Das Kino spielte in der Programmatik des Bauhauses – insbesondere bei Walter Gropius und László Moholy-Nagy – eine beachtliche Rolle. Obwohl die erstrebte „Filmversuchsstelle“ als Fach am Bauhaus nicht zustande kam, gibt es dennoch einen umfangreichen Filmkorpus über vier Bereiche, an dem Studierende und Lehrende mitwirkten: Filme zur Reformarchitektur, politische Filmessays, abstrakte Filme und Expanded Cinema (Einspielfilme im Theater, Lichtprojektionen).

Dienstag, 5. November, 18 Uhr

Kurzfilmprogramm Bauhaus und Film I
Einführung: Thomas Tode, Kurator und Filmhistoriker, Hamburg

WIE WOHNEN WIR GESUND UND WIRTSCHAFTLICH? 4. Teil: Neues Wohnen (Haus Gropius)
DE 1926/28. R: Richard Paulick. 21 Min

BERLINER STILLEBEN
DE 1931/32. R: László Moholy-Nagy. 9 Min

KOMPOSITION I/1922
DE 1922/77
und KOMPOSITION II/1922
DE 1922/59, R: Werner Graeff . 4 Min

DER AUFSTIEG
DE 1926. R: Walter Ruttmann. 4 Min

FLÄCHEN PERPELLERISTISCH
DE 1930. R: Heinrich Brocksieper. 3 Min

ENTE
DE 1930. R: Heinrich Brocksieper. 1 Min

NÄHERIN
DE 1930. R: Heinrich Brocksieper. 2 Min

REFLEKTORISCH FARBSPIELE
DE 1922/67R: Kurt Schwerdtfeger. Auszug. 17 Min

Dienstag, 12. November, 18:15 Uhr

BAUHAUS – MODELL UND MYTHOS
Deutschland 1998/2009. R: Niels Bolbrinker, Kerstin Stutterheim. Dokumentarfilm. 103 Min. DCP

Dieser Dokumentarfilm zeichnet ein umfassendesPorträt der Institution „Bauhaus“ mit verschiedenen Schwerpunkten: Es geht um die Entstehungsgeschichte des Bauhaus, den Umzug von Weimar nach Dessau, Auflösung und Emigration um 1933, die Rolle einiger Mitglieder während des Dritten Reichs und nicht zuletzt Projekte in Tel Aviv und den Vereinigten Staaten. Zu Wort kommen dabei unter anderem ehemalige Bauhausschüler/innen, die sich kritischzur Institution äußern, aber auch – in Archivaufnahmen – zentrale Figuren der Bewegung.

Dienstag, 19. November, 18:00 Uhr

Kurzfilmprogramm Bauhaus und Film II

WIE WOHNEN WIR GESUND UND WIRTSCHAFTLICH? 6. Teil: Das Bauhaus Dessau und seinen Funktionsweise
DE 1926/28, R: Richard Paulick. 15 Min

ALTER HAFEN IN MARSEILLE
DE/FR 1929/32. R: László Moholy-Nagy. 9 Min

SYMPHONIE DIAGONALE
DE 1924/25. R: Viking Eggeling, Erna Niemeyer. 6 Min

FILMSTUDIE DE 1928. R: Hans Richter, Erna Niemeyer. 4 Min

OPUS 3 + 4 DE 1924. R: Walter Ruttmann, Lore Leudesdorff. 9 Min

EIN LICHTSPIEL SCHWARZ WEISS GRAU
DE 1930/32. R: László Moholy-Nagy. 5 Min

MAKING OF
AU 2000. R: Corinne Schweizer, Peter Böhm. 6 Min

SONANTINE II (rot) AU 1923/2000. 9 Min

S-TANZ
AU 1923/2000. 5 Min; basierend auf Ludwig Hirschfeld-Macks FARBLICHTSPIELE (AU 1923/2000)

Dienstag, 26. November, 18:00 Uhr

THINGS TO COME Was kommen wird

Großbritannien 1936. R: William Cameron Menzies
D: Raymond Massey, Edward Chapman, Margaretta Scott. 97 Min. DCP. OF

THINGS TO COME entstand in Zusammenarbeit mit dem Autor der Vorlage, H.G. Wells und erzählt die Geschichte der Stadt Everytown, die über einen Zeitraum von knapp 100 Jahren von Kriegen, Krankheiten und diktatorischen Machthabern heimgesucht wird. Schließlich, im Jahr 2036, lebt die Bevölkerung in einer glänzenden, technologischen Utopie. Das Design einiger futuristischer Anlagen wurde inspiriert von László Moholy-Nagy.

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