Dienstag, 27. Januar 2026, 19.30 Uhr
Schwindende Welt: Die Übersetzung des neuen Romans von Sayaka Murata
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 10 Euro (mit Anmeldung)
Sayaka Muratas deutsche Übersetzerin Ursula Gräfe und ihre Kollegin Karin Betz laden ein zu einem spannenden Gespräch über Muratas provokanten neuen Roman „Schwindende Welt“. Sex, romantische Liebe, Ehe und Familie stehen auf dem Prüfstand – und zwar in einer nicht allzu fernen Zukunft. Auch Muratas unverwechselbarer Stil, ihre Symbolik und die moralischen Grenzen, die sie in ihren Romanen so raffiniert verschiebt, kommen zur Sprache. Freuen Sie sich auf einen inspirierenden Abend voller neuer Perspektiven.
Ursula Gräfe hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. Yukio Mishima, Hiromi Kawakami und Haruki Murakami. Für den Aufbau Verlag überträgt sie die Werke Sayaka Muratas ins Deutsche. 2019 erhielt sie den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature.
Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur, ist Dozentin, Herausgeberin, Moderatorin und DJ. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Liu Cixin, Mo Yan, Jin Yong, Liao Yiwu, Can Xue und Wang Xiaobo. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Helmut-M.-Braem-Preis 2024.
In Kooperation mit der Weltlesebühne e.V.
Februar
Donnerstag, 5. Februar 2026, 19.30 Uhr
Ein Abend mit Stella Gaitano im Rahmen des Africa Alive Festivals
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 10 Euro (mit Anmeldung)
Stella Gaitano, geboren 1979 in Khartum, ist eine südsudanesische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin. Sie begann früh mit dem Schreiben und publizierte Kurzgeschichten auf Arabisch. Ihr Debütroman Eddos goldenes Lächeln (2018) war der erste südsudanesische Roman, der mit einem PEN Translates Award ausgezeichnet wurde. Gaitanos Literatur kreist um Krieg, Vertreibung und Identität. Seit 2022 lebt sie im Exil in Deutschland.
Donnerstag, 12. Februar 2026, 19.30 Uhr
Jaroslav Rudiš liest aus der „Gebrauchsanweisung für Bier“ und aus der „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“
Moderation: Tilman Spreckelsen
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 15 Euro (mit Anmeldung)
Tschechien ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2026
Bier ist nicht nur ein Getränk. Bier ist ein Kulturgut, das uns seit Jahrhunderten verbindet. Jaroslav Rudiš, der aus dem Bierparadies Böhmen stammt und in dessen Geburtsstadt sogar ein Bier nach ihm benannt ist, setzt dem goldenen Gerstensaft ein Denkmal. Von Altbier, alkoholfrei bis Zwickel – Rudiš probiert sie alle. Er besucht Klöster und Brauereien, Biergärten und Pubs und reist dafür quer durch Europa. Unterwegs trifft er passionierte Biertrinker und Biererzähler, Hopfenbauer, Bierbrauer und Biersommeliers. Ein mitreißendes Buch voller Geschichten und Geschichte, die das Bier erzählt.
Faszination Eisenbahn: Jaroslav Rudiš widmet sich den schönsten Bahnhöfen – den Kathedralen des Verkehrs -, den Bahnstrecken und Geschichten ums Zugfahren. Er verwebt die Historie der Eisenbahn mit den Geschichten der Menschen, denen er begegnet. Und verführt uns mit seinen brillanten und mitreißenden Erzählungen, wieder öfter und achtsamer Zug zu fahren. Eine Ode an die Schönheit des langsamen Reisens.
Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Rudiš Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Zudem wurde er mit der tschechischen Verdienstmedaille und als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Mittwoch, 25. Februar 2026, 19.30 Uhr
Twilight Zone – Lesung und Gespräch mit Nona Fernández
Moderation: Enrique Winter
Übersetzung: Dr. phil. Friederike von Criegern
Ort: Buchhandlung Weltenleser
Eintritt: 10 Euro (mit Anmeldung)
Ein packender Roman über das Vermächtnis politischer Verbrechen, ausgezeichnet mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz: Es ist 1984 in Chile, zur Zeit der Pinochet-Diktatur. Ein Mann betritt die Büros einer Oppositionszeitschrift: Er ist ein Agent der Geheimpolizei, verstrickt in die schlimmsten Machenschaften des Regimes, und möchte auspacken. Ausgehend von dieser wahren Begebenheit wirft Nona Fernández fast 40 Jahre später einen lebendigen, universellen und hochspannenden Blick hinter die Kulissen einer Diktatur.
Nona Fernández, geboren 1971 in Santiago de Chile, ist Schauspielerin und Autorin. Sie zählt zu den führenden literarischen Stimmen Südamerikas und gewann zahlreiche Preise, darunter zwei Mal den Premio Municipal de Literatura. Für ‚Twilight Zone‘ wurde sie mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet und für den National Book Award USA nominiert.
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Chile in Deutschland
