Auf einen Blick
Wie lässt sich Architektur heute denken und praktizieren – angesichts sozialer Krisen und ökologischer Herausforderungen? Die Ausstellung ‹Groundwork› widmet sich dieser Frage und untersucht aktuelle Ansätze architektonischer Praxis. Im Zentrum steht eine Reihe von drei neuen Dokumentarfilmen, die vom Canadian Centre for Architecture (CCA) in Montreal produziert und ursprünglich in einzelnen Ausstellungen dort präsentiert wurden. Gezeigt werden unterschiedliche Methoden des Architekturschaffens: Xu Tiantian (DnA_Design and Architecture) entwickelt auf der Insel Meizhou in China präzise Interventionen im Spannungsfeld von Kulturerbe, Tourismus und Ökologie. Das Berliner Kollektiv bplus.xyz, oder b+, initiiert eine Europäische Bürger:inneninitiative, um Erhalt und Transformation des Bestands gegenüber spekulativer Stadtentwicklung zu stärken. Carla Juaçaba realisiert in Brasilien minimalistische Pavillons, die lokale Gemeinschaften im Kontext extraktiver Landwirtschaft unterstützen. ‹Groundwork› fokussiert nicht das fertige Bauwerk, sondern den Entwurfsprozess in seiner frühen Phase. Filme, Dokumente und Fragmente machen sichtbar, wie architektonische Konzepte unter spezifischen sozialen, politischen und ökologischen Bedingungen entstehen. Ausstellung und Filmreihe konzipiert von: Francesco Garutti & Irene Chin (CCA) Filme unter der Regie von: Joshua Frank Adaptiert von: Yuma Shinohara (S AM)
Verstehen im gegenwärtigen Augenblick den Prozess, Architektur zu schaffen? Leben in einer Zeit spekulativer Systeme, die darauf ausgelegt sind, den Profit über den Menschen zu stellen. Mit sozialen Krisen konfrontiert zu sein, die die grundlegendsten Lebensbedingungen untergraben, während der ökologische Kollaps die Existenz einer Vielzahl menschlicher und nicht-menschlicher Wesen über viele Territorien und Geografien hinweg bedroht. Dabei stehen Fragen, ob man bauen soll oder nicht, wie interveniert und wie mit dem Bestand umgegangen werden soll, unausweichlich im Zentrum des Denkens über Architektur. Groundwork möchte diese strukturellen Schlüsselfragen adressieren und tritt dazu in einen Dialog mit drei Architekturbüros, die methodische Ansätze entwickeln. Ihr Ziel ist es, infrage zu stellen, zu unterlaufen und neu zu definieren, was es heute bedeutet, Raum zu schaffen. Groundwork wird hier zum ersten Mal als Ganzes gezeigt; ursprünglich war jedes seiner drei Kapitel am Canadian Centre for Architecture in Montreal in einer eigenen Ausstellung zu sehen. Das erste Kapitel folgt Xu Tiantian (DnA_Design and Architecture) auf die Insel Meizhou vor der chinesischen Küste, wo sie eine Reihe subtiler Interventionen schafft, um im Spannungsfeld zwischen Kulturerbe, Tourismus und Meeresökologie zu vermitteln. Das zweite nimmt das Berliner Architektur-kollektiv bplus.xyz (b+) beim Start einer Europäischen Bürger:inneninitiative in den Blick. Kultur und Gesetzgebung sollen einen grösseren Schwerpunkt auf Erhalt und Sanierung bestehender Gebäude legen: eine Möglichkeit, Formen ungerechter Spekulation in der Stadt aktiv zu bekämpfen. Schliesslich begleitet das dritte Kapitel Carla Juaçaba ins Herz von Minas Gerais, Brasilien, wo sie auf einer Kaffeeplantage Pavillons entwickelt – Bauten mit minimalem Tragwerk, zugleich minimale Infrastruktur zur Unterstützung des Widerstands von Kollektiven gegen die extraktive industrielle Landwirtschaft. Angespornt vom dringenden Bedürfnis zu verstehen, in welch fundamentaler Weise Architekt:innen in der gebauten Umwelt Veränderung bewirken, berichtet Groundwork nicht über das Ergebnis eines Projekts, sondern dokumentiert vielmehr den Entwurfsprozess in seiner frühen Entstehungsphase. Die Ausstellung beobachtet bewusst, wie Ideen – nicht Gebäude – Gestalt annehmen. Sie zeigt, wie konzeptionelle Antworten auf Kontext und Bedingungen, auf politische und ökonomische Zwänge, auf kulturelle und geografische Transformationen entstehen. Umwege, Misserfolge und taktische Verschiebungen werden zu Momenten der Offenbarung, in denen man neue Modi der Praxis und kritische Wege versteht, sich mit gegebenen Orten und Communities auseinanderzusetzen. Die Geschichten in Groundwork werden mittels der narrativen Vielschichtigkeit des Films als Forschungsformat dokumentiert und neben Artefakten, Dokumenten, Exemplaren und Fragmenten der jeweiligen Orte als Belege eines kontinuierlichen Denkprozesses präsentiert. Es handelt sich dabei um Ausschnitte investigativer und explorativer Erkundungen, deren abschliessende Handlung, das Endergebnis, noch aussteht und konzeptualisiert werden muss – es ist noch offen und im Bau.
Aufbau der Ausstellung
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Filmtrilogie unter der Regie von Joshua Frank, die vom Canadian Centre for Architecture produziert wurde. Jeder Dokumentarfilm (ca. 40–50 Min.) begleitet eine:n der Architekt:innen bzw. eines der Teams bei der vorbereitenden Vorarbeit vor dem eigentlichen Entwurf. Dabei werden die Zuschauer:innen dazu eingeladen, die Architekt:innen auf ausgedehnten Spaziergängen durch das Gebiet zu begleiten, bei Strategiebesprechungen zuzuhören oder die stillen Momente zu beobachten, in denen Ideen Gestalt annehmen. Das filmische Medium ermöglicht ein immersives und ganzheitliches Erlebnis jedes Standorts und liefert zudem ein intimes Porträt jedes Teams und seines Denkprozesses. Die Filme werden in drei Vorführungsräumen gezeigt, die die Enfilade des S AM in eine filmische Landschaft verwandeln. Sie werden durch eine Auswahl von Originalobjekten ergänzt, die aus den darin dargestellten Prozessen stammen. Diese sind auf einem langen Tisch im ersten Raum des Museums platziert und erheben diese Spuren des Alltags zu rätselhaften Artefakten, deren Bedeutung sich erst beim Betrachten der Filme in den nachfolgenden Räumen entfaltet. Auf diese Weise werden der physische Raum des Museums und die virtuellen Landschaften der Filme zu einem einzigartigen Ausstellungserlebnis vereint.
Die Filme
CHAPTER 1 – INTO THE ISLAND Meizhou Island Xu Tiantian 2024, 41 min
Xu Tiantian gründete 2004 DnA_Design and Architecture in Beijing. Inmitten von Bauboom und Streben nach ‹ikonischen› Bauten anlässlich der Olympischen Spiele fing sie an, die Entwurfspraxis zu hinterfragen und entschied sich für eine Auszeit. Erst 2013 – zu Beginn eines langfristigen Auftrags im Landkreis Songyang im Südosten Chinas – machte sie sich daran, einen anderen Ansatz zu artikulieren. Der erste Schritt in DnAs Prozess der architektonischen Akupunktur ist eine Standortdiagnose, mit Unterstützung von Menschen vor Ort. Es geht darum, Muster und Ungleichgewichte in den Kreisläufen zu verstehen, also wie Menschen, Waren, Rohstoffe, Geld etc. im bestehenden System zirkulieren. Indem sie der Dynamik spezifischer Ökosysteme und Gemeinschaften nachspürt, wird die Architektur zu einer Praxis der Reparatur und der Pflege. Manchmal würden Xus minimale Design-Interventionen überhaupt nicht als Bau gelten. Die Arbeit von DnA – ausbessern und heilen, neu positionieren und reaktivieren – könnte besser als kuratorische Praxis beschrieben werden, die auf physische und soziale Landschaften angewandt wird. Vor Ort verfügbare Materialien und Kompetenzen zu nutzen, bescheidene Bauten zu restaurieren, alte Technologien neu zu kalibrieren sind alles Strategien dieses subtilen – manchmal fast unsichtbaren, aber dennoch radikalen – Ansatzes. Es handelt sich um ein planvolles Verfahren mit dem Ziel, das Überleben verschiedener Formen von Identität im ländlichen Raum zu sichern und ihre Evolution zu unterstützen. Im Sommer 2022 erhielt DnA den Auftrag für einen Museumsbau auf der vor der Küste von Xus Heimatstadt Putian gelegenen Insel Meizhou. Berühmt ist die Insel als Ort, wo der Kult der Meeresgöttin Mazu entstand, und in diesem Umfeld besteht ein fragiles Gleichgewicht von religiösen Pilgerfahrten und Massentourismus, archaischen bäuerlichen Techniken und striktem Naturschutz. Meizhou ist vom Timing der Gezeiten und den Ritualen der Marikultur tiefgreifend geprägt. Into the Island folgt Xu, wie sie auf diesem destabilisierenden Terrain – dem Ozean und seinem empfindlichen Ökosystem – essenzielle Elemente, Druckpunkte und Fragestellungen entdeckt. Im Dialog mit und im Dienste der Dorfbewohner:innen, Fischer:innen und Meeresbiolog:innen hat Xu Ideen für eine Serie präziser Interventionen und ein auf mehrere Standorte verteiltes Museum konzeptualisiert, das die lebendigen Traditionen zur Geltung bringen soll. Into the Island ist eine Momentaufnahme eines fluiden Designprozesses – eine Geschichte von Begegnungen, ein Narrativ, das aus den Fragmenten einer sich entwickelnden Kultur und einer sich wandelnden Landschaft geformt ist.
CHAPTER 2 – TO BUILD LAW Berlin b+ 2024, 49 min
Das 2022 in Berlin gegründete Architekturkollektiv bplus.xyz (b+) entwickelte sich aus dem gleichnamigen Studio des deutschen Architekten Arno Brandlhuber. Das ‹+› im Namen des Büros markiert ausdrücklich einen Verfahrensansatz mit dem Ziel, Raum für Austausch und Zusammenarbeit zu schaffen und architektonische Projekte als Produkte gemeinschaftlicher Verantwortung, ganzheitlichen Denkens und öffentlichen Dialogs mit Politik- und Wirtschaftswissenschaftler:innen, Schriftsteller:innen, Filmemacher:innen, Anwält:innen, Künstler:innen und Studierenden neu zu denken. b+ arbeitet ständig an der Schnittstelle von Theorie, Pädagogik und Praxis und begreift den Baubestand und die Gesetzgebung als primäre Entwurfswerkzeuge. Bei jeder Intervention nehmen die Umnutzungsprojekte rechtliche Aspekte kreativ ins Visier. Indem b+ die Risse und Widersprüche des Systems unter die Lupe nimmt, bildet es Gesetze und politische Richtlinien als Handlungsfelder ab, in denen Architekt:innen die Bedingungen der räumlichen Produktion möglicherweise umgestalten können. Angesichts der eskalierenden Wohnungs- und Klimakrise gründete b+ 2023 HouseEurope!, ein ‹Policy Lab›, das einerseits die Verantwortung der Baubranche innerhalb des Systems des finanzialisierten Immobilienmarktes thematisiert und sich andererseits das Potenzial von Design zunutze macht, um neue Werte zu etablieren. In einem spekulativen Markt werden Gebäude abgerissen und neu gebaut, wobei die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft nur nachrangig beachtet werden. Das erste Projekt von HouseEurope! ist ‹Power to Renovation›, eine Europäische Bürger:inneninitiative, die durch direkte Demokratie und Unterschriftensammlungen neue Gesetze vorschlagen möchte, um Sanierung und Umnutzung zur neuen Norm zu machen – anstelle von Abriss und Neubau. To Build Law ist eine vielschichtige Reportage über urbane Fragmente und Rechtswege, die dem Team von b+ während verschiedener Phasen der Konzeptualisierung und Entwicklung von ‹Power to Renovation› genau nachspürt. Architektur zeigt sich hier als offener Prozess, in dem Partnerschaften gegründet, Positionen formuliert, Versammlungen einberufen, Kampagnenstrategien entwickelt und Stimmen gesammelt werden, um eine Bewegung aufzubauen, die die Bedingungen der Architektur in Europa verändern möchte.
CHAPTER 3 – WITH AN ACRE Minas Gerais Carla Juaçaba 2025, 45 min
Carla Juaçaba gründete 2000 ihr Architekturbüro in Rio de Janeiro nach einer unkonventionellen Architekturausbildung, die sie mit Studien zu experimentellem Theater und Ausstellungsdesign ergänzte. Diese interdisziplinäre Grundlage inspiriert ihren Ansatz: Sie begreift Architektur als filigrane Choreografie von Materialien und zurückhaltende Inszenierung des Freiraums. Von indigenen Philosoph:innen und Landschaftstheoretiker: innen geprägt, fasst Juaçaba ihre Projekte als temporäre Besetzungen auf – die so wenig Ressourcen wie möglich benutzen und nur minimal in das Land eingreifen. Von kleineren Wohnungsbauprojekten bis hin zu viel beachteten öffentlichen Aufträgen – beachtenswert der Pavilion Humanidade für die Vereinten Nationen – artikulieren ihre Projekte eine grundlegende Architektursprache. Juaçabas Arbeiten sind Meisterwerke des sparsamen Mitteleinsatzes und verkörpern eine Fragilität, die nicht nur poetisch, sondern zutiefst politisch ist – ein Manifest für eine Generation Gestalter:innen, die mit sich überlagernden Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskrisen konfrontiert ist. 2019 lernte Juaçaba Milena Rodrigues kennen, die sowohl ein Unternehmen für hochwertigen Kaffee als auch eine Bewegung von Kleinbäuer:innen in Minas Gerais leitet. In diesem Bundesstaat mit dem grössten Kaffeeanbaugebiet Brasiliens herrscht eine Kultur des Extraktivismus immer noch vor. Die ehemalige Journalistin Rodrigues war nach Hause zurückgekehrt, um sich um ihre Familie zu kümmern, und entdeckte eine neue Lebensaufgabe: die Steuerung der Region in Richtung sozioökologischer Produktion. Sie träumte davon, die Kultur der Region zu verändern. Rodrigues wandte sich mit einem breit angelegten Auftrag an Juaçaba: den Bau eines Zentrums für berufliche Bildung, Umweltbildung, Anbau einheimischer Setzlinge und Agrotourismus – ein Raum, der helfen könnte, die Geschichte eines Territoriums umzuschreiben, das noch immer von brutaler Ausbeutung geprägt ist. With an Acre folgt Juaçaba bei ihrer zweiten Ortsbesichtigung in Nepomuceno, als sie den Kontakt zu Rodrigues und Mitgliedern der Flor de Café- Bewegung wieder aufnimmt, um ihre Ideen zu verfeinern und das Konzept der örtlichen Gemeinschaft vorzustellen. Der Film erzählt die Geschichte von Juaçabas Suche nach einer essenziellen Reihe von Gesten in Solidarität mit Bewegungen für Agrarreform und Walderhaltung, ihrer Suche nach einer Architektur, die ein praktisches Gerüst für Resilienz und eine symbolische Bühne für Widerstand bietet.
Das Canadian Centre for Architecture (CCA) ist eine international ausgerichtete Forschungsinstitution und ein Museum, getragen von der Überzeugung, dass Architektur ein öffentliches Anliegen ist. Das CCA realisiert Ausstellungen und Publikationen, erschließt und vermittelt seine Sammlung als Wissensressource, fördert die Forschung, bietet öffentliche Programme an und initiiert vielfältige weitere Aktivitäten – getragen von der Neugier, wie Architektur das gegenwärtige Leben prägt und wie sie es neugestalten könnte. Es lädt Partner:innen sowie eine breite Öffentlichkeit zur Mitwirkung ein und verleiht dem architektonischen Denken vor dem Hintergrund aktueller fachlicher und kultureller Fragestellungen neue Relevanz.
Projektkonzeption
FRANCESCO GARUTTI & IRENE CHIN
Francesco Garutti ist seit 2017 stellvertretender Direktor für Programme am CCA und leitet die Abteilung für Ausstellungen und öffentliche Programme. Zu seinen jüngsten kuratorischen Projekten zählen die Ausstellung und Filmreihe ‹Groundwork›, die Ausstellungen ‹Our Happy Life: Architecture and Well-Being in the Age of Emotional Capitalism› (2019) und ‹The Things Around Us: 51N4E and Rural Urban Framework› (2021). Er leitete das Ausstellungs- und Publikationsprogramm ‹Out of the Box› zur Gordon-Matta-Clark-Sammlung (2019–2020) und zum Amancio-Williams-Nachlass (2023–2024). Bevor er zum CCA kam, war Garutti Kunst- und Architekturredakteur beim Magazin Abitare (2011–2013) und arbeitete als Architekt und Forscher für das Architekturbüro Peter Zumthor (2007–2008), wo er die Schnittstellen zwischen Kunst und Architektur untersuchte, um interdisziplinäre Forschung anzuregen. Irene Chin, Kuratorin für zeitgenössische Architektur am Canadian Centre for Architecture, leitet den Bereich Forschung und Entwicklung im Bereich Film und Ausstellungen. Seit 2015 wirkt sie an Projekten des CCA mit, darunter ‹Archaeology of the Digital: Complexity and Convention› (2016), ‹Our Happy Life: Architecture and Well-Being in the Age of Emotional Capitalism› (2019), ‹The Things Around Us: 51N4E and Rural Urban Framework› (2021) sowie ‹Groundwork› (2024–2025). Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Architektur vom Pratt Institute, NY, und einen Master-Abschluss in Design Studies von der Harvard Graduate School of Design, MA.
FILM
JOSHUA FRANK Joshua Frank ist Filmemacher und Musiker und lebt und arbeitet in Montreal, Peking und New York. Er interessiert sich besonders für kulturelle Schnittstellen und achtet dabei besonders auf die dabei entstehenden Momente von Erkenntnis, Absurdität und Schönheit. Franks dokumentarische Arbeit konzentriert sich auf Esskultur, Migration, Underground-Musik und LGBTQRechte. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Beiträge für HBO, Showtime, VICE, MUNCHIES, Quartz und die New York Times. Er hat einen Master-Abschluss in Journalismus und Dokumentarfilm von der New York University und einen Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung in Ostasienwissenschaften von der McGill University.
KURATOR
S AM SCHWEIZERISCHES ARCHITEKTURMUSEUM: YUMA SHINOHARA
Yuma Shinohara ist Kurator am S AM Schweizerisches Architekturmuseum in Basel. Zuvor hatte er verschiedene kuratorische und redaktionelle Positionen bei Storefront for Art and Architecture, Ruby Press, der Akademie der Künste Berlin sowie dem Canadian Centre for Architecture inne. Am S AM hat Shinohara mehrere Ausstellungen wie ‹Was War Werden Könnte. Experimente zwischen Denkmalpflege und Architektur› (2025), ‹SAY Swiss Architecture Yearbook› (2025/2023), ‹Make Do With Now. Neue Wege in der japanischen Architektur› (2022), ‹Beton› (2021) und ‹Swim City› (2019) kuratiert. Neben Beiträgen in Zeitschriften wie ARCH+, Lotus International oder Kenchiku Zasshi wird er regelmässig für Vorträge und Gastkritiken eingeladen, u.a. an die EPFL, die ETH Zürich, die Universität für angewandte Künste Wien, die Technische Universität Wien, die estnische Kunstakademie und das Architectural Institute of Japan. Shinohara war ausserdem Jurymitglied für den Young Architects Award des estnischen Architektenvereins sowie für den bcp Millennium Awards der Architekturtriennale in Lissabon. Er hat vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft an der Columbia University in New York studiert.
Begleitprogramm und Vermittlung
Die Vermittlung ist zentraler Bestandteil der Ausstellungen am S AM. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Kurator:innen und Vermittlerteam und wird von Beginn an mitgedacht bei der Konzeption der Ausstellungen. Durch die Veranstaltungen möchte das S AM den thematischen Diskurs auch mit der breiten Öffentlichkeit anregen. Unter den Highlights des Begleitprogramms für ‹Groundwork› sind ein Vortrag der Ko-Kuratorin der Ausstellung Irene Chin über das Verhältnis zwischen Film und Architektur (im Rahmen von Open House Basel), Werkvorträge von den internationalen Protagonist:innen der drei Filme (unterstützt durch die Hans und Renée Müller- Meylan Stiftung) sowie ein offener Lesekreis mit S AM-Kurator Yuma Shinohara über den Begriff des ‹Site› in der Architektur (Teil der Reihe ‹Lesekreis Landschaft› des Lokals für Raumbegehung).
19.5.2026, 17-18 Uhr
Einführung für Lehrpersonen, Anmeldung: education@sam-basel.org
28.5.(DE) 18 Uhr 14.6.(EN) 14 Uhr
9.7.(EN), 13.8. (DE), 21.8.(DE) 19 Uhr & Feierabendbier
Rundgang durch die Ausstellung
3.6.2026 19 Uhr: Carla Juaçaba 26.6.2026 19 Uhr: Xu Tiantian (DnA_Design and Architecture)
20.8.2026 19 Uhr: Jonas Janke (b+) und Josiane Schmidt (houseeurope!) Internationale Vortragsreihe Unterstützt von der Hans und Renée Müller-Meylan Stiftung Eintritt: frei, Sprache: EN (3.6., 26.6.), DE (20.8.)
1.7.-28.8.2026, Di-So 16-22 Uhr Sommeröffnungszeiten S AM & Kunsthalle Basel
12.8.2026 19 Uhr Lesekreis Landschaft: On Site Mit Yuma Shinohara, Kurator S AM Ort: S AM, Eintritt: frei, Sprache: Deutsch Im Rahmen der Reihe ‹Lesekreis Landschaft› des Lokals für Raumbegehung.
Info: www.lokal-fuer-raumbegehung.ch
26.8.2026, 10–12 Uhr Mittwoch-Matinée im S AM
29.-30.8.2026 Sonderprogramm im Rahmen der Kunsttage Basel
30.8.2026, 15 Uhr Tandem-Tour, S AM & Kunsthalle Basel
Vermittlung Schulen
Angebote für Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Universitäten und Tagesstrukturen Stufengerechte dialogische Führungen und Workshops im Museum Führungen: 60 Min. / Workshops: 90 – 120 Min. Zeiten: Mo-Fr: 8-12/14-16 Uhr, Angebote können ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten gebucht werden und ermöglichen das einzigartige Erlebnis, allein im Museum zu sein Volksschulen/Sek II: Kostenlos Kosten: Hochschulen/Schulen privat/Schulen Ausland: CHF 200 Touren ZU FUSS oder BY BIKE: Entdeckungen im Aussenraum Volksschulen/Sek II: Kostenlos Kosten: Hochschulen/Schulen privat/Schulen Ausland: CHF 200




