Viel hat sich getan in dem Mehrfamilienhaus in der Berliner Dieffenbachstraße 93: Rico ist mit seiner Mama in eine neue Wohnung im Dachgeschoss gezogen, Oskar wohnt mit seinem Papa jetzt auch in der Dieffe (in Ricos alter Wohnung), und nun ist auch noch der mürrische Steinezüchter Fitzke aus dem vierten Stock tot. So beginnt der drite Teil der Kinderfilmreihe nach den Romanen von Andreas Steinhöfel. Nur wenige Tage später, macht mit Fitzke kurzen Prozess – nun hat die Dieffenbachstraße 93 einen Bewohner weniger… Die Nachbarn versammeln sich bei Fitzkes Beerdigung. Am offenen Grab verspricht Rico alles zu tun, um sein Erbe zu bewahren – und das besteht vor allem aus Fitzkes Steinesammlung, die er ihm testamentarisch vermacht hat.

Foxfilm     Spieldauer: 95 Minuten     Kinostart: 28. April 2016

Zum Trailer: Rico, Oskar und der Diebstahlstein   Regie: Neele Leana Vollmar  (BRD 2016)   

Auf der Beerdigung fällt ihm eine junge Frau in gelber Jacke auf – die kennt er doch von irgendwoher? Ein klarer Fall für den Merkrecorder! Seine Mutter Tanja drängt – sie und der Bühl sind praktisch schon auf dem Weg zum Flughafen, weil sie doch auf Knutschurlaub nach Sri Lanka wollen. Tanjas beste Freundin Irina bringt die beiden hin – um Rico kümmern kann sie sich allerdings nicht – denn sie hat mit der Boutique, die Tanja und sie demnächst eröffnen, alle Hände voll zu tun. Aber Rico und Oskar kommen auch alleine klar – und müssen dank Frau Dahlings Müffelchen auch nicht hungern… Frau Dahling weiß auch, wer die Frau in der gelben Jacke war: Julia Bonhöfer, die Enkelin von Frau Bonhöfer aus dem Hinterhaus und Ziehtochter von Fitzke – mit der sich Fitzke wenige Tage vor seinem Tod so laut gestritten hatte, dass es die ganze Dieffe hören konnte.

Als es sich Rico, Oskar und Frau Dahling gerade vorm Fernseher gemütlich machen wollen, klingelt es: Herr von Scherten steht vor der Tür, der Frau Dahling zum Schwoofen in Klärchen’s Ballhaus einlädt – und, während sie sich hübsch macht, noch jede Menge Müffelchen mopst Also verbringen Rico und Oskar den Abend alleine. Als sie abwaschen, hören sie Schritte und Lärm aus Fitzkes Wohnung. Einbrecher! Rico sieht durch den Türspion nur einen Schatten, der die Treppe herunterflitzt. Vorm Haus aber steht ein silberfarbenes Auto, in das sie jemanden einsteigen sehen.

Am nächsten Tag hat Lars sich tatsächlich mal Mühe gegeben und das vorbereitet, was er für ein leckeres „gesundes“ Frühstück hält, und hat sogar ein Geschenk zum Einzug für Oskar gekauft: eine Uhr. Aber während sich Rico die Schokocreme schmecken lässt, mäkelt Oskar an allem, insbesondere an den Zusatzstoffen der Schokocreme, herum. Wütend haut er ab, und Rico kommt notgedrungen hinterher. Schließlich haben sie noch einen Einbruch aufzuklären. Erste Hinweise sind schnell gefunden: An Fitzkes Wohnungstür sind keine Einbruchsspuren zu sehen, also muss der Einbrecher einen Schlüssel gehabt haben.

Sie durchsuchen die Wohnung, um festzustellen, ob etwas fehlt. In der Tat: Der Kalbstein ist weg! Die Hauptverdächtige steht für Rico und Oskar fest: Julia, die Frau in der gelben Jacke. Frau Dahling weiß, dass die Bonhöfers ein Häuschen in Prerow an der Ostsee hatten, und Oskar findet in Fitzkes Wohnung tatsächlich eine alte Urlaubspostkarte von Julia aus dem Strandurlaub. In der Wohnung fehlt, wie sie merken, noch eine zweite Sache: der Schlüssel zum Haus, der nicht mehr am Schlüsselbrett hängt. Also zur Ostsee! Die beiden packen in aller Eile, Oskar schreibt Lars eine Notiz, und sie fahren zum Hauptbahnhof, Hund Porsche immer mit dabei. Im Zug treffen sie den gehörlosen Jungen Sven im Zug (der Rico einst den entscheidenden Tipp auf der Suche nach Mr. 2000 gegeben hatte), der mit seiner Familie an die Ostsee reist. In Prerow können sie zunächst bei Sven im Schuppen unterkommen – heimlich, denn die Eltern wissen nichts davon. Als aber am nächsten Morgen Svens Vater Rasen mähen will, müssen sie ihr Nachtlager schnellstens räumen.

Sie gehen ins Café an der Strandpromenade – dort liest die Kellnerin den Gästen die Wünsche ihrem Karma ab; folglich gibt es ein „grünes Frühstück“ für Oskar und Weizenbrötchen mit Schokocreme für Rico. Ein Glück für die beiden Ermittler, dass sich Julia und ihr Freund Justin an einen der anderen Tische setzen..! Julia kriegt einen Anruf, und Rico und Oskar können mithören, dass sie einen von Fitzkes Steinen für 10.000 Euro an einen Hehler verkaufen will. Die Übergabe des Steins wird für den nächsten Tag vereinbart, Treffpunkt: FKK-Strand. Julia und Justin gehen zurück zum Ferienhaus. Rico und Oskar folgen ihnen und entdecken dort auch das silberfarbene Auto. Sie schmieden einen Plan: nachts durch die Hundeklappe einsteigen und den Stein zurückstehlen!

Doch am Strand kommt es zu einem Streit zwischen Rico und Oskar: Rico wird klar, dass Oskar nur mitgekommen ist, weil er Lars eins auswischen wollte, nicht, weil ihm an Fitzkes Kalbstein gelegen ist. Voller Wut haut Rico mit Porsche ab – nach langer Zeit dreht sich wieder die Bingotrommel in seinem Kopf, und prompt verirrt er sich. Auf dem Weg zurück zum Strand stößt sich Rico den Kopf an einem Leuchtturm, der einfach so in der Gegend herumsteht – Mann, Mann, Mann! – dabei stößt er aber auch auf Kiesling und dessen Freund Tom, die Pfingsten an der Ostsee verbringen.

Oskar hat, während Rico umhergeirrt ist, in Fitzkes Steinezucht-Journal gelesen und etwas herausgefunden: Einer der Steine, der ungeschliffen wie ein ganz normaler Kiesel aussieht, muss ein Rubin sein! Kein Wunder, dass der Hehler 10.000 Euro bietet. Rico, Oskar und Sven steigen nachts ins Haus ein, schleichen sich, vorbei am schnarchenden Justin, bis an Julias Bett, aber Rico kommt nicht an die Handtasche ran, in der, der Stein steckt – dafür lernt Porsche Bobo, den riesigen Hund von Justin, kennen. Rico, Oskar und Sven bleibt nichts als die Flucht vor dem Biest.

Am nächsten Tag spähen die drei den FKK-Strand aus. Rico legt gleich alles ab: „Tarnung“, erklärt er, Sven macht mit. Oskar tut es ihnen notgedrungen nach – bis auf die peruanische Mütze, die er von seiner Mutter bekommen hat, und seine Uhr… Schließlich tauchen auch Julia und Justin auf, die auf den Hehler warten, der schließlich kommt und die Steine begutachtet. Aber das vermeintlich tolle Geschäft platzt, denn alle Steine, die Julia mitgeschleppt hat, stellen sich als wertlos heraus. Das heißt: Der Rubin muss noch in Fitzkes Wohnung sein! Aber wie sollen sie schneller als Julia und Justin zurück nach Berlin kommen? Klare Sache: in Kieslings Mercedes. Dessen Fahrstil kennt Rico ja schon von der Suche nach Mister 2000… Zur Sicherheit lassen Oskar und Sven noch die Luft aus einem der Reifen von Justins Auto, bevor sie mit Kiesling in rasendem Tempo nach Berlin brausen.

Rico, Oskar, Kiesling und Tom packen in Fitzkes Wohnung in aller Eile die Steine ein, als Julia und Justin dazukommen. Rico fordert den Kalbstein zurück, da die beiden aber gar nicht daran denken, kommt es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf Tom eins auf die Nase bekommt und Porsche Justin ins Hosenbein beißt. Den Moment nutzt Oskar zur Flucht; Justin verfolgt ihn durchs Treppenhaus, holt ihn im Erdgeschoss ein und will ihn sich gerade zur Brust nehmen, als Lars nach Hause kommt und Justin mit den Worten „Niemand schlägt meinen Sohn!“ einen saftigen Kinnhaken verpasst.

Auf der Treppe sitzend (während die Verletzten in Richtung Urbankrankenhaus humpeln) entschuldigt sich Lars „grundsätzlich“ bei Oskar, erzählt ihm von seinem neuen Job beim Paketdienst, den ihm der pupsende Otto besorgt hat – und er sagt den entscheidenden Satz: „Ich hab’ dich mehr lieb als alles auf der Welt.“ Ist es da nicht fast Nebensache, was es denn nun eigentlich mit Fitzkes 10.000-Euro-Rubin auf sich hat?

Zur Website: Rico, Oskar und der Diebstahlstein

 

 

 

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