Lustig inszenierte Komödie spielt in opulenter Villa mitten im Wald im schneeverschneiten Österreich. Allein der Aufnahmeort ist beeindruckend, auch die Story ist passend. Wenn der Zusammenhang auch etwas abgründig erscheint, denn mit solchen Tricks durchzukommen, ist schon peinsam. Durch eine kuriose Verwechslung findet sich der Kleinkriminelle Denis (Emilio Sakraya) plötzlich in der Position des Krankenpflegers für den Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbach) wieder. Dabei wollte er nur in dessen Villa einbrechen, um endlich seine Schulden bei einigen unliebsamen Kollegen zu begleichen. Stattdessen sitzt er im herrschaftlichen Anwesen des reichen Unternehmers fest. Dem voraus geht eine Vorgeschichte, die etwas über die Lebensverhältnisse erzählt, mit denen sich Denis herumschlägt bis zu seinem Einsatz als Einbrecher.

Filmposter

Nach einer parallel zur Geschichte von Denis laufenden Vorerzählung taucht Raimunds Enkeltochter Charlotte (Sonja Gerhardt) auf, um nach dem Rechten zu sehen. Jetzt erst wird die Situation brenzlig für Denis. Doch an Flucht ist nicht zu denken, ein gewaltiger Schneesturm tobt in der Region. So muss er wohl oder übel weiter die Rolle des Krankenpflegers spielen.

Die Rolle des Krankenpflegers  gelingt ihm nach einigen Anstrengungen einigermaßen. Ihm auf die Schliche zu kommen, ist jedoch nicht vermeidbar, so dass die Karten im Film wieder neu gemischt werden müssen, Einbrecher gegen Hausbesitzer.  Raimunds Unmut ist groß, der sich mit allen Mitteln gegen den Eindringling wehrt. Denn im Gegensatz zu Charlotte hat Raimund von Anfang die Situation an durchschaut. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem der im Rollstuhl sitzende  Raimund und der gewiefte Einbrecher ihre Mittel grandios zum Einsatz bringen.

Gerade die Rolle des im Rollstuhl sitzenden Schlaganfallpatienten ist grandios, denn dieser kann während der gesamten Dauer kein Wort sprechen. Seine Artikulation ist auf nonverbale Kommunikation beschränkt, wozu seine Mimik, sein Gewehr und einige andere unmissverständliche  Ausdrucksmittel zählen, die während des Filmverlaufs zum Einsatz gelangen und Wirkung zeigen. 

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