„Sinfonía de la Santa Muerte“ mit dem Duo: Kalle Kalima, Gitarre & Effekte sowie Mareike Wiening, Schlagzeug

Dass es sich hierbei nicht um Klassische Musik handelt, trotz des Labels bei dem die Musik-CD erschienen ist, sondern um rockige Töne, wird ab dem ersten Ton sofort zum hörbaren Erlebnis gemacht. Das ist für ein Label mit überwiegend klassischer Musik im Programm und bei tyx-art eher ungewöhnlich. Auf einer verzerrten E-Gitarre werden quietschende Töne nach oben gezogen, indem die Technik der Pinch Harmonics (künstliche Obertöne) mit einem starken Bending (Saitenziehen) oder dem Einsatz des Whammy Bars (Vibrato-Hebel) kombiniert genutzt wird. Gepaart mit melodischen fast melancholischen Untertönen entsteht der eigenartige Sound, der sowohl elementar als auch aufgeladen wirkt: rhythmisch, textural und stellenweise bezaubernd. Am Schluss ist das Kürzel „handmade music – AI free“ angefügt, beinahe unglaublich bei dem Soundmix. Trommelsolos wirbeln auf, wie rhythmisches Schlagzeug lautstark zum Marsch antritt. Eine Spur PinkPanther fehlt nicht, wenn die zarten Tatzen über die Effektmaschine laufen und langsam Spannung aufkommt, die in andauerndem Geplänkel enden. Sanfte Gitarren wie Basstöne begleiten das Spiel. Bisweilen bricht die Gitarre regelrecht aus, gefolgt von mehreren Schlagzeugsoli.

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Es heißt, dass beide Künstler, Gitarre und Schlagzeug, zu einer eng miteinander verknüpften Klangsprache verschmelzen. Das ist subtil. Mich erinnert das an Klänge, wie sie aus den Tonstudios kommen, die immer experimentell gearbeitet haben stets auf der Suche nach dem eigenen Stil. Klänge der anglo-amerikanischen Pop-Rock-Ära, wie sie auf den LP’s und CD’s der 1980er und 90er Jahren allgemein bekannt waren, die sich hier jedoch ausgesprochen intensiv am mexikanischen Volksglauben „La Santa Muerte“ (Heiliger Tod) bedient haben. Experimenteller Rock verbindet zeitgenössischen Jazz, das ist nicht jedermanns Sache und kann das Gehör strapazieren. Wer Rockmusik mag, liegt bei dieser Aufnahme richtig. Der Überraschungseffekt ist garantiert.

Der in Finnland geborene und in Berlin ansässige Gitarrist Kalle Kalima und die Schlagzeugerin Mareike Wiening aus Wien leiten den Namen ihres Duos La Santa Muerte“ aus einer reichen kulturellen Bildsprache ab. Gemeinsam schaffen sie einen verflochten musikalischen Sound, der rhythmisch und zugleich atmosphärisch, mitunter hypnotisch und unerwartet lyrisch ist. R.M.

CD-Programm / Trackliste:

„Sinfonía de la Santa Muerte“

01 – – I Obertura del Cartel de Tijuana (Kalima)

02 – – II Jarabe Tapatio (Allegro) (Wiening)

03 – – III La Escopeta de Sinaloa (Adagio) (Kalima)

04 – – IV Cae La noche (Kalima)

05 – – V For Whom the Bells Toll (Andante) (Kalima)

06 – – VI Brinca o Muere (Wiening/Kalima)

07 – – VII Salsa desde algún rincón de México (Kalima)

08 – – VIII Zapateado de la Muerte (Wiening)

09 – – IX Largo sobre Guadalajara (Wiening)

Album-Erstveröffentlichung!

 

24 Bit Audiophile Recording | HD-Mastering for CD

ADM-Mastering: Christoph Stickel, csmastering.com

Weitere Informationen, Texte, Photos etc. im CD-Digifile

Gesamtspielzeit: ca. 49 Min. | Digifile 6-seitig | Text: EN

Format: 1 Audio-CD | Reihe „JAZZart“ | VÖ: ab 09/2026 (int’l)

Bestell-Nr.: TXA26226 | GTIN (EAN): 4250702802266 | © 2026

CD direkt erhältlich bei TYXart oder im Handel