Eine bretonische Liebe ist eine außergewöhnliche Familienkomödie, die mit Komik die unterschiedliche Liebeskonstellationen ergründet. Mit François Damiens und Cécile de France brillieren spielen zwei große Darsteller des französischsprachigen Kinos neben Darstellern wie Andre Wilms (Aki Kaurismäkis „Le Havre“) und Alice de Lencquesaing (François Ozons „Frantz“) vor der Kulisse der Bretagne.
Der Beruf des Minenentschärfers fordert die Provokation mit heraus, doch explosiv wird die Handlung im Film nicht. Vielmehr entsteht ein Geflecht aus Beziehungen, die sich nicht immer willkommen sind. Die Auflösung der familiären Ungereimtheiten versucht der Film mit Komik zu überspielen. Das mag subjektiv sein, ist letztlich Geschmacksache. Die jiddische Musik im Abspann des Films läuft nochmal wie Honig runter. Über Moral und Unmoral in Familienangelegenheiten zu entscheiden, will der Film nicht. Dazu ist er viel zu französisch. Große Familie und ihre Auswüchse sind eben naturgegeben.


