Als erste deutsche Messegesellschaft hat die Messe Frankfurt im Jahr 2012 die 500 Mio. Euro Umsatzgrenze durchbrochen, war die laut verkündete Botschaft des Vorsitzenden der Messe Frankfurt, Wolfgang Marzin für das zurückliegende Geschäftsjahr 2012.
Das lässt sich hören und knüpft hohe Erwartungen an die Messegesellschaft, wie sie an ein stabiles Unternehmen gestellt werden. Das hebt das Niveau, die Fluktuation und das Image einer modernen Stadt, wie es die Stadt Frankfurt in den letzten Jahrzehnten geworden ist, auch aufgrund der politischen Entwicklung die im Gegensatz früherer Jahrzehnte steht. Eine lange Entwicklung die Früchte trägt. Es ist manchmal erstaunlich, woher diese Fülle der Stadtentwicklung kommt. Sicherlich trägt der gesamte wirtschaftsexpansive Rhein-Main Ballungsraum mit dazu bei, um Frankfurt in seiner urbanen Entwicklung zu fördern.
Manchmal wäre es sogar wünschenswert, wenn etwas von der vorgezeigten Prosperität auf das nähere Umland der Stadt abfärben würde. Dort zählen Rekordumsätze nicht unbedingt zur Tagesordnung. Vor zwanzig Jahren waren sich die Regionen auch noch sehr ähnlich, doch mittlerweile hat Frankfurt aufgrund seiner Hochhäuser und des gesamten städtischen Umfeldes eine bahnbrechende Rolle gegenüber seinen Nachbarstädten eingenommen. Das hat Vorteile. Wenn man überlegt, welches Ziel mit dieser Vormachtstellung als größte hessische Stadt verfolgt werden soll, dann fällt einem nur die herausragende Stellung als Wirtschaftsstandort zuerst auf Bundesebene und dann auf internationaler Ebene ein.
Dennoch hat Frankfurt am Main kein Hauptstadtniveau. Wenn sich die Stadtplanung auch redlich bemüht, Berlin ist das Vorbild, zu expandieren. Das an der Messe gelegene Europa-Viertel ist nur ein Beispiel für die großzügige Ausdehnung der Stadt mit breiten Straßenzügen und repräsentativen Gebäuden auf einer Linie. Das neue Kongresszentrum der Messe schließt sich an. Über die Verschuldung der Städte, welche wirklich sehr hoch ist besonders in Frankfurt, spricht in solchen Momenten niemand.
Messe ist zugleich Jobmaschine, wie das schon von den Shopping Centern gesagt wurde. Ein expandierendes Großunternehmen benötigt viele Mitarbeiter, die an allen Enden Positionen einnehmen, um Getriebe und Messeleben in Gang zu halten. Das betrifft sowohl die Verwaltung als auch die Arbeit an den Messeaufbauten auf dem Außengelände und in den Hallen.
Das Unternehmen übertrifft die Ergebnisse des Messejahres 2011 um rund 15 Prozent. Der Umsatz konnte dabei im In- und im Ausland gesteigert werden und erreicht jeweils neue Bestmarken. „Mit 169 Millionen Euro haben wir unser operatives Auslandsgeschäft um 28 Prozent noch einmal deutlich gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 anheben können“, sagte Wolfgang Marzin. Die Messe Frankfurt generierte im ausklingenden Jahr 2012 rund 31 Prozent ihres Konzernumsatzes im Ausland. Entsprechend positiv verliefen die weltweiten Veranstaltungen mit einem konzernweit neuen Ausstellerrekord. An den 109 Messen und Ausstellungen beteiligten sich rund 77.300 Aussteller und über 2,9 Mio. Besucher.
Aus dem Umsatz wurde mit 42 Millionen Euro erneut ein stabiles Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet, das dem turnusbedingt vergleichbaren Jahr 2010 entspricht. „Aufgrund der guten Ertragslage war es möglich, eine Sonderzahlung, die im Zusammenhang mit der Auflösung des Cross-Border-Leasing im Jahr 2012 steht mit 13 Mio. zu verkraften“, wie Klaus Münster-Müller, Chief of Finance der Messe Frankfurt, sagte. Mit dieser einmalig berechneten Sonderbelastung liegt das vorläufige Konzernergebnis vor Steuern bei rund 30 Mio. Euro.
Der Anteil internationaler Aussteller ist auf einen neuen Spitzenwert von rund 73 Prozent gestiegen. Auf Besucherseite aus dem Ausland wurde mit rund 47 Prozent der Spitzenwert von 2010 erneut erreicht. Neben stabilen bis wachsenden Konzernveranstaltungen sorgten auch neue Eigen- und Gastveranstaltungen für die steigende Auslastung des Heimatstandortes Frankfurt.
In Frankfurt fanden insgesamt 35 Messen und Fachausstellungen mit mehr als 41.800 Ausstellern und rund 1,6 Millionen Besuchern statt. Die Besucherzahl liegt unter der des Vorjahres. Dies sei turnusbedingt durch die IAA begründet, die alle zwei Jahre in Frankfurt stattfindet, so der Messeveranstalter.
Hervorragend entwickelt haben sich im Berichtsjahr auch die Serviceleistungen und das Kongressgeschäft des Unternehmens. „Bei unseren digitalen Services haben wir schon früh wichtige strategische Weichen gestellt und zählen mit unseren Angeboten aktuell zu den führenden Unternehmen der Branche“, hob Marzin die Digital-Expertise der Messe Frankfurt am 20. Dezember 2012 zur Bilanzkonferenz der Messe Frankfurt hervor.


