Brad Pitt als Elite-Astronaut, der an die äußeren Ränder des Sonnensystems reist, um seinen vermissten Vater zu finden und ein Rätsel zu lösen, welches das Überleben unseres Planeten bedroht. Seine Reise soll dabei Geheimnisse aufdecken, welche die Natur der menschlichen Existenz und unseren Platz im Weltraum auf besondere Weise herausfordern.

Filmposter

Ist schon eine ulkige Geschichte soweit in das Sonnensystem hinauszureisen, wo Temperaturen herrschen, die an den absoluten Nullpunkt herankommen. Was letztlich nicht mehr viel mit menschlichem Leben zu tun hat – aber die Story ist ein Klassiker – vom Bild welches die Nachkriegszeit ideologisch mitprägte: zwei Astronauten kämpfen im Weltraum um das einzige Sauerstoffgerät, nur einer von beiden kann überleben. Auch in AD ASTRA kommt es zum Showdown zweier Astronauten im Weltraum, Mann gegen Mann. Doch hier ist diese Variante etwas umgestellt worden. Denn hier müssen Vater gegen Sohn kämpfen, um die Kontinuität der Vater-Sohn Beziehung aufrechtzuerhalten. Auch hier gewinnt wieder das Ego, das sich gegen alle Kriterien des sozialen Handelns durchgesetzt hat. Nur der Weg bis dorthin an den äußersten Rand des Sonnensystems ist sehr weit gewesen. Der Zuschauer schaut wie entrückt auf das Geschehen.

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Commander Roy McBride (Brad Pitt) reist zwar allein den weiten Weg, aber mit Zwischenstation auf dem Mond und weiter bis zum Mars, um erneut abzuheben. Was nicht ohne psychologische Kontrolle einhergeht, dem sich der Commander erst widersetzen muss. Gedanken-Spekulationen von Roy werden im Film durch ein Voice-Over erzählt. Ehrlich gesagt, so weit weg von der Erde würde ich mich als Mensch nicht einfach so getrauen. Ganz ohne Roboterhilfe und entsprechende Erleichterungen wäre mir das zu eintönig. Um die Dramatik zu steigern, verzichtet AD ASTRA aber auf den vordergründigen Einsatz dieser technischen Helfer, was nicht nachvollziehbar ist, denn Robotertechnologie liegt doch voll im Trend. Ergebnisse auf diesem Gebiet lassen sich durchaus zeigen. Nein, mit Wirklichkeit hat das nicht viel zu tun. Vielmehr steht die weite Reise für eine Metapher, die sagt: wo ein Lebenswille ist, wird sich dieser behaupten, wo dieser nicht zu finden ist, gibt es auch kein Überleben.

Zur Filmwebsite:   Ad Adstra     Spieldauer:  124 Minuten    Verleih: Foxfilm    Originaltitel: Ad Astra

Roy McBride leitet ein Team, das die größte Antenne der Welt baut, um Leben von Außerirdischen zu orten, wobei ein plötzlicher Stromstoß ihm fast das Leben kostet. Dieser Vorfall ist der jüngste einer langen Reihe von Katastrophen auf der Erde, einschließlich Bränden und Flugzeugabstürzen, die durch Stromstöße infolge radioaktiver Explosionen verursacht wurden. Der US-Geheimdienst glaubt, dass diese Explosionen auf kosmische Strahlung zurückzuführen sind, die von Explosionen in der Nähe von Neptun aus dem Lima-Projekt herrühren, einer vor langer Zeit durchgeführten Mission, deren Schiff 16 Jahre nach dem Start im Weltraum verschwand.

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Regisseur James Gray erklärt: „Die Idee des Lima-Projekts war, dass sie weit von der Sonne entfernt sind, damit ihr Magnetfeld keine Instrumente stört”. Commander des Projekts war Roys Vater, H. Clifford McBride (Tommy Lee Jones), ein legendärer Astronaut, der seit 16 Jahren vermisst wird. Obwohl Roy ihn seit seinem 16. Lebensjahr nicht mehr gesehen hat, hat seine Sehnsucht nach ihm nicht nachgelassen und zugleich seine Risikobereitschaft und damit seinen Glauben gestärkt, dass Antworten auf alle physischen und metaphysischen Rätsel des Lebens im Weltraum liegen. Aber Clifford war zu lange weg gewesen, als dass er als Elternteil und Ehemann hätte wirken können, so dass Roy einsam und isoliert aufwuchs, jemand der von Beziehungen abgeschottet ist und alle Gefühle positiv und negativ unterdrückte. Gray beschreibt weiter: „Regierungsbeamte der Vereinigten Staaten kommen zu Roy und erzählen ihm, dass sein Vater, den er für längst Tod hält, am Rande des Sonnensystems lebt”. Roys einziges Ziel, er will Kontakt zu ihm aufnehmen.

Regie führt James Gray nach einem Drehbuch von James Gray und Ethan Gross. Als Produzenten sind Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, James Gray, Rodrigo Teixeira und Anthony Katagas verantwortlich. Zum weiteren Star-Ensemble an Brad Pitts Seite zählen Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Liv Tyler, Jamie Kennedy und Donald Sutherland.

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