Mehrere ältere Herren treffen sich, um einen Coup vorzubereiten. Ein letztes Mal will Brian Reader, gespielt von Michael Caine, einen Bankeinbruch landen, um sich und allen anderen zu beweisen, dass er das noch kann. So versammelt er, dem Alter und der modernen Technik zum Trotz, eine Riege der alten Schule um sich, wagt gemeinsam mit ihnen einen riskanten Coup, der als größter Einbruch aller Zeiten in die Geschichte Großbritanniens eingehen wird. Doch es ist wesentlich leichter Beute zu machen, als sie wieder loszuwerden. Allesamt Berufsverbrecher sind zwar bestens informiert über Schritte und Vorgehensweisen, doch zuerst muss Brian überhaupt klären, wer eigentlich mit von der Partie ist. Wer steht Schmiere und wer ist schlank genug, um durch die Maueröffnung zu passen?

Filmposter

Ein wenig abgedroschen ist die Story schon, unzählige Male durchexerziert wird der Einbruch in eine Bank regelrecht zelebriert. Es ist immer der gleiche Spannungsablauf: Die Bank wird ausgeguckt, ergründet was zu holen ist, um sie dann auszurauben. Einziger aber gravierender Unterschied und Witz an der ganzen Sache ist der Altersunterschied. Alternde Einbrecher haben mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen, sind nicht mehr ganz fit, ärztliche Versorgung wäre also dringend nötig. Einige wissen nicht genau, wie die neuen Werkzeuge aus dem Baumarkt handzuhaben sind. Doch gezielt gesetzte Rückblendungen in alte s/w Filme aus den sechziger Jahren helfen neuzeitliche Schwächen zu überbrücken. Ein gewisser Drive setzt ein. Schwarze Komödie, in der englischer Humor das Sagen behält.

Der Einbruch spielt sich im Londoner Diamantenviertel – im Hatton Garden Safe Deposit ab, einer Depotfirma, die ihren Kunden Schließfächer für Wertsachen vermietet. Die Diebe, mit einer Ausnahme, sind über 60 und 70 Jahre alt und wollen den Einbruch über die Osterfeiertage verüben. Als Mechaniker verkleidet, dringen sie in die Depotfirma ein, schalten das Alarmsystem aus und beginnen schließlich ein Loch in die Wand des Tresorraums mit den Schließfächern zu bohren. Zwei Tage später haben sie ihr Ziel erreicht.

EIN LETZTER JOB erzählt die wahre Geschichte des berühmten „Hatton Garden Raub” von 2015. Das Drehbuch von Joe Penhall („The Road“) basiert auf den Recherchen des britischen Investigativ-Journalisten Duncan Campbell. Damals hatte eine bunte Gang von Rentnern den wohl kühnsten Raub der britischen Geschichte gewagt und Juwelen, Bargeld und Gold im Wert von 200 Millionen Pfund aus dem bestgesichertsten unterirdischen Tresor Londons erbeutet.

Die Besetzung, die Regisseur James Marsh für seine schwarz-humorige Kriminalkomödie gewinnen konnte, spricht für sich. Allen voran brilliert Michael Caine als Mastermind Brian Reader an der Seite der britischen Schauspiel-Stars Jim Broadbent, Tom Courtenay, Michael Gambon, Ray Winstone und Charlie Cox.

BESETZUNG

Brian Reader – Michael Caine
John Kenny Collins – Tom Courtenay
Terry Perkins – Jim Broadbent
Danny Jones – Ray Winstone
Billy `The Fish´ – Lincoln Michael Gambon
Basil – Charlie Cox

STAB

Regie: James Marsh
Produktion: Tim Bevan und Eric Fellner, Michelle Wright, Ali Jaafar
Drehbuch: Joe Penhall
Kamera: Danny Cohen
Kostüme: Consolata Boyle
Produktionsdesign: Chris Oddy

TECHNISCHE DATEN

Lauflänge: 107 Minuten
Bildformat (AR): Scope 1:2,39
Auflösung: 4k
Tonformat: 5.1
FSK: freigegeben ab 12 Jahre

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