Architektur im Ringturm: Unbekanntes Böhmen Wiener Städtische Versicherungsverein - Ausstellungszentrum im Ringturm: vom 15. Juli – 16. Oktober 2026

Jelení Vrchy • Hirschbergen Schwarzenberger Schwemmkanal – Schwarzenbersky plavební kanál ,1821–23 © Andreas Haller

Alexandr Nogrády, Bürgermeister von Cesky Krumlov, eröffnete die Ausstellung „Unbekanntes Böhmen“ im Ringturm. Am Dienstagabend, dem 14. Juli wurde die diesjährige Sommerausstellung der Reihe „Architektur im  Ringturm“ des Wiener Städtischen Versicherungsvereins offiziell von Alexandr Nogrády,  Bürgermeister von Český Krumlov, eröffnet. Der Einladung von Mag. Robert Lasshofer,  Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, folgten zahlreiche Gäste, u. a.  Dr. Jiří Šitler, Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich, Dr. Günter Geyer  (Aufsichtsratspräsident des Wiener Städtischen Versicherungsvereins), Hartwig Löger (CEO der  Vienna Insurance Group) und Ing. Martin Diviš, MBA (CEO der Kooperativa pojišťovna).  

 

Jaroměř • Jermer Kaufhaus Wenke heute Stadtmuseum – Obchodní dům Wenke dnes městské muzeum, 1910–11, Arch. Josef Gočár © Andreas Haller
Ústí nad Orlicí • Wildenschwert Roškot Theater – Roškotovo divadlo, 1934–35, Arch. Kamil Roškot © Andreas Haller

Mit „Unbekanntes Böhmen“ richtet die Reihe „Architektur im Ringturm“ den Blick auf die verborgenen  architektonischen und kulturhistorischen Schätze des größten historischen Landesteils der  Tschechischen Republik. Entlang der Flüsse Moldau, Elbe und Eger führt die Ausstellung zu  außergewöhnlichen Städten, Schlössern, Kirchen, Klöstern und technischen Bauwerken und spannt  den Bogen von der Romanik bis zur Moderne. Ein Schwerpunkt liegt auf der Architektur des 20.  Jahrhunderts sowie auf den engen kulturellen und historischen Verbindungen zwischen Böhmen und  Österreich. Die Ausstellung ist bis 16. Oktober 2026 bei freiem Eintritt zu sehen. 

 www.airt.at/ausstellung/boehmen/  

Žatec • Saaz, Synagoge – Synagoga, 1872 © Adolph Stiller

Die Ausstellung „Unbekanntes Böhmen“ ist bis 16. Oktober 2026 bei freiem Eintritt im  Ausstellungszentrum im Ringturm (Schottenring 30,1010 Wien) zu sehen.  Öffnungszeiten:  Montag bis Freitag, 9:00 bis 18:00 Uhr  (an Feiertagen geschlossen)

Nový Dvůr • Neuhof, Trappistenkloster – Trapistický klášter, 2002, Arch. John Pawson © Adolph Stiller

Abseits von Prag gilt es, das unbekannte Böhmen mit seinen verborgenen Schätzen zu entdecken: außergewöhnliche Schlösser und Parkanlagen, gewagte spätgotische Kirchen, weitläufige Klöster, Synagogen, technische Meisterwerke und überraschende Zeugnisse der Moderne.

Nach Ausstellungen u. a. zu Mähren oder zur Prager Burg widmet sich Architektur im Ringturm nun dem größeren Teil der Tschechischen Republik, der trotz seiner kulturellen und historischen Bedeutung vielfach im Verborgenen geblieben ist: Böhmen. Entlang von Eger, Elbe und Moldau begegnen Besucher:innen einer Fülle überraschender Bauwerke. Die Schau spannt den Bogen von Romanik, Gotik, Renaissance und Barock bis zur Architektur des 20. Jahrhunderts mit Werken u. a. von Josef Hoffmann, Pavel Janák, Jan Kotěra, Heinrich Kulka oder Jože Plečnik.

Doudleby nad Orlicí • Daudleb an der Adler, Schloss Daudleb – Zámek Doudleby, 1585–90 © Andreas Haller

Auf Basis reicher wirtschaftlicher Grundlagen – Fischteichwirtschaft, Hopfenanbau und Bierkultur gepaart mit fruchtbarer Agrarlandschaft sicherten seit jeher den Wohlstand – konnte in dieser Region eine außergewöhnliche Architektur entstehen. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Architektur, Literatur, Wirtschaft und Politik haben ihre Wurzeln in Böhmen oder standen mit der Region in enger Beziehung. In Lebenswegen von Künstlern wie Gustav Klimt, Egon Schiele oder bedeutender Unternehmerfamilien der Donaumonarchie finden sich diese engen Verbindungen zwischen Böhmen und Wien.

Bechynĕ • Bechin Kirche Mariä Himmelfahrt mit Zellengewölbe (Diamantgewölbe) – Kostel Nanebevzetí Panny Marie s žebrovou klenbou (diamantovými klenbami) © Adolph Stiller

Mit einem neuen Blick wird unsere unmittelbare Nachbarschaft als eigenständige Kulturlandschaft, als Schauplatz herausragender Architektur und als historischer Resonanzraum Mitteleuropas präsentiert. Fotografien, Pläne und Geschichten laden dazu ein, ein Land neu zu entdecken, das näher liegt als gedacht – und dennoch voller Überraschungen ist.

Netolice • Netolitz, Schloss Kurzweil – Zámek Kratochvíle, 1583–89, Arch. Baldassare Maggi da Arogno © Libor Sváček
Moldau – Vltava © Libor Sváček
Kurator:Adolph Stiller

Konzept und Beratung:Stephan Templ 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Unbekanntes Böhmen

15.07. – 16.10.2026

Wiener Städtische Versicherungsverein

Schottenring 30

A-1010 Wien

Montag bis Freitag, von 9 bis 18 Uhr

Feiertags geschlossen

Eintritt frei