddha Passion« aufführt. Karten sind ab sofort erhältlich.

Wer an die Seidenstraße denkt, hat meist Bilder von Handelskarawanen im Kopf – schwer beladene Kamele, die auf schier endlosen und gefahrvollen Wegen von Fernost über den Orient bis ins mediterrane Europa und zurück schimmernde Seidenstoffe, Pfeffer, Gewürze, Gold, Wolle oder Edelsteine tragen. Dabei war, was man seit dem 19. Jahrhundert poetisch Seidenstraße nennt, ein ganzes Geflecht an Wegen zwischen Morgen- und Abendland, das schon in vorchristlicher Zeit genutzt wurde. Die Handelsrouten führten vorbei an sagenumwobenen Städten, durch Wüsten und entlang der höchsten Gebirgsketten der Erde. Nicht nur materielle Güter reisten auf diesen Wegen, auch Ideen, Religionen, und Kulturen verbreiteten sich über die historische Seidenstraße. So sehr die Route die Phantasie der Vorfahren beschäftigte und beflügelte, so aktuell ist ihr Konzept bis auf den heutigen Tag geblieben, wie Chinas groß dimensioniertes Infrastrukturprojekt »Neue Seidenstraße« zeigt. Das Osterfestival der Elbphilharmonie, das sich im vierten Jahr in Folge mit historisch-regionalen Musikkulturen aus aller Welt beschäftigt, richtet nach »Transatlantik« (2017), »Kaukausus« (2018) und »Venedig« (2019) im kommenden Jahr nun seinen Blick auf Künstler und Kulturen aus den Ländern entlang der Seidenstraße und holt dafür zahlreiche Großmeister regionaler Musikstile nach Hamburg.

Das Publikum darf sich auf ein Programm freuen, das so vielfältig, farbenreich und für westliche Ohren oft so exotisch anmutet wie die Seidenstraße selbst. Auf das Eröffnungskonzert (9. April, 20 Uhr) mit Tan Duns Oratorium »Buddha Passion« unter der Leitung des Komponisten folgt am Karfreitag ebenfalls im Großen Saal ein Abend unter dem Titel »Eine musikalische Reise auf den Spuren von Marco Polo« mit dem griechischen Ensemble En Chordais um den Sänger und Oudspieler Kyriakos Kalaitzidis, das sich hierfür mit der legendären griechischen Volkssängerin Maria Farantouri, dem iranisch-kanadischen Ensemble Constantinople und weiteren internationalen Gästen zusammengetan hat. Ihr Konzert imaginiert Klangstationen auf der vielleicht realen, vielleicht bloß imaginierten Reise des Händlers Marco Polo aus dem venezianischen Mittelalter von Venedig über Zentralasien bis nach China (10. April, 18 Uhr).

Einen Soloabend auf der traditionellen Dombra, einer zweisaitigen Laute, und dem E-Bass gestaltet Mamer, ein chinesischer Musiker aus Xianjiang, der zur kasachischen Minderheit des Landes gehört. Die Inspiration für seinen von meditativer Innenschau geprägten Sound zieht er sich aus den Liedern der Wüstensteppe seiner Heimat Qatai (10. April, 20:30 Uhr, Kleiner Saal).
Schamanenklänge aus Kirgisistan, hervorgerufen auf hierzulande eher unerhörten Instrumenten wie Komuz, Sybyzgy, Temir Komuz oder Chopo Choor, lässt ein Trio um die charismatische Sängerin Roza Amanova erklingen (11. April, 17 Uhr, Kleiner Saal). Abends dann gibt es dort sowohl traditionelle als auch moderne Musik aus der Mongolei, wenn bei den beiden Ensembles Egschiglen & Khusugtun neben der Pferdekopfgeige, Lauten und Flöten auch der charakteristische, intensive Kehlkopfgesang und ein bisweilen schwindelerregender Groove zum Einsatz kommen (20 Uhr, Kleiner Saal).
Auch die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger bereist gemeinsam mit dem Ensemble Sarband (Leitung: Vladimir Ivanoff) bei ihrem Programm »A Breath from Paradise« die Seidenstraße in west-östlicher Richtung. Ausgehend vom Venedig Vivaldis führt die Klangexpedition über osteuropäische Volkstänze bis zu Melodien aus Armenien und China, stets geprägt von den luftigen Tönen ihrer vielen Flöten (Ostersonntag, 17 Uhr, Kleiner Saal). Spektakuläres erwartet die Besucher am Ostersonntagabend im Großen Saal (20 Uhr), wenn »Der Ring des Nibelungen« als eine veritable Peking-Oper in Kooperation mit der China National Peking Opera Company präsentiert wird. Libretto und Regie wird von der gefeierten Regisseurin Anna Peschke verantwortet. Die 14 Rollen werden von sieben Sängern, Schauspielern und Tänzern übernommen. Ein zwölfköpfiges Ensemble spielt auf Instrumenten aus China und Europa die Musik von Aziza Sadikova.

Vier Meister der afghanischen Musik an Lauten und Perkussionsinstrumenten sind die Solisten des sechsköpfigen Ensemble Safar, das am Ostermontagnachmittag die Erinnerung an Sufi-Musik und klassische Stücke aus der Blütezeit der afghanischen Musikkultur im Kleinen Saal beschwört (17 Uhr). Am Abend zelebriert ein kleines Ensemble um den grandiosen Sänger Alireza Ghorbani tief bewegende iranische Musik (20 Uhr). Als Gast tritt der Lauten-Virtuose Majid Derakhshani an der Tar auf.

Der Musik der zentralasiatischen Nachbarstaaten Turkmenistan und Usbekistan, zu denen so märchenhaft klingende Städte wie Samarkand oder Buchara gehören, ist der letzte Abend des »Seidenstraße«-Festivals gewidmet. Die Sängerin Gulzoda Khudoynazarova trägt mit ihrem Trio den klassischen usbekischen Gesangszyklus Shashmaqam vor, der den musikalischen Reichtum der Region widerspiegelt. Aus der Tradition der Bakshi-Barden kommt der Turkmene Palvan Hamidov. Sein Gesangsvortrag im zweiten Teil des Konzerts erzählt von den Epen seines Volkes (14. April, 19:30 Uhr, Kleiner Saal).

Insgesamt finden zehn Konzerte statt, drei davon im Großen Saal.

Um die Beschäftigung mit der Seidenstraße über das Hören hinaus anzuregen, gibt es einige Begleitveranstaltungen zum Festival. So startet bereits am 1. April eine Filmreihe im Metropolis Kino zum Thema, und im Speicherstadtmuseum können im Rahmen von Elbphilharmonie+ zur Musik des afghanischen Ensembles Safar charakteristische Aromen und Gewürze verkostet werden, die einst über die Seidenstraße nach Europa kamen (3. April, 20 Uhr). Ein inspirierender Abend im chinesischen Teehaus an der Rothenbaumchaussee spürt den Weisheiten buddhistischer Philosophie auf vielfältige Weise nach – etwa in chinesischer Musik und in einer angeleiteten Meditation (7. April, 19 Uhr). Die Education der Elbphilharmonie richtet ein Gesprächskonzert mit der Gruppe Egschiglen aus, bei dem man etwas über die Geheimnisse mongolischer Instrumente wie die Pferdekopfgeige oder die Schwanenhalslaute erfährt sowie über die Kunst des Obertongesangs (5. April, 19 Uhr, Kaistudio 1, Elbphilharmonie).

Ein Angebot an verschiedenen Workshops rundet das Festival ab.

Karten für die Konzerte des Festivals »Seidenstraße« sind ab sofort im Internet unter elbphilharmonie.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Programm
Elbphilharmonie+ Spicy Silk Road
Speicherstadtmuseum
Fr, 3.4.2020, 20 Uhr
Ensemble Safar
Elbphilharmonie+ Wenn die Pferdekopfgeige singt…
Elbphilharmonie Kaistudio 1
So, 5.4.2020, 19 Uhr
Gruppe Egschiglen
Elbphilharmonie+ Buddhas Weisheit
Teehaus Hamburg Yu Garden
Di, 7.4.2020, 19 Uhr
China: Buddha Passion
Elbphilharmonie Großer Saal
Do, 9.4.2020, 20 Uhr
Symphoniker Hamburg / Internationale Chorakademie Lübeck / Tan Weiwei / Batubagen / Yining Chen / Tan Dun
Elbphilharmonie+ Workshop: »Saitenstraße« – Eine musikalische Reise
Elbphilharmonie Kaistudio 1
Fr, 10.4.2020, 12 Uhr
Majid Derakhshani
Auf den Spuren von Marco Polo
Elbphilharmonie Großer Saal
Fr, 10.4.2020, 18 Uhr
Maria Farantouri / En Chordais / Ensemble Constantinople
Solo-Abend mit Dombra und E-Bass
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Fr, 10.4.2020, 20:30 Uhr
Mamer
Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
Sa, 11.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr
Kirgisistan: Epenlieder und Schamanenklänge
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 17 Uhr
Roza Amanova / Aibek Kanybekov / Elaman Kanybekov
Mongolei: Die Musik der Nomaden
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 20 Uhr
Gruppe Egschiglen
Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
S0, 12.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr
Elbphilharmonie+ Workshop: Zwischentöne: Persische und afghanische Mikrotonalität
Elbphilharmonie Kaistudio 1
S0, 12.4.2020, 14 Uhr
Ensemble Safar
A Breath from Paradise
Elbphilharmonie Kleiner Saal
So, 12.4.2020, 17 Uhr
Dorothee Oberlinger / Ensemble Sarband
China: Peking-Oper trifft »Der Ring des Nibelungen«
Elbphilharmonie Großer Saal
So, 12.4.2020, 20 Uhr
Mitglieder der China National Peking Opera Company / Aziza Sadikova / Qiu Xiaobo / Anna Peschke / Wang Huquan
Afghanistan: Sufi-Musik und Verlorengegangenes aus Kabul
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 17 Uhr
Ensemble Safar
Iran: Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 20 Uhr
Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani / Saman Samimi / Milad Mohammadi / Saraei Pouya / Zakaria Yusefi
Usbekistan & Turkmenistan
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Di, 14.4.2020, 19:30 Uhr
Gulzoda Khudoynazarova / Bekzod Safarov / Farruh Vohidov / Palvan Hamidov / Atakov Spartak / Aydogdyev Kerven


Apr
5
So
Elbphilharmonie Kaistudio 1 @ Elbphilharmonie, Hamburg
Apr 5 um 20:00 – 22:00


Der chinesische Tan Dun eröffnet am Gründonnerstag 2020 das Festival “Seidenstraße” in der Elbphilharmonie, das sechs Tage lang die Vielfalt der Klänge aus den Regionen entlang der historischen Handelsroute feiert. Musiker mit Wurzeln in China, in der Mongolei, in Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Afghanistan, dem Iran, Griechenland, Italien und Deutschland trifft beim Osterfestival »Seidenstraße« (9. bis 14. April 2020) in Hamburg zusammen, um für das Publikum in der Elbphilharmonie ein vielfältiges, reiches und überaus spannendes Klangpanorama hierzulande kaum bekannter Musik aufzufächern. Die Eröffnung am Gründonnerstag gestaltet der weltberühmte chinesische Komponist und Dirigent Tan Dun, der im Großen Saal mit chinesischen Solisten, den Symphonikern Hamburg und der Internationalen Chorakademie Lübeck seine »Buddha Passion« aufführt. Karten sind ab sofort erhältlich.

Wer an die Seidenstraße denkt, hat meist Bilder von Handelskarawanen im Kopf – schwer beladene Kamele, die auf schier endlosen und gefahrvollen Wegen von Fernost über den Orient bis ins mediterrane Europa und zurück schimmernde Seidenstoffe, Pfeffer, Gewürze, Gold, Wolle oder Edelsteine tragen. Dabei war, was man seit dem 19. Jahrhundert poetisch Seidenstraße nennt, ein ganzes Geflecht an Wegen zwischen Morgen- und Abendland, das schon in vorchristlicher Zeit genutzt wurde. Die Handelsrouten führten vorbei an sagenumwobenen Städten, durch Wüsten und entlang der höchsten Gebirgsketten der Erde. Nicht nur materielle Güter reisten auf diesen Wegen, auch Ideen, Religionen, und Kulturen verbreiteten sich über die historische Seidenstraße. So sehr die Route die Phantasie der Vorfahren beschäftigte und beflügelte, so aktuell ist ihr Konzept bis auf den heutigen Tag geblieben, wie Chinas groß dimensioniertes Infrastrukturprojekt »Neue Seidenstraße« zeigt. Das Osterfestival der Elbphilharmonie, das sich im vierten Jahr in Folge mit historisch-regionalen Musikkulturen aus aller Welt beschäftigt, richtet nach »Transatlantik« (2017), »Kaukausus« (2018) und »Venedig« (2019) im kommenden Jahr nun seinen Blick auf Künstler und Kulturen aus den Ländern entlang der Seidenstraße und holt dafür zahlreiche Großmeister regionaler Musikstile nach Hamburg.

Das Publikum darf sich auf ein Programm freuen, das so vielfältig, farbenreich und für westliche Ohren oft so exotisch anmutet wie die Seidenstraße selbst. Auf das Eröffnungskonzert (9. April, 20 Uhr) mit Tan Duns Oratorium »Buddha Passion« unter der Leitung des Komponisten folgt am Karfreitag ebenfalls im Großen Saal ein Abend unter dem Titel »Eine musikalische Reise auf den Spuren von Marco Polo« mit dem griechischen Ensemble En Chordais um den Sänger und Oudspieler Kyriakos Kalaitzidis, das sich hierfür mit der legendären griechischen Volkssängerin Maria Farantouri, dem iranisch-kanadischen Ensemble Constantinople und weiteren internationalen Gästen zusammengetan hat. Ihr Konzert imaginiert Klangstationen auf der vielleicht realen, vielleicht bloß imaginierten Reise des Händlers Marco Polo aus dem venezianischen Mittelalter von Venedig über Zentralasien bis nach China (10. April, 18 Uhr).

Einen Soloabend auf der traditionellen Dombra, einer zweisaitigen Laute, und dem E-Bass gestaltet Mamer, ein chinesischer Musiker aus Xianjiang, der zur kasachischen Minderheit des Landes gehört. Die Inspiration für seinen von meditativer Innenschau geprägten Sound zieht er sich aus den Liedern der Wüstensteppe seiner Heimat Qatai (10. April, 20:30 Uhr, Kleiner Saal).
Schamanenklänge aus Kirgisistan, hervorgerufen auf hierzulande eher unerhörten Instrumenten wie Komuz, Sybyzgy, Temir Komuz oder Chopo Choor, lässt ein Trio um die charismatische Sängerin Roza Amanova erklingen (11. April, 17 Uhr, Kleiner Saal). Abends dann gibt es dort sowohl traditionelle als auch moderne Musik aus der Mongolei, wenn bei den beiden Ensembles Egschiglen & Khusugtun neben der Pferdekopfgeige, Lauten und Flöten auch der charakteristische, intensive Kehlkopfgesang und ein bisweilen schwindelerregender Groove zum Einsatz kommen (20 Uhr, Kleiner Saal).
Auch die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger bereist gemeinsam mit dem Ensemble Sarband (Leitung: Vladimir Ivanoff) bei ihrem Programm »A Breath from Paradise« die Seidenstraße in west-östlicher Richtung. Ausgehend vom Venedig Vivaldis führt die Klangexpedition über osteuropäische Volkstänze bis zu Melodien aus Armenien und China, stets geprägt von den luftigen Tönen ihrer vielen Flöten (Ostersonntag, 17 Uhr, Kleiner Saal). Spektakuläres erwartet die Besucher am Ostersonntagabend im Großen Saal (20 Uhr), wenn »Der Ring des Nibelungen« als eine veritable Peking-Oper in Kooperation mit der China National Peking Opera Company präsentiert wird. Libretto und Regie wird von der gefeierten Regisseurin Anna Peschke verantwortet. Die 14 Rollen werden von sieben Sängern, Schauspielern und Tänzern übernommen. Ein zwölfköpfiges Ensemble spielt auf Instrumenten aus China und Europa die Musik von Aziza Sadikova.

Vier Meister der afghanischen Musik an Lauten und Perkussionsinstrumenten sind die Solisten des sechsköpfigen Ensemble Safar, das am Ostermontagnachmittag die Erinnerung an Sufi-Musik und klassische Stücke aus der Blütezeit der afghanischen Musikkultur im Kleinen Saal beschwört (17 Uhr). Am Abend zelebriert ein kleines Ensemble um den grandiosen Sänger Alireza Ghorbani tief bewegende iranische Musik (20 Uhr). Als Gast tritt der Lauten-Virtuose Majid Derakhshani an der Tar auf.

Der Musik der zentralasiatischen Nachbarstaaten Turkmenistan und Usbekistan, zu denen so märchenhaft klingende Städte wie Samarkand oder Buchara gehören, ist der letzte Abend des »Seidenstraße«-Festivals gewidmet. Die Sängerin Gulzoda Khudoynazarova trägt mit ihrem Trio den klassischen usbekischen Gesangszyklus Shashmaqam vor, der den musikalischen Reichtum der Region widerspiegelt. Aus der Tradition der Bakshi-Barden kommt der Turkmene Palvan Hamidov. Sein Gesangsvortrag im zweiten Teil des Konzerts erzählt von den Epen seines Volkes (14. April, 19:30 Uhr, Kleiner Saal).

Insgesamt finden zehn Konzerte statt, drei davon im Großen Saal.

Um die Beschäftigung mit der Seidenstraße über das Hören hinaus anzuregen, gibt es einige Begleitveranstaltungen zum Festival. So startet bereits am 1. April eine Filmreihe im Metropolis Kino zum Thema, und im Speicherstadtmuseum können im Rahmen von Elbphilharmonie+ zur Musik des afghanischen Ensembles Safar charakteristische Aromen und Gewürze verkostet werden, die einst über die Seidenstraße nach Europa kamen (3. April, 20 Uhr). Ein inspirierender Abend im chinesischen Teehaus an der Rothenbaumchaussee spürt den Weisheiten buddhistischer Philosophie auf vielfältige Weise nach – etwa in chinesischer Musik und in einer angeleiteten Meditation (7. April, 19 Uhr). Die Education der Elbphilharmonie richtet ein Gesprächskonzert mit der Gruppe Egschiglen aus, bei dem man etwas über die Geheimnisse mongolischer Instrumente wie die Pferdekopfgeige oder die Schwanenhalslaute erfährt sowie über die Kunst des Obertongesangs (5. April, 19 Uhr, Kaistudio 1, Elbphilharmonie).

Ein Angebot an verschiedenen Workshops rundet das Festival ab.

Karten für die Konzerte des Festivals »Seidenstraße« sind ab sofort im Internet unter elbphilharmonie.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Programm

Elbphilharmonie+ Spicy Silk Road
Speicherstadtmuseum
Fr, 3.4.2020, 20 Uhr
Ensemble Safar

Elbphilharmonie+ Wenn die Pferdekopfgeige singt…
Elbphilharmonie Kaistudio 1
So, 5.4.2020, 19 Uhr
Gruppe Egschiglen

Elbphilharmonie+ Buddhas Weisheit
Teehaus Hamburg Yu Garden
Di, 7.4.2020, 19 Uhr
China: Buddha Passion

Elbphilharmonie Großer Saal
Do, 9.4.2020, 20 Uhr
Symphoniker Hamburg / Internationale Chorakademie Lübeck / Tan Weiwei / Batubagen / Yining Chen / Tan Dun

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saitenstraße« – Eine musikalische Reise
Elbphilharmonie Kaistudio 1
Fr, 10.4.2020, 12 Uhr
Majid Derakhshani
Auf den Spuren von Marco Polo

Elbphilharmonie Großer Saal
Fr, 10.4.2020, 18 Uhr
Maria Farantouri / En Chordais / Ensemble Constantinople

Solo-Abend mit Dombra und E-Bass
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Fr, 10.4.2020, 20:30 Uhr
Mamer

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
Sa, 11.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr
Kirgisistan: Epenlieder und Schamanenklänge

Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 17 Uhr
Roza Amanova / Aibek Kanybekov / Elaman Kanybekov
Mongolei: Die Musik der Nomaden

Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 20 Uhr
Gruppe Egschiglen

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
S0, 12.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr

Elbphilharmonie+ Workshop: Zwischentöne: Persische und afghanische Mikrotonalität
Elbphilharmonie Kaistudio 1
S0, 12.4.2020, 14 Uhr
Ensemble Safar

A Breath from Paradise
Elbphilharmonie Kleiner Saal
So, 12.4.2020, 17 Uhr
Dorothee Oberlinger / Ensemble Sarband

China: Peking-Oper trifft »Der Ring des Nibelungen«
Elbphilharmonie Großer Saal
So, 12.4.2020, 20 Uhr
Mitglieder der China National Peking Opera Company / Aziza Sadikova / Qiu Xiaobo / Anna Peschke / Wang Huquan

Afghanistan: Sufi-Musik und Verlorengegangenes aus Kabul
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 17 Uhr
Ensemble Safar

Iran: Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 20 Uhr
Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani / Saman Samimi / Milad Mohammadi / Saraei Pouya / Zakaria Yusefi

Usbekistan & Turkmenistan
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Di, 14.4.2020, 19:30 Uhr
Gulzoda Khudoynazarova / Bekzod Safarov / Farruh Vohidov / Palvan Hamidov / Atakov Spartak / Aydogdyev Kerven


Apr
9
Do
Zu Ostern eine “Buddha Passion” @ Elbphilharmonie, Hamburg
Apr 9 um 20:00 – 22:00


Der chinesische Tan Dun eröffnet am Gründonnerstag 2020 das Festival “Seidenstraße” in der Elbphilharmonie, das sechs Tage lang die Vielfalt der Klänge aus den Regionen entlang der historischen Handelsroute feiert. Musiker mit Wurzeln in China, in der Mongolei, in Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Afghanistan, dem Iran, Griechenland, Italien und Deutschland trifft beim Osterfestival »Seidenstraße« (9. bis 14. April 2020) in Hamburg zusammen, um für das Publikum in der Elbphilharmonie ein vielfältiges, reiches und überaus spannendes Klangpanorama hierzulande kaum bekannter Musik aufzufächern. Die Eröffnung am Gründonnerstag gestaltet der weltberühmte chinesische Komponist und Dirigent Tan Dun, der im Großen Saal mit chinesischen Solisten, den Symphonikern Hamburg und der Internationalen Chorakademie Lübeck seine »Buddha Passion« aufführt. Karten sind ab sofort erhältlich.

Wer an die Seidenstraße denkt, hat meist Bilder von Handelskarawanen im Kopf – schwer beladene Kamele, die auf schier endlosen und gefahrvollen Wegen von Fernost über den Orient bis ins mediterrane Europa und zurück schimmernde Seidenstoffe, Pfeffer, Gewürze, Gold, Wolle oder Edelsteine tragen. Dabei war, was man seit dem 19. Jahrhundert poetisch Seidenstraße nennt, ein ganzes Geflecht an Wegen zwischen Morgen- und Abendland, das schon in vorchristlicher Zeit genutzt wurde. Die Handelsrouten führten vorbei an sagenumwobenen Städten, durch Wüsten und entlang der höchsten Gebirgsketten der Erde. Nicht nur materielle Güter reisten auf diesen Wegen, auch Ideen, Religionen, und Kulturen verbreiteten sich über die historische Seidenstraße. So sehr die Route die Phantasie der Vorfahren beschäftigte und beflügelte, so aktuell ist ihr Konzept bis auf den heutigen Tag geblieben, wie Chinas groß dimensioniertes Infrastrukturprojekt »Neue Seidenstraße« zeigt. Das Osterfestival der Elbphilharmonie, das sich im vierten Jahr in Folge mit historisch-regionalen Musikkulturen aus aller Welt beschäftigt, richtet nach »Transatlantik« (2017), »Kaukausus« (2018) und »Venedig« (2019) im kommenden Jahr nun seinen Blick auf Künstler und Kulturen aus den Ländern entlang der Seidenstraße und holt dafür zahlreiche Großmeister regionaler Musikstile nach Hamburg.

Das Publikum darf sich auf ein Programm freuen, das so vielfältig, farbenreich und für westliche Ohren oft so exotisch anmutet wie die Seidenstraße selbst. Auf das Eröffnungskonzert (9. April, 20 Uhr) mit Tan Duns Oratorium »Buddha Passion« unter der Leitung des Komponisten folgt am Karfreitag ebenfalls im Großen Saal ein Abend unter dem Titel »Eine musikalische Reise auf den Spuren von Marco Polo« mit dem griechischen Ensemble En Chordais um den Sänger und Oudspieler Kyriakos Kalaitzidis, das sich hierfür mit der legendären griechischen Volkssängerin Maria Farantouri, dem iranisch-kanadischen Ensemble Constantinople und weiteren internationalen Gästen zusammengetan hat. Ihr Konzert imaginiert Klangstationen auf der vielleicht realen, vielleicht bloß imaginierten Reise des Händlers Marco Polo aus dem venezianischen Mittelalter von Venedig über Zentralasien bis nach China (10. April, 18 Uhr).

Einen Soloabend auf der traditionellen Dombra, einer zweisaitigen Laute, und dem E-Bass gestaltet Mamer, ein chinesischer Musiker aus Xianjiang, der zur kasachischen Minderheit des Landes gehört. Die Inspiration für seinen von meditativer Innenschau geprägten Sound zieht er sich aus den Liedern der Wüstensteppe seiner Heimat Qatai (10. April, 20:30 Uhr, Kleiner Saal).
Schamanenklänge aus Kirgisistan, hervorgerufen auf hierzulande eher unerhörten Instrumenten wie Komuz, Sybyzgy, Temir Komuz oder Chopo Choor, lässt ein Trio um die charismatische Sängerin Roza Amanova erklingen (11. April, 17 Uhr, Kleiner Saal). Abends dann gibt es dort sowohl traditionelle als auch moderne Musik aus der Mongolei, wenn bei den beiden Ensembles Egschiglen & Khusugtun neben der Pferdekopfgeige, Lauten und Flöten auch der charakteristische, intensive Kehlkopfgesang und ein bisweilen schwindelerregender Groove zum Einsatz kommen (20 Uhr, Kleiner Saal).
Auch die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger bereist gemeinsam mit dem Ensemble Sarband (Leitung: Vladimir Ivanoff) bei ihrem Programm »A Breath from Paradise« die Seidenstraße in west-östlicher Richtung. Ausgehend vom Venedig Vivaldis führt die Klangexpedition über osteuropäische Volkstänze bis zu Melodien aus Armenien und China, stets geprägt von den luftigen Tönen ihrer vielen Flöten (Ostersonntag, 17 Uhr, Kleiner Saal). Spektakuläres erwartet die Besucher am Ostersonntagabend im Großen Saal (20 Uhr), wenn »Der Ring des Nibelungen« als eine veritable Peking-Oper in Kooperation mit der China National Peking Opera Company präsentiert wird. Libretto und Regie wird von der gefeierten Regisseurin Anna Peschke verantwortet. Die 14 Rollen werden von sieben Sängern, Schauspielern und Tänzern übernommen. Ein zwölfköpfiges Ensemble spielt auf Instrumenten aus China und Europa die Musik von Aziza Sadikova.

Vier Meister der afghanischen Musik an Lauten und Perkussionsinstrumenten sind die Solisten des sechsköpfigen Ensemble Safar, das am Ostermontagnachmittag die Erinnerung an Sufi-Musik und klassische Stücke aus der Blütezeit der afghanischen Musikkultur im Kleinen Saal beschwört (17 Uhr). Am Abend zelebriert ein kleines Ensemble um den grandiosen Sänger Alireza Ghorbani tief bewegende iranische Musik (20 Uhr). Als Gast tritt der Lauten-Virtuose Majid Derakhshani an der Tar auf.

Der Musik der zentralasiatischen Nachbarstaaten Turkmenistan und Usbekistan, zu denen so märchenhaft klingende Städte wie Samarkand oder Buchara gehören, ist der letzte Abend des »Seidenstraße«-Festivals gewidmet. Die Sängerin Gulzoda Khudoynazarova trägt mit ihrem Trio den klassischen usbekischen Gesangszyklus Shashmaqam vor, der den musikalischen Reichtum der Region widerspiegelt. Aus der Tradition der Bakshi-Barden kommt der Turkmene Palvan Hamidov. Sein Gesangsvortrag im zweiten Teil des Konzerts erzählt von den Epen seines Volkes (14. April, 19:30 Uhr, Kleiner Saal).

Insgesamt finden zehn Konzerte statt, drei davon im Großen Saal.

Um die Beschäftigung mit der Seidenstraße über das Hören hinaus anzuregen, gibt es einige Begleitveranstaltungen zum Festival. So startet bereits am 1. April eine Filmreihe im Metropolis Kino zum Thema, und im Speicherstadtmuseum können im Rahmen von Elbphilharmonie+ zur Musik des afghanischen Ensembles Safar charakteristische Aromen und Gewürze verkostet werden, die einst über die Seidenstraße nach Europa kamen (3. April, 20 Uhr). Ein inspirierender Abend im chinesischen Teehaus an der Rothenbaumchaussee spürt den Weisheiten buddhistischer Philosophie auf vielfältige Weise nach – etwa in chinesischer Musik und in einer angeleiteten Meditation (7. April, 19 Uhr). Die Education der Elbphilharmonie richtet ein Gesprächskonzert mit der Gruppe Egschiglen aus, bei dem man etwas über die Geheimnisse mongolischer Instrumente wie die Pferdekopfgeige oder die Schwanenhalslaute erfährt sowie über die Kunst des Obertongesangs (5. April, 19 Uhr, Kaistudio 1, Elbphilharmonie).

Ein Angebot an verschiedenen Workshops rundet das Festival ab.

Karten für die Konzerte des Festivals »Seidenstraße« sind ab sofort im Internet unter elbphilharmonie.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Programm

Elbphilharmonie+ Spicy Silk Road
Speicherstadtmuseum
Fr, 3.4.2020, 20 Uhr
Ensemble Safar

Elbphilharmonie+ Wenn die Pferdekopfgeige singt…
Elbphilharmonie Kaistudio 1
So, 5.4.2020, 19 Uhr
Gruppe Egschiglen

Elbphilharmonie+ Buddhas Weisheit
Teehaus Hamburg Yu Garden
Di, 7.4.2020, 19 Uhr
China: Buddha Passion

Elbphilharmonie Großer Saal
Do, 9.4.2020, 20 Uhr
Symphoniker Hamburg / Internationale Chorakademie Lübeck / Tan Weiwei / Batubagen / Yining Chen / Tan Dun

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saitenstraße« – Eine musikalische Reise
Elbphilharmonie Kaistudio 1
Fr, 10.4.2020, 12 Uhr
Majid Derakhshani
Auf den Spuren von Marco Polo

Elbphilharmonie Großer Saal
Fr, 10.4.2020, 18 Uhr
Maria Farantouri / En Chordais / Ensemble Constantinople

Solo-Abend mit Dombra und E-Bass
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Fr, 10.4.2020, 20:30 Uhr
Mamer

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
Sa, 11.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr
Kirgisistan: Epenlieder und Schamanenklänge

Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 17 Uhr
Roza Amanova / Aibek Kanybekov / Elaman Kanybekov
Mongolei: Die Musik der Nomaden

Elbphilharmonie Kleiner Saal
Sa, 11.4.2020, 20 Uhr
Gruppe Egschiglen

Elbphilharmonie+ Workshop: »Saiteninstrumente der Seidenstraße«
Elbphilharmonie Kaistudio 3&4
S0, 12.4.2020, 12 Uhr / 14 Uhr

Elbphilharmonie+ Workshop: Zwischentöne: Persische und afghanische Mikrotonalität
Elbphilharmonie Kaistudio 1
S0, 12.4.2020, 14 Uhr
Ensemble Safar

A Breath from Paradise
Elbphilharmonie Kleiner Saal
So, 12.4.2020, 17 Uhr
Dorothee Oberlinger / Ensemble Sarband

China: Peking-Oper trifft »Der Ring des Nibelungen«
Elbphilharmonie Großer Saal
So, 12.4.2020, 20 Uhr
Mitglieder der China National Peking Opera Company / Aziza Sadikova / Qiu Xiaobo / Anna Peschke / Wang Huquan

Afghanistan: Sufi-Musik und Verlorengegangenes aus Kabul
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 17 Uhr
Ensemble Safar

Iran: Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Mo, 13.4.2020, 20 Uhr
Alireza Ghorbani / Majid Derakhshani / Saman Samimi / Milad Mohammadi / Saraei Pouya / Zakaria Yusefi

Usbekistan & Turkmenistan
Elbphilharmonie Kleiner Saal
Di, 14.4.2020, 19:30 Uhr
Gulzoda Khudoynazarova / Bekzod Safarov / Farruh Vohidov / Palvan Hamidov / Atakov Spartak / Aydogdyev Kerven


Apr
22
Mi
Acht Visionen: Zukunft, Arbeit, Literatur @ Museum für Kommunikation Frankfurt, Frankfurt/Main
Apr 22 um 19:30 – 21:30


Acht Visionen und Leben & Lernen X.0. Die Texte sollen thematisch inspiriert sein von dem Projekt „Leben & Lernen X.0. Digitale Bildung – Unsere Zukunft“, welches das Museum für Kommunikation 2017 angestoßen hat. Die Informations- und Vernetzungsplattform fragt in einem aktiven Bürgerdialog „Wie bewältigen wir die digitale Transformation?“. Ausgangspunkt ist die Dauerausstellung des Kommunikationsmuseums, in der 21 namhafte Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik und Journalismus in einer Videogalerie Perspektiven auf die digitale Zukunft der Kommunikation eröffnen und die Bedeutung des digitalen Wandels sichtbar machen.

Vier Premierenlesungen

Die acht Autoren werden ihre Texte in vier Premierenlesungen zwischen September 2019 und April 2020 im Museum für Kommunikation präsentieren. Jeweils am darauffolgenden Vormittag bietet das Junge Literaturhaus Schulklassen die Möglichkeit, die Autoren zu ihren Visionen zu befragen. Die Gespräche werden von Museumspädagogen geleitet. Im Juni 2020 erscheinen alle Texte der „Acht Visionen“ in einer Publikation. Die Buchpremiere mit allen acht Autoren findet zum Abschluss des Projekts am 24.06.2020 im Literaturhaus statt.

Erste Lesung von Katharina Adler und Daniel Wisser
am Mittwoch,18. September 2019, 19.30 Uhr
Museum für Kommunikation Frankfurt, Schaumainkai 53
60596 Frankfurt/Main

Lesungen im Museum für Kommunikation

· 18.09.2019: Katharina Adler und Daniel Wisser

· 27.11.2019: Isabelle Lehn und Jochen Schmidt

· 19.02.2020: Thomas von Steinaecker und Julia Wolf

· 22.04.2020: Mariana Leky und Lukas Rietzschel

Buchpremiere im Literaturhaus Frankfurt
24.06.20: Epilog und Premiere: Das Buch „Acht Visionen“ und die acht Autoren
Beginn der Veranstaltungen: 19.30 Uhr

Eintritt und Vorverkauf: 9 / 6 € im Vorverkauf. Karten für alle Veranstaltungen unter www.literaturhaus-frankfurt.de und an der Museumskasse. Der Kartenvorverkauf für die vier Veranstaltungen im Kommunikationsmuseum läuft. Karten für den Abschlussabend gibt es ab Mitte März 2020.

ACHT VISIONEN ist ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt mit dem Museum für Kommunikation in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von „experimente#digital“, der Kulturinitiative der Aventis Foundation, und dem Kulturamt Frankfurt am Main.

mfk-frankfurt.de