Die verträumte Cleo fühlt sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen – mit Hilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist. Die junge Frau hofft, mit ihr den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Eines Tages begegnet sie dem Abenteurer Paul, der auf einem Hausboot lebt und eine Schatzkarte ersteigert hat. Gemeinsam begeben sie sich auf einen aufregenden Trip durch die pulsierende Großstadt, bei der Cleo nicht nur auf verrückte Typen und urbane Legenden trifft, sondern auch Paul langsam näher kommt. Angekommen im Untergrund Berlins muss sich Cleo die wichtigste aller Fragen stellen: Soll sie die Zeit überhaupt zurückdrehen?

Filmposter

Ein wenig erinnert das Abenteuer CLEO an “Electric Girl”  (2019) von Ziska Riemann. Cleo ist nicht so psychodelisch, sondern versucht die Kulisse Berlins attraktiver in den Vordergrund zu heben. Dadurch wirkt CLEO aber auch oberflächlicher. Cleo ist ein Berlinfilm, der zur Aufgabe hat durch die Stadt zu führen. Die dunklen Ecken werden dabei nicht ausgelassen. Jede Stadt braucht ihren Untergrund, schon aus der Ökonomie heraus wie Städte angelegt sind und wie sie funktionieren. CLEO ist nicht so düster wie “Electric Girl”, sondern versucht seinen Charme viel stärker auszuspielen. Obwohl auch hier die Flucht in Scheinwelten eine besondere Rolle spielt. Hinter der realen Welt leben Geister, die das städtische Geschehen aufmischen und mitbestimmen. Cleo kommuniziert ständig mit ihnen. Gedreht wurde an 50 Tagen an 100 Motiven in, um und auch unter Berlin. Zwischen der ältesten Schauspielerin (Us Conradi) und der jüngsten (Baby Cleo nach der Geburt) liegen 90 Jahre.

Der Film wird durch die Schauspielerin Marleen Lohse (Cleo) hauptsächlich getragen. Sie führt den Zuschauer durch die Stadt Berlin, die rothaarige Künstlerin Marleen Lohse wurde 1984 in Soltau geboren, gab ihr Schauspieldebüt bereits mit zwölf Jahren und übernahm schon in der Schulzeit Rollen in Serien und Fernsehfilmen. Ihr Studium schloss sie 2010 an der Filmuniversität Babelsberg ab.

Der Film vereinigt „In-Camera“-Effekte, also Tricks, die direkt am Set hergestellt wurden, mit digital bearbeiteten Effekten (die schwarzweißen Geister wie Einstein und Marlene Dietrich) bis hin zu Stop-Motion- und Lege-Tricks.

BESETZUNG

Cleo – Marleen Lohse
Paul – Jeremy Mockridge
Zille – Max Mauff
Günni – Heiko Pinkowski
Sophia – Andrea Sawatzki
Bernd – Fabian Busch
Albert Einstein – Jean Pütz
Franz Sass – Ben Münchow
Erich Sass – Max Befort
Lehrerin – Wanda Perdelwitz

STAB

Regie: Erik Schmitt
Produzent: Fabian Gasmia
Drehbuch: Stefanie Ren, Erik Schmitt
Casting: Lisa Stutzky
Komponist: Johannes Repka
Kamera: Johannes Louis
Editor: David J. Rauschning
Szenenbild: Claudia Steinert
Kostümbild: Melina Scappatura
Maskenbild: Virginie Thomann, Lisa Strebelau

TECHNISCHE DATEN

Lauflänge 99 Minuten
Format 1:1,85
Bild 2 K
Ton 5.1
FSK Ab 6 Jahren

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