Ab sofort werden wir hier auch regelmäßig Aktuelles zu unserem Bauprojekt Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹ berichten – und beginnen damit heute!
Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹
Nach Abschluss des Architektenwettbewerbs für das Forschungsarchiv ›Tor zur Literatur‹ im März 2026 wurde jetzt gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe auch das darauffolgende Verhandlungsverfahren abgeschlossen. Alle drei Preisträger/-innen des Wettbewerbs beteiligten sich an diesem Verfahren. Gustav Düsing Architekt, Berlin / Landschaftsarchitektur mahl gebhard konzepte, München, Gewinner im Wettbewerb, gehen mit der höchsten Punktzahl erfolgreich auch aus dem Verfahren hervor und erhalten damit den Auftrag zur Planung und Durchführung des Forschungsarchivs ›Tor zur Literatur‹!
Weitere Informationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Donnerstag, 9. Juli, 19.30 Uhr
Archivgebäude, Humboldt-Saal
Zeitkapsel 66
Mörike-Lieder. Lieder und Briefe von Hugo Wolf, Pauline Viardot u.a.
Mit Christina Gansch (Sopran), Stephan Loges (Bariton), Sholto Kynoch (Klavier), Natasha Loges, Gunilla Eschenbach und Ernst Leopold Schmid
Bei Mörike-Vertonungen denkt man sofort an Hugo Wolf. Immerhin hat dieser mit seinen 53 Gedichten von Eduard Mörike wahre Meisterwerke hinterlassen. Dass es aber auch von der französischen Komponistin Pauline Viardot ein ganzes Dutzend an fantastischen Mörike-Liedern gibt, ist kaum bekannt. Nun kommen diese Mörike-Lieder erstmals als Zyklus zur Aufführung, den die Musikwissenschaftlerin und Viardot-Expertin Natasha Loges konzipiert hat. In einer Mörike-Zeitkapsel stellt Gunilla Eschenbach (DLA Marbach) neben Briefen von Pauline Viardot aus der Mörike-Sammlung Berge das jüngst erweiterte »Familienarchiv der Musikerfamilien Schmid und Kauffmann« vor, in dem sich u.a. Handschriften des Tübinger Universitätsmusikdirektors Emil Kauffmann befinden, der sowohl zu Eduard Mörike als auch zu Hugo Wolf ein freundschaftliches Verhältnis pflegte.
Eintritt: € 18,- / € 14,- (IHWA-Mitglieder)
Montag, 13. Juli 2026, 19 Uhr
Marbach zu Gast im Lyrik Kabinett München
Das Lyrische Quartett – Gedichte im Gespräch
Mit Maren Jäger (Moderation), Frieder von Ammon, Daniela Strigl und Beate Tröger. Die Gedichte rezitiert Birgitta Assheuer
Acht Augen sehen deutlich mehr als zwei. Dies gilt besonders beim Lesen von Gedichten. Die Kritikerinnen und Kritiker des Lyrischen Quartetts tragen ihre Lektüren zusammen, teilen ihre Beobachtungen, Entdeckungen und Lieblingsverse ebenso wie ihre Begeisterung oder Irritation. Nachdem das Quartett im Frühjahr in Marbach zu Gast war, zieht es im Sommer wieder nach München. Als besonderer Gast wird diesmal die Frankfurter Kritikerin Beate Tröger begrüßt, eine der profundesten Kennerinnen der gegenwärtigen Lyrikszene.
Eintritt: € 10,- / € 7,- (erm.)
Deutschlandfunk Kultur sendet die Aufzeichnung der Veranstaltung am Sonntag, den 19. Juli 2026, um 22.05 Uhr.
Eine Kooperation des Deutschen Literaturarchivs Marbach, des Lyrik Kabinetts München, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und von Deutschlandfunk Kultur.
Donnerstag, 30., bis Freitag, 31. Juli, jeweils von 10 bis 16 Uhr
Literaturmuseum der Moderne
Ferienworkshop
Doch alle haben Mut in ihren Mienen: Mit Rilke im Museum
Die aktuelle Wechselausstellung im Literaturmuseum der Moderne zu Rainer Maria Rilke erzählt einiges über diesen Dichter und seine Gedichte und Geschichten. Wer mit Fantasie, mit offenen oder auch halbgeschlossenen Augen durch die Räume geht, dem fallen die Geschichten nur so zu: Was erzählen die großen Fotos über ihn und was die kleinen Zeichnungen in seinen Briefen? In welche Bilder führen uns Elefant und Panther? Wie verbeugt sich ein berühmter Autor? Wieviel Poesie steckt in einem Olivenblatt? Es gibt viel zu finden und zu fabulieren, zu zeichnen, aufzuschreiben oder zu drucken!
Für Kinder von 8 bis 13 Jahren.
Kosten: € 30,-
Bitte eine Brotzeit für die Mittagspause mitbringen!
Anmeldung:
verena.staack@dla-marbach.de
»Aufgenommen auf der Terrasse des Hotels Bellevue in Sierre.« (August 1924). Foto: DLA Marbach.
Ausstellungen
Schiller!
Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum
Friedrich Schiller thematisiert zentrale Anliegen seines Zeitalters, macht in seinen Dramen und historischen Schriften immer wieder Europa und dessen Geschichte zum Schauplatz und Thema, versteht sich als ›Weltbürger‹. Seine Verse wurden zu geflügelten Worten, bis heute gilt er als Dichter der Freiheit und Rebellion.
Die neue Schau im Schiller-Nationalmuseum rückt mit rund 400 Exponaten – Manuskripten, Briefen und Büchern, Bildern und Skulpturen – die politische Dimension von Schillers Werk in den Fokus und zeigt den Autor zugleich im Kontext anderer Autorinnen und Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts. Inwiefern prägten Schillers Lebenserfahrungen sein Verständnis von Politik, Freiheit und Gesellschaft? – Wie wirkten sich Ortswechsel, zunächst Flucht und Exil, später vor allem imaginierte Reisen, auf Leben und Werk aus? – Wie fand er zwischen Finanznot und Freiheitsdrang, zwischen Brotberuf und Dichterdasein seinen Weg zum freien Schriftsteller? – Welche Rolle spielten die europäischen Werte der Französischen Revolution in seinem Leben und in seinen Texten? – Wie wurde er unmittelbar nach seinem Tod bereits zur Kultfigur?
›Schiller!‹ wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Digitalisierungsinitiative des Bundes sowie von der Wüstenrot Stiftung gefördert.
Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten
Eine Wechselausstellung im Literaturmuseum der Moderne
bis Januar 2027
Rainer Maria Rilke zählt national und international zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Das Jahr 2026 wird aus doppeltem Anlass literarisch im Zeichen Rilkes stehen, ist es doch gerahmt von seinem 150. Geburtstag am 4. Dezember 2025 und seinem 100. Todestag am 29. Dezember 2026.
Das Deutsche Literaturarchiv, das seit seiner Gründung 1955 systematisch Materialien von Rainer Maria Rilke archiviert, besitzt eine der weltweit bedeutendsten Rilke-Sammlungen, die mit der Übernahme des Rilke-Archivs Gernsbach (RAG) im Jahr 2022 noch einmal umfassend erweitert wurde. Die Ausstellung zum Jubiläumsjahr kann so aus dem Vollen der Bestände schöpfen, den ›ganzen‹ Rilke in seinen verschiedenen Handlungsrollen und biografischen Beziehungsnetzwerken sichtbar machen und in der zeitgenössischen literarischen Landkarte verorten. Die Schau richtet den Blick auf die verschiedenen sozialen, intellektuellen und künstlerischen Welten, in denen Rilke lebte und verkehrte — und ebenso auf jene Welten, die er literarisch gestaltete. Dabei wirft sie Schlaglichter auf Rilke als Autor und Netzwerker im zeitgenössischen Literaturbetrieb, auf seine familiären, freundschaftlichen und amourösen Beziehungen, auf seine Ambitionen als Bürger und Künstler, auf Rilke als Reisenden, Lesenden, Schreibenden, Sammelnden und Zeichnenden sowie auf Rilkes (eigene) Darstellung im Bild.
Insgesamt werden rund 200 Exponate und alle vorhandenen Materialarten und Objekttypen gezeigt: Manuskripte, Briefe, Notizbücher, Skizzen, Bücher, Bilder und Objekte. Die interaktive und multimediale Ausstellung ist für eine Dauer von 12 Monaten im Literaturmuseum der Moderne zu sehen.
›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹ wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung.
Die Seele 2
Die Schausammlung im Literaturmuseum der Moderne
In der Schausammlung zum 20. Jahrhundert zeigen wir über 180 Exponate aus den Sammlungen des Deutschen Literaturarchivs Marbach – von 1899 bis 2001 und von Arendt bis Zuckmayer. Zu den Exponaten gehören unter anderem Stücke aus den Nachlässen von Hannah Arendt, Gottfried Benn, Paul Celan, Hilde Domin, Alfred Döblin, Hans Magnus Enzensberger, Hermann Hesse, Robert Gernhardt, Franz Kafka, Ernst Jünger, Heinrich Mann, Else Lasker-Schüler, Rainer Maria Rilke, W. G. Sebald und Carl Zuckmayer. Im Mittelpunkt stehen dabei diese Fragen: Warum Literatur im Archiv erfahren? Was macht diese Erfahrungen so einzigartig, und wie werden sie für uns alle zugänglich? Welche Bilder von der ›Literatur‹ und von der ›Welt‹ sind mit diesem Archiv der Literatur verbunden? Die Schausammlung wird durch zwei interaktive digitale Präsentationsformen erweitert.
›Mit der Seele schreiben‹ wurde im Rahmen von ›Neustart Kultur‹ des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. ›Literaturbewegen‹ ist Teil des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekts ›Literatur digital lesen. Forschung in Aktion‹.
Blick in die Ausstellung. Foto: DLA (Chris Korner).
Öffentliche Führungen
Jeweils am letzten Sonntag im Monat:
11 Uhr durch die Dauerausstellung ›Die Seele 2‹ im Literaturmuseum der Moderne
13 Uhr durch die Dauerausstellung ›Schiller!‹ im Schiller-Nationalmuseum
14 Uhr durch die Wechselausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹ im Literaturmuseum der Moderne
Dauer: jeweils 60 Minuten
Preis: 5 € pro Führung zzgl. Museumseintritt (9 € / erm./DSG 7 €)
Karten
Für Mitglieder der DSG und des Freundeskreises
Rezeption des Deutschen Literaturarchivs Marbach: Telefon: 07144-848-0
Allgemeiner Vorverkauf:
www.reservix.de
www.dla-marbach.de/service/vorverkauf/
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Für Mitglieder der DSG und des Freundeskreises
Rezeption des Deutschen Literaturarchivs Marbach: Telefon: 07144-848-0
Allgemeiner Vorverkauf:


