Suburbia Contemporary pflegt eine enge Verbindung zu den Galerien der Spinnerei: Zwei Jahre lang unterhielt die Galerie ein eigenes Ausstellungsprogramm in der Spinnerei Leipzig und vertiefte dadurch ihren Austausch mit der lokalen und internationalen Kunstszene.
Mit ihrer ersten Teilnahme an der ART COLOGNE setzt die Galerie diesen Dialog fort und präsentiert neben Galle den in London geborenen und in Kapstadt lebenden Künstler Jake Aikman, dessen atmosphärische Seestücke und Landschaften die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion ausloten.
Martin Galle
Geboren 1981 in Leipzig · Lebt und arbeitet in Leipzig
Martin Galle ist für seine naturalistische und sensible Malerei bekannt. Er verbindet unterschiedliche Maltechniken und Stile – von der Figuration bis zur Abstraktion – und führt klassische Verfahren mit Themen der zeitgenössischen Popkultur zusammen. Daraus entsteht ein intensiver Dialog zwischen verschiedenen Epochen und künstlerischen Traditionen. In seinen Bildern treffen traditionelle Maltechniken auf die zeitlose Ästhetik von Werbeplakaten und auf Naturbeobachtungen. Seine Inspiration schöpft er aus dem Banalen, mitunter Absurden alltäglicher Begegnungen, das er filtert, in neue Kompositionen überführt und im Spiel von Licht und Schatten zu einer eigenen Form und Bedeutung entwickelt.
Galle studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig und war von 2008 bis 2010 Meisterschüler von Neo Rauch. Seine Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen unter anderem in Taipeh, Los Angeles, New York, Seoul, Athen und Leipzig gezeigt. Dazu zählen Natural Feeling (Tapetenwerk, Leipzig, 2025), The Essence of Existence (AKI Gallery, Taipeh, 2023) und Firework Show (artlab21 Foundation, Los Angeles, 2011).
2026 präsentierte Galle mit Suburbia Contemporary in Leipzig die Einzelausstellung All About Nothing sowie die Gruppenausstellung Revier.
Jake Aikman
Geboren 1978 in London · Lebt und arbeitet in Kapstadt
Jake Aikmans künstlerische Praxis kreist um Isolation, Verbindung und die meditativen Qualitäten natürlicher und konstruierter Landschaften. Seine atmosphärischen Seestücke und liminalen Räume laden zu immersiven Seherfahrungen ein und rufen die Erhabenheit wilder Orte sowie die flüchtige Schönheit von Licht und Dunst auf. Während in seinen frühen Gemälden noch menschliche Figuren auftauchten, wandte er sich zunehmend menschenleeren Landschaften zu. Seine Arbeit bewegt sich zwischen der Darstellung von Wasser und abstrakten Werken, die das Flüchtige des Sehens erkunden. In jüngeren Arbeiten treten Spuren der darunterliegenden Farbschichten an die Oberfläche und setzen neue Farbakzente. So wird das Meer für Aikman zu mehr als einem Motiv: Es bildet den Ausgangspunkt, um Wahrnehmung, Wiederholung und die Möglichkeiten der Malerei selbst zu hinterfragen.
2008 schloss Aikman sein Masterstudium der Bildenden Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der Michaelis School of Fine Art der University of Cape Town ab. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem im Rahmen von L’Anima dell’Acqua: The Spirit of Water, parallel zur 53. Biennale von Venedig, auf der 4. Internationalen Kunstbiennale Peking sowie in der Creative Cities Collection des Barbican Centre in London im Rahmen der Olympic Fine Arts 2012.
Mit Suburbia Contemporary realisierte er die Einzelausstellungen Vestiges (Granada, 2018), Still the Light Reaches Us (Barcelona, 2021), Listeners (2023) und Blistering Barnacles (Spinnerei, Leipzig, 2024). Seine aktuelle Ausstellung Land of the Living ist noch bis zum 22. Dezember 2026 in der Galerie in Barcelona zu sehen.
Suburbia Contemporary
Carrer de Trafalgar 36, 08010 – Barcelona


