Der Film erzählt seine Geschichte, wie sie tatsächlich passiert sein könnte von einer deutschen Gefangenen-Kolonie mitten in Chile 

Majestic Filmverleih    Spieldauer:  110 Minuten        Kinostart: 18. Februar 2016

Zum Trailer:  Colonia Dignidad     Regie: Florian Gallenberger   (BRD 2015)  FSK ab 16

Chile, 11. September 1973. Hunderttausende protestieren auf den Straßen Santiagos gegen General Pinochet, der sich gegen den Präsidenten Salvador Allende an die Macht putscht. Unter den Demonstranten sind auch Lena (Emma Watson), die als Stewardess am Tag zuvor in Chile gelandet ist, und ihr Freund Daniel (Daniel Brühl), der als Fotograf in Santiago lebt. Unzählige werden in den Wirren des Aufruhrs vom Geheimdienst verhaftet, so auch Daniel und Lena. Daniel wird noch in der Nacht an einen unbekannten Ort verschleppt. Nach dem ersten Schock versucht Lena herauszufinden, was mit Daniel passiert ist. Doch die Mitstreiter seiner Studentengruppe tauchen unter und auch die Deutsche Botschaft verweigert ihr jede Hilfe. Bei Amnesty International hört sie das erste Mal von der berüchtigten Colonia Dignidad, einer abgeschotteten deutschen Sekte im Süden Chiles, die enge Verbindungen zum Geheimdienst unterhält: es geht das Gerücht um, dass auf dem Gelände der Colonia Gefangene gefoltert werden – und Daniel vermutlich dort gefangen gehalten wird.

Der Film erzählt seine Geschichte, wie sie tatsächlich passiert sein könnte von einer deutschen Gefangenen-Kolonie mitten in Chile

Majestic Filmverleih    Spieldauer:  110 Minuten        Kinostart: 18. Februar 2016

Zum Trailer:  Colonia Dignidad     Regie: Florian Gallenberger   (BRD 2015)  FSK ab 16

Chile, 11. September 1973. Hunderttausende protestieren auf den Straßen Santiagos gegen General Pinochet, der sich gegen den Präsidenten Salvador Allende an die Macht putscht. Unter den Demonstranten sind auch Lena (Emma Watson), die als Stewardess am Tag zuvor in Chile gelandet ist, und ihr Freund Daniel (Daniel Brühl), der als Fotograf in Santiago lebt. Unzählige werden in den Wirren des Aufruhrs vom Geheimdienst verhaftet, so auch Daniel und Lena. Daniel wird noch in der Nacht an einen unbekannten Ort verschleppt.

Nach dem ersten Schock versucht Lena herauszufinden, was mit Daniel passiert ist. Doch die Mitstreiter seiner Studentengruppe tauchen unter und auch die Deutsche Botschaft verweigert ihr jede Hilfe. Bei Amnesty International hört sie das erste Mal von der berüchtigten Colonia Dignidad, einer abgeschotteten deutschen Sekte im Süden Chi¬les, die enge Verbindungen zum Geheimdienst unterhält: es geht das Gerücht um, dass auf dem Gelände der Colonia Gefangene gefoltert werden – und Daniel vermutlich dort gefangen gehalten wird.

Zur Website: Colonia Dignidad

Völlig auf sich allein gestellt, entschließt sich Lena, der mysteriösen Sekte beizutreten und so Daniel wiederzufin¬den. Doch schon bald erkennt sie, in welch aussichtslose Situation sie geraten ist, denn noch nie ist jemandem die Flucht aus der Colonia gelungen. Der Film erinnert an “Es herrscht Ruhe im Land” (1976), dessen Titel die damalig Situation in Chile am besten ausdrückt. Es herrscht Ruhe im Land ist eine Situation, die genauso auf jedes andere Land zu übertragen ist, in dem mit Unrecht und Repressalien Druck auf die Bevölkerung ausgeübt wird. Erst durch diese Repressalien wurde Colonia Dignidad, die deutsche Gefangenen-Kolonie mitten in Chile möglich gemacht.

Die Colonia Dignidad war ein hermetisch abgeriegeltes Lager gut 300 Kilometer südlich von Santiago de Chile. 1961 von dem deutschen Laienprediger Paul Schäfer und seinen Anhängern gegründet, existierte die Colonia Dignidad knapp vier Jahrzehnte unter dessen Schreckensherrschaft. Die Bewohner der Colonia Dignidad wurden in einem diktatorisch geprägten Staat im Staate gefangen gehalten und lebten nach Schäfers selbstherrlichen Regeln. Ursprünglich als „deutsches Musterdorf“ und unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit gegenüber der chilenischen Landbevölkerung errichtet, entfaltete die Colonia Dignidad zielstrebig eine große wirtschaftliche Macht und wurde einer der größten landwirtschaftlichen Betriebe Chiles. Nur wenigen gelang über die Jahrzehnte eine Flucht aus der Colonia, die meisten wurden, teils mit Hilfe der deutschen Botschaft, die enge Verbindungen zu Schäfer pflegte, aufgegriffen und zurückgebracht.

Mit dem Militärputsch durch General Augusto Pinochet 1973 begann jedoch ein noch dunkleres Kapitel: Aufgrund seiner engen Verbindung zu Pinochets Geheimdienst DINA stellte Schäfer die Colonia der Diktatur als Folterlager zur Verfügung, produzierte Waffen, Giftgas und versuchte sogar, Uran anzureichern. Erste Berichte in den Me­dien erschütterten die Welt bereits in den späten 70er Jahren, blieben jedoch lange für die Colonia folgenlos. Erst nach der Abdankung Pinochets 1990 wurden die Strafverfolgungsbehörden aktiv, Schäfer floh nach Argentinien und wurde dort 2004 verhaftet und schließlich in Chile zu insgesamt 33 Jahren Haft wegen vielfachem Kindes­missbrauchs verurteilt. Er starb 2010 im Gefängnis in Santiago. Die Mitglieder der Colonia Dignidad, die mittler­weile in Villa Baviera umbenannt wurde, versuchen seitdem einen Neuanfang.

Wichtig war den Filmemachern in COLONIA DIGNIDAD die Geschichte einer starken Frau, einer weiblichen Heldenfigur zu erzählen. Einer Frau, die bereit ist, für den Mann, den sie liebt, alles zu riskieren. Emma Watson für diese Rolle zu gewinnen war ein Traum, der in Erfüllung ging. „Ich suchte nach einer Darstellerin mit einer hellen Ausstrahlung, einer leuchtenden Präsenz.

Print Friendly, PDF & Email