exground filmfest 39: Programm veröffentlicht Festival vom 13. bis 22. November 2026 in Wiesbaden

Rund 200 Kurz- und Langfilme aus 50 Ländern // 49 Premieren // 2.040 Einreichungen

Das Programm für die 39. Ausgabe von exground filmfest ist ab sofort unter www.exground.com verfügbar. Vom 13. bis 22. November 2026 präsentiert das Festival in Wiesbaden rund 200 Kurz- und Langfilme und verbindet unabhängiges Kino mit preisgekrönten Entdeckungen aus Cannes, Berlin, Venedig und Karlovy Vary. Aus insgesamt 2.040 Einreichungen stellte das Programmteam die diesjährige Auswahl zusammen. Begegnungen mit Filmschaffenden, Wettbewerbe und ein vielfältiges Rahmenprogramm begleiten die zehn Festivaltage.

Länderstatistik, Rahmenprogramm und Spielorte

Die Filme stammen aus 50 Ländern. Deutschland führt die Länderstatistik mit 58 Programmpunkten an, gefolgt von Frankreich mit 25 und Spanien mit 13. Großbritannien ist mit zwölf, die USA sind mit elf Beiträgen vertreten. Auch selten auf deutschen Leinwänden präsente Filmländer sind dabei: die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Kasachstan, Malaysia, Palästina, Katar, Singapur und Thailand. Die Festivalstatistik weist 13 Welt-, acht internationale, zwei Europa- und 26 Deutschlandpremieren aus – insgesamt also 49 Premieren.

Nach der Umbaupause und dem Ausweichen auf Ersatzspielstätten kehrt exground filmfest in die Caligari FilmBühne zurück, die wieder als Hauptspielstätte und Festivalzentrum dient. Das Murnau-Filmtheater und die Krypta der Marktkirche gehören ebenso zu den Spielorten. Im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden und im Literaturhaus Villa Clementine finden Ausstellungen und eine Lesung statt; das Filmforum Höchst wird zum Nachspielort für das Pupille-Kino in Frankfurt am Main, das wegen eigener Umbauarbeiten zurzeit „on Tour ist. Zu den exground-Xtras zählen außerdem das beliebte Filmquiz, die exground-Gong-Show und Gespräche mit Filmschaffenden.

2026 zeigt exground filmfest sieben Oscar-Einreichungen

Sieben Filme des diesjährigen Programms gehen für ihre Länder ins Rennen um den Auslands-Oscar 2027.

In FJORD (RO/FR/SE/NO/DK 2026) von Cristian Mungiu ziehen Mihai und Lisbet mit fünf Kindern in ein Dorf in Norwegen. Als ihre älteste Tochter mit blauen Flecken in der Schule erscheint, schreiten die Behörden ein; die Familie droht auseinanderzubrechen. Der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes ist Rumäniens Oscar-Einreichung.

Dazu gehört FILIPIÑANA (PH/FR/GB/NL/SG 2026) von Rafael Manuel: In einem makellos anmutenden Golfresort für Wohlhabende am Stadtrand von Manila versucht die 17-jährige Isabel, einen verlorenen Golfschläger dem Klubpräsidenten zurückzugeben. Auf ihrem Weg durch die Anlage stößt sie auf düstere Geheimnisse über ihren Arbeitsplatz, die Mitglieder des Golfklubs und ihre eigene Vergangenheit.

In THE MELTDOWN (CL/US/ES/MX 2026) von Manuela Martelli verschwindet 1992 in einem Hotel in den Anden ein Mädchen. Während der Suche treten Erinnerungen und Geheimnisse zutage, die mit der Geschichte der Pinochet-Diktatur verbunden sind. Chile schickt den Film ins Oscar-Rennen.

TRACES (PL/UA 2026) von Alisa Kovalenko und Marysia Nikitiuk begleitet Iryna Dovhan und Frauen, die über sexuelle Gewalt und Folter während der russischen Besatzung der Ukraine sprechen. Der mit dem Panorama-Publikumspreis der Berlinale ausgezeichnete Dokumentarfilm ist die ukrainische Oscar-Einreichung.

Zum Kreis der Länderbeiträge gehören darüber hinaus DUA (Kosovo), DEATH HAS NO MASTER (Venezuela) und THE VIRGIN OF THE QUARRY LAKE (Argentinien).

Made in Germany mit hochkarätigem Publikumswettbewerb

Sechs Filme konkurrieren in Made in Germany um den mit 3.000 EUR dotierten Publikumspreis des Wiesbadener Kinofestival e. V. In ZWISCHEN DEN WELTEN (DE 2026) von Nader Saeivar lebt Murad mit seiner Frau Leyla und seinem Sohn in Berlin. Als ein Handyfoto seines jüngeren Bruders Kerem in einem intimen Moment mit einem Mann in der religiösen Gemeinde die Runde macht, gerät die Familienidylle unter Beschuss. Den von Jafar Panahi mitentwickelten, geschnittenen und koproduzierten Film trägt ein prominentes Ensemble mit Kida Khodr Ramadan, Nicolette Krebitz, Nastassja Kinski und Moritz Bleibtreu. Auch Julia Jentsch, Johanna Wokalek und Alexander Scheer sind in Filmen des Wettbewerbs zu sehen.

GROPIUSSTADT SUPERNOVA (DE 2026) von Ben Voit spielt am letzten Tag des Jahres in der gleichnamigen Berliner Plattenbausiedlung. Drei junge Menschen stehen an einem Wendepunkt: Tarik erfährt von seiner bevorstehenden Abschiebung, Stella erhält eine Zusage für eine Schauspielschule im Ausland, und Luan befürchtet, von seinen beiden Freunden zurückgelassen zu werden. Je verzweifelter er versucht, die Ereignisse aufzuhalten, desto stärker verschwimmen für ihn Wahrnehmung und Wirklichkeit.

In FRIEDA (DE 2026) von Felix Hassenfratz wächst 1984 die Angst vor einem Atomkrieg. Die elfjährige Frieda bemerkt, dass ihre Eltern etwas vor ihr verbergen. Ihrer Fantasie folgend, stößt sie auf Aneke, eine verleugnete Schwester, die sie nie kennenlernen durfte. Als Aneke in Friedas Wirklichkeit tritt, gerät die über Generationen auf Schweigen aufgebaute Familienordnung ins Wanken. Julia Jentsch gehört zum Ensemble der zwischen magischem Realismus und Wirklichkeit angesiedelten Geschichte.

August Pflugfelders Dokumentarfilm HUNDERTZWÖLF (DE 2026) gewährt seltene Einblicke in die Notrufleitstelle der Berliner Feuerwehr. Die Mitarbeitenden können sich bei einem Anruf nur auf ihre Ohren verlassen: Sie müssen den Notfallort erfassen, entscheiden, welche Hilfe benötigt wird, und dabei besonnen bleiben. Die Anrufe ergeben ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Spannend wie ein Krimi zeigt der Film die Arbeit am Notruftelefon und die Menschen, deren Ruhe im Ernstfall entscheidend ist.

Toni, die Hauptfigur in RUN ME WILD (DE 2025) von Catharina Lott, spricht nicht über ihre Vergangenheit. Stattdessen stemmt sie Gewichte oder arbeitet in der Gärtnerei ihrer Eltern. Erst als sie die abenteuerlustige Anna kennenlernt, kommt neue Leichtigkeit in ihr Leben. Die kürzlich verstorbene Luna Jordan spielt die junge Frau, Johanna Wokalek ihre Mutter.

Einen ganz anderen Ton schlägt André Jagusch in AMERICAN SHOWDOWN 8 – EINE WAHRE GESCHICHTE (DE 2026) an: Fünf Ostberliner Freunde, darunter Alexander Scheer, hatten nach der Wende aus Begeisterung für das Hollywood-Actionkino eine siebenteilige Serie gedreht. Jahrzehnte später drehen sie mit kleinem Budget den achten Teil; die inzwischen gestiegenen Erwartungen werden zur Zerreißprobe für ihre Freundschaft. Eine „Liebeserklärung an das Kino“, wie die Frankfurter Rundschau schreibt.

exground filmfest 39

European Cinema: Familiengeschichten, Kriegszeugnisse und Thriller

European Cinema versammelt zehn Filme, darunter FJORD und TRACES. In A PLACE TO HEAL (FR 2026) von Cédric Kahn kommen Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren in die Psychiatrie eines öffentlichen Krankenhauses. Sie leiden unter anderem an Magersucht, Suchtproblemen oder Gewaltausbrüchen. Zu ihnen gehört die 17-jährige Lucia, die den Ort schon gut kennt. Das Ärzteteam hört den Jugendlichen zu und trifft sich mit ihren Familien. Der aus Venedig kommende Film zeigt ihre Schicksale zwischen Traumata und Träumen.

In MARIINKA (BE/NL/DE/SE 2026) von Pieter-Jan De Pue geraten Kindheitsfreunde in der Ostukraine durch die sich verschiebende Frontlinie auf unterschiedliche Wege: Das Boxtalent Natasha wird Sanitäterin beim Militär, Angela schlägt sich mit Schmuggel durch, und die Brüder Mark und Ruslan kämpfen auf entgegengesetzten Seiten. Ihr jüngster Bruder Danil verfolgt die Ereignisse aus der Sicherheit seiner Adoptivfamilie in den USA. Der Dokumentarfilm ist eine über Jahre entstandene Langzeitstudie über das Leben im Krieg.

Der Dokumentarfilm KILLING ANNA (GB 2026) von Sam Benstead entfaltet sich wie ein Psychothriller. Eine syrische Wissenschaftlerin in Amsterdam erhält Aufnahmen eines Massakers an Zivilisten in ihrem Heimatland. Sie spürt den dafür verantwortlichen Offizier auf und gibt sich auf Facebook als „Anna“ aus. In einer Reihe von Telefonaten gewinnt sie sein Vertrauen und erfährt Einzelheiten über Verbrechen des syrischen Regimes.

ONE IN A MILLION (GB/US 2026) von Jack MacInnes und Itab Azzam begleitet Israa aus Syrien über mehr als zehn Jahre. Als Elfjährige bereitet sie sich mit ihrer Familie auf die Überfahrt über das Ägäische Meer vor. Nach der Flucht lebt sie sich in Deutschland ein und genießt ihre neue Freiheit. Doch bald kollidieren ihre Wünsche mit den traditionell-konservativen Vorstellungen ihres Vaters. So entsteht eine vielschichtige Geschichte des Erwachsenwerdens mit Fluchterfahrungen.

NOMAD SHADOW (US/ES/FR 2026) von Eimi Imanishi handelt von der 27-jährigen Mariam, die nach zehn Jahren in Spanien in ihre Heimat, die seit den 1970er-Jahren von Marokko besetzte Westsahara, abgeschoben wird. Dort gibt es kaum Perspektiven, besonders für Frauen. Mariams Entschlossenheit, inmitten konservativer Traditionen selbst über ihr Leben zu entscheiden, droht sie auch die Menschen zu kosten, die ihr am nächsten stehen.

Mit SKINTOWN (IE/GB 2026) von Kieron J. Walsh führt die Reise nach Nordirland im Sommer 1994: Vinny und Jonty wollen ihrem vom Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten geprägten Kleinstadtleben entkommen. Gerade als ein Waffenstillstand Hoffnung weckt, setzen sie einen riskanten Plan in die Tat um.

Eine düstere Liebesgeschichte erzählt EINE MATROSENGESCHICHTE (DK 2026) von Kasper Kalle. Der junge Fischer Baldur verliebt sich auf den Färöer-Inseln in den Walfänger Helge, den er während eines Sturms aus dem Meer rettet. Als eine Tragödie die Männer auseinanderreißt, entfesselt Baldurs Sehnsucht eine mystische Kraft aus dunkler Vorzeit.

RAIN CATCHER (GB 2026) von Michele Fiascaris spielt hingegen im nächtlichen London: Der Fotograf Miles veröffentlicht morbide Porträts ahnungsloser Fremder. Als eine rätselhafte Frau beginnt, ihn selbst zu beobachten und zu fotografieren, verfällt er zunehmend der Paranoia.

American Independents: Dokumentarische Entdeckungen und eigenwillige Dramen

Sechs Filme stehen in der Sektion American Independents auf dem Programm.

ASK E. JEAN (US 2025) von Ivy Meeropol porträtiert E. Jean Carroll, die sich während ihrer fünf Jahrzehnte umfassenden Karriere als US-Journalistin und Ratgeberkolumnistin einen Namen gemacht hat. Mit ihrer furchtlosen Stimme behauptete sie sich in der von Männern dominierten New Yorker Verlagswelt der 1980er- und 1990er-Jahre. Zweimal gewann sie vor Gericht gegen Donald Trump. Der Dokumentarfilm erzählt von ihrem außergewöhnlichen Leben.

IF I GO WILL THEY MISS ME (US 2026) von Walter Thompson-Hernández führt nach Watts in Kalifornien. Der zwölfjährige Lil Ant versucht, die Verbindung zu seinem Vater Big Ant wiederherzustellen, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Doch ihr Verhältnis ist schwierig; zugleich wird der Junge von rätselhaften Tagträumen mit griechischen Göttern und Flugzeugen verfolgt. Daraus entwickelt sich ein ungewöhnlicher Coming-of-Age-Film.

Einen engagierten jungen Pastor spielt Caleb Landry Jones in DOWN THE ARM OF GOD (US/FR 2026) von Peter Brunner. In einem bitterkalten Winter versucht er, obdachlosen Menschen in einer texanischen Kleinstadt zu helfen. Doch seine Bemühungen stoßen auf die Vorurteile der Gemeinde und stellen deren Glauben und Werte infrage. Das von Luc Besson produzierte Sozialdrama basiert auf den Erfahrungen obdachloser Menschen, die auch vor der Kamera mitwirken.

Die unbekannte Seite des Sunset Marquis Hotels in West Hollywood beleuchtet IF THESE WALLS COULD ROCK (US 2025) von Tyler Measom und Craig A. Williams. Durch die Geschichte des legendären Rückzugsorts der Rockstars führt Billy Bob Thornton. Bruce Springsteen, Ringo Starr, Slash, Cyndi Lauper und weitere Musiker erzählen von diesem Ort; die Dokumentation erinnert auch an den Gründer und dessen Sohn, der das Hotel vor dem Ruin bewahrte.

MICKEY & RICHARD (US 2026) von Ryan A. White und A. P. Pickle porträtiert den Darsteller Richard Bernstein und seine Filmfigur Mickey Squires, eine Schwulenporno-Ikone der 1980er-Jahre. Archivmaterial und Gespräche mit Bernstein machen daraus auch einen Film über das Schauspielern und die Rollen im eigenen Leben.

Ganz andere Archivaufnahmen nutzt Tamra Davis in THE BEST SUMMER (US 2026): Wiederentdecktes Material von der australisch-südostasiatischen „Summersault“-Tour 1995 begleitet die Beastie Boys, Sonic Youth, Foo Fighters, Pavement, Rancid, The Amps und Bikini Kill auf der Bühne, in Tourbussen und hinter den Kulissen.

World Cinema: Filmperlen aus aller Welt

Die zehn Filme der Sektion World Cinema reichen von Lateinamerika über den Nahen Osten bis nach Ostasien. Dazu gehören FILIPIÑANA und THE MELTDOWN, das chilenische Militärputsch-Drama THE RED HANGAR von Juan Pablo Sallato sowie Abdallah Alkhatibs palästinensischer Film CHRONICLES FROM THE SIEGE über den Alltag von Menschen unter Belagerung. Daneben stehen eigenwillige Komödien, Dramen und Dokumentarfilme aus Uruguay, dem Iran, Südkorea, Japan, Kasachstan und Mexiko.

In PRINCE (AR/UY 2026) von Federico Borgia erbt ein Afghanischer Windhund das Haus seiner verstorbenen Besitzerin Isabel. Ihr ehemaliger Liebhaber und Butler Jaime soll dort mit dem Hund leben; Isabels menschliche Erben dürfen erst nach dessen Tod über das Anwesen verfügen. Doch die Verwandtschaft will das Testament nicht hinnehmen, während Jaime von Trauer und Familienkonflikten eingeholt wird. Die skurrile Erbschaftsregelung gerät in dieser Tragikomödie schnell außer Kontrolle.

In A BIT OF LIGHT (IR/CA/CH/TR 2026) von Ali Asgari wird ein iranischer Arzt verhaftet und seine Praxis geschlossen, weil er Demonstrierende behandelt haben soll. Ohne Hoffnung auf eine Zukunft fasst er den Entschluss, seinem Leben ein Ende zu setzen. Zuvor trifft er seine Geschwister zum vermeintlichen Abschiedsessen bei der Mutter – doch der Abend verändert alles. Der Film kommt frisch aus dem Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.

SUMMER’S CAMERA (KR 2025) von Divine Sung erzählt von erster Liebe und einem Familiengeheimnis. Seit dem Tod ihres Vaters hat Summer dessen Kamera nicht mehr benutzt. Als sie beginnt, die Fußballerin Yeonwoo zu fotografieren, stößt sie auf Bildern auf einen unbekannten Mann. Ihre Nachforschungen führen zu einer verborgenen Liebesgeschichte ihres Vaters.

TIGER (JP 2025) von Anshul Chauhan handelt von Taiga, Mitte 30, der in Tokio als Masseur und Sexarbeiter lebt. Als sein Vater schwer erkrankt, fährt er zurück in seine Heimat auf dem Land. Dort entbrennt mit seiner Schwester ein Erbschaftsstreit; außerdem droht sie, ihn gegen seinen Willen als schwul zu outen. Der Film zeigt eine Gesellschaft, die sich nur langsam gegenüber anderen Lebensentwürfen öffnet.

In SICKO (KZ 2026) von Aitore Zholdaskali werden Azamat und Tanshoplan in Almaty von Schulden erdrückt und fürchten, ihre Wohnung zu verlieren. Die beiden behaupten, die junge Frau sei unheilbar krank, und sammeln im Internet Spenden. Doch als immer mehr Geld und Anteilnahme zusammenkommen, gerät ihre Lüge außer Kontrolle. Aus einer schwarzen Komödie entwickelt sich ein Thriller.

THE GARDEN WE DREAMED (MX 2026) von Joaquín del Paso begleitet Esther und Junior mit Esthers zwei Kindern auf der Suche nach einem besseren Leben. In Mexiko finden sie in einem Waldstück eine Bleibe und bauen mit Material von Juniors Arbeitgeber, einem Holzverkäufer, eine einfache Hütte. Doch das illegale Abholzen des Waldes rückt immer näher, und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen werden immer sichtbarer.

exground youth days: Langfilme und erstmals ein eigenes Kurzfilmprogramm

Bei den 23. exground youth days konkurrieren sechs internationale Langfilme um die Preise: DUA aus dem Kosovo, BROKEN VOICES aus Tschechien, SKIFF aus Belgien, BUGBOY aus Griechenland, CONGO BOY aus der Zentralafrikanischen Republik und EXTRA GEOGRAPHY aus Großbritannien. Der Schweizer Film WYLD wird außer Konkurrenz gezeigt. Hinzu kommt 2026 erstmals ein eigenständiger Wettbewerb mit sechs internationalen Jugendkurzfilmen. Daneben erhalten junge Filmschaffende im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb eine Bühne.

Wettbewerbe bei exground filmfest

Mit Geld- und Sachpreisen von fast 20.000 EUR würdigt exground filmfest herausragende Beiträge in den Lang- und Kurzfilmwettbewerben. Der beste Film in Made in Germany erhält einen Publikumspreis von 3.000 EUR; der Filmpreis Amnesty International Wiesbaden ist mit 1.000 EUR dotiert; über den Sieger entscheidet eine Fachjury. Im Fokus „Kino ohne Grenzen“ wird erneut ein von stadtmobil Rhein-Main gestifteter Publikumspreis vergeben. Der Deutsche Kurzfilm-Wettbewerb umfasst drei Publikumspreise im Gesamtwert von 6.000 EUR: 3.000 EUR für den ersten, 2.000 EUR für den zweiten und 1.000 EUR für den dritten Platz.

Im 25. Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb bewerben sich 14 Filme in zwei Programmen um den mit 2.000 EUR dotierten Jurypreis des exground-Freundeskreises. Der 21. Wiesbaden-Special – Kurzfilm-Wettbewerb umfasst zehn Filme, darunter zwei Weltpremieren; der Publikumspreis der ARS GmbH ist mit 500 EUR dotiert, hinzu kommt ein Sachpreis der LiveFrame Rental GmbH im Wert von 1.000 EUR für Lichttechnik und Kamerabühne. Bei der exground-Gong-Show konkurrieren trashige Filme um die „Goldene exground-Gurke“ und 50 EUR Preisgeld.

Die internationale Kurzfilmjury ist 2026 vierköpfig: Ihr gehören der portugiesische Regisseur Gonçalo Almeida, der griechische Filmemacher und Kurator Dimitris Argyriou, die Drehbuchmentorin und Projektberaterin Gabriele Brunnenmeyer sowie die ägyptische Filmkritikerin und Wissenschaftlerin Dr. Amal Elgamal an. Über den Filmpreis Amnesty International Wiesbaden entscheiden Boualem Adjez von Amnesty International Wiesbaden, der langjährige ZDF- und Arte-Filmredakteur und Produzent Alexander Bohr sowie die Filmwissenschaftlerin und Murnau-Filmtheater-Programmgestalterin Marie Dudzik.

In den youth days vergibt eine Jugendjury für den besten internationalen Langfilm 2.500 EUR und zusätzlich einen Publikumspreis von 1.000 EUR, beide gestiftet von der Landeshauptstadt Wiesbaden. Der neue eigenständige internationale Jugendkurzfilm-Wettbewerb ist mit einem Preis von 500 EUR ausgestattet. Im Wiesbadener Jugendfilm-Wettbewerb stehen 500 EUR für den ersten Preis und ein Gutschein des Apple-Stores ergo sum über 200 EUR für den zweiten Platz bereit. Hinzu kommt der KLAPPE 7 – KINDERFILM-WETTBEWERB, seit Jahren Stammgast bei exground filmfest.

Erneut werden Filme an Nachspielorten im Rhein-Main-Gebiet gezeigt, in diesem Jahr im Filmforum Höchst.