
Bei der Festveranstaltung überbrachten nationale und internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft Grußworte und griffen symbolisch zum Spaten. Repräsentantinnen und Repräsentanten aller neun Partnerländer waren bei diesem entscheidenden Etappenziel dabei.
Investitionsvolumen: mehr als eine Milliarde Euro
Die weltweit einzigartige Teilchenbeschleunigeranlage soll 2025 in Vollbetrieb gehen. Investiert wird mehr als eine Milliarde Euro. Rund 3.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt werden künftig an FAIR arbeiten und neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen. Zentraler Teil der FAIR-Anlage ist ein unterirdischer Ringbeschleuniger mit einem Umfang von 1.100 Metern. Daran schließt sich ein komplexes System von Speicherringen und Experimentierstationen an.

Zahlreiche Vorarbeiten für das Bauprojekt sind in den vergangenen Wochen und Monaten erfolgt, beispielsweise laufen bereits Arbeiten zum Anschluss der bestehenden Beschleunigereinrichtungen des GSI Helmholtzzentrums an die neue FAIR-Anlage, und Stützwände werden errichtet. Dies sind wichtige Schritte zur Vorbereitung der großen Infrastrukturarbeiten für FAIR, die nun mit dem ersten Spatenstich für den Ringbeschleuniger SIS 100 begonnen haben. Nach der Errichtung der neuen Gebäude werden die hochmodernen Beschleuniger- und Experimentieranlagen eingebaut.
Mit dem Spatenstich hat auch das FAIR-Experimentierprogramm, die sogenannte „FAIR-Phase-0“ begonnen, um Forschungsbetrieb und Bauablauf zu harmonisieren. Schon jetzt werden Strahlzeiten für die Forschung an den bestehenden GSI-Anlagen und an Komponenten für FAIR eingeplant. Dazu nutzen die Forscherinnen und Forscher die GSI-Beschleunigeranlagen, die für ihren späteren Einsatz als Vorbeschleuniger für FAIR bereits wesentlich verbessert wurden und noch weiter technisch aufgerüstet werden. Außerdem können auch schon Teile von FAIR genutzt werden.
FAIR wird eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit, Herzstück ist ein Ringbeschleuniger mit 1100 Meter Umfang. An diesen schließt sich ein komplexes System von Speicherringen und Experimentierstationen an. Die bereits existierenden GSI-Beschleuniger dienen als Vorbeschleuniger. Ingenieure und Wissenschaftler treiben in internationaler Zusammenarbeit technologische Neuentwicklungen in vielen Bereichen voran, zum Beispiel in der Informationstechnologie oder in der Supraleitungstechnik. Rund 3000 Wissenschaftler aus aller Welt können künftig an FAIR Spitzenforschung betreiben. In herausragenden Experimenten werden sie grundlegend neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen. Gesellschafter der FAIR GmbH sind neben Deutschland noch Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien. Großbritannien ist assoziierter Partner.
Meldung: Ed. Züblin AG, Köln
Foto ganz oben: Animation nach Fertigstellung des Bauprojektes


