Sprachlich hätte die Akustik deutlicher sein können. Man konnte nicht jedes Wort verstehen, das aus der Anlage kam, obwohl auf Deutsch gesungen wurde. Stellenweise wirkte die Lautsprecheranlage im Großen Saal leicht übersteuert, was auch Vorteile haben kann, um rockiger zu wirken. Meiner Meinung ist der Saal in der Alten Oper Frankfurt nicht unbedingt auf lautstarke Rockkonzerte ausgelegt, wobei Softrock geliefert wurde, bei dem gängige Themen aus Liebe und Sehnsucht dominieren. Inhaltlich steckt was dahinter, dient der grenzüberschreitenden Verständigung und zeigt, auch auf Deutsch gesungen, bringt alles mit, um die Stimmung am Laufen zu halten.
2023 trennte sich die Band von mehreren Mitgliedern, an deren Stelle traten Daniel Bätge und Heiko Jung, der das Schlagzeug übernahm. Claudius Dreilich, der aus der Familienbande erwachsene Frontmann der Band meisterte seine Aufgabe vor dem Frankfurter Publikum, von einem Song zum anderen führte er souverän durch den Programmabend. Kommentare oder Anspielungen zum Tagesgeschehen standen nicht im Vordergrund, vielmehr sollte der Eindruck eines stimmungsvollen Ablaufs entstehen, um KARAT im Original zu haben. R.M.


