Auch hier, im Film “Happy Lamento” finden sich Elefanten, der Zirkus und Freiheit als zentrale Charaktere. Aber wie gewalttätig erscheinen diese Bilder, wenn wir sie mit denen aus dieser anderen Welt vor 50 Jahren vergleichen. Der Film ist eine Produktion meiner Firma “Kairos Film” in München, In Kooperation mit den jungen Filmverleihern und “Perlentauchern” von Rapid Eye Movies aus Köln – die mich auch mit Khavn de la Cruz zusammengebracht haben. (Auszug, Übersetzung aus dem Englisch. Henning Adam)

Dieser Alexander Kluge Film ist ein Experimentalfilm, der verschiedene mediale Anwendungsformen für sich entdeckt. Ein Merkmal ist, indem drei Leinwände gleichzeitig laufen nebeneinander und mit unterschiedlichen Inhalten. Wobei das menschliche Auge versucht untereinander einen Bezug herzustellen. Die Fokussierung taucht während der gesamten Handlung immer wieder auf, untermalt Geschehen und Darsteller wie den Humoristen Helge Schneider. Es kostet den Betrachter einige Mühe, sich genau auf eine Sequenz festzulegen. Unwillkürlich weicht der Blick auf eine der anderen beiden aus. Der Dokumentarfilm mit zum Teil gespielten Szenen passt zu Großereignissen wie Kunstbiennale oder Documenta. Der Beitrag ist so gesehen mehr als nur bloßes Statement, das zum aktuellen Zeitgeschehen Stellung nimmt. Hervorzuheben ist die ausgedehnte Filmmusik, die theatralisch das Geschehen der Bilder begleitet, wie das schon zu Stummfilmzeiten eingesetzt wurde. Andererseits nutzt Kluge seine aus dem Fernsehen bekannt gewordenen Interview-Dialoge. Zum Beispiel die Fiktion eines russischen Militärs kommt vor, der im Dialog Rede und Antwort steht.
Zur Filmwebsite: Happy Lamento


