Zum Trailer: Meine Zeit mit Cezanne Regie: Danièle Thompson (Frankreich 2016)
Schriftsteller Zola wird berühmt. Dieses Glück hat Cézanne nicht, das ist belegt. Die einsamen Jahre am Schluss zeigen die Biografie des Künstlers. Was bleibt ist ein Nachruf an das Künstlergenie und ein Abspann, der es in sich hat. Zwar nur ein Berg zeigt die Bilderabfolge an Schluss. Doch es ist Cézannes Berg, den er ein Leben lang in seinen Motiven malte in unterschiedlichen Variationen. Über seine theoretischen Auseinandersetzungen ist dagegen wenig zu erfahren, welchen unermesslichen Einfluss er auf die Generationen nach ihm gehabt hat. Das fehlt irgendwie. Vielmehr ein Abbild seiner Epoche ist daraus geworden. Eine Zeit die Renoir und Manet bevorzugte und darin schwelgt, mehr als dies dem einsamen Maler Cézanne gerecht wird.
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Sie haben alles geteilt: ihr Aufbegehren, die Neugierde, die Hoffnungen, Zweifel, Mädchen, Ruhmesträume. Paul ist reich, Émile arm. Irgendwann ziehen sie fort aus Aix-en-Provence, hoch nach Paris, freunden sich an mit jenen, die am Montmartre und in Batignolles leben. Man verkehrt an denselben Orten, schläft mit denselben Frauen, verachtet die Spießbürger (was auf Gegenseitigkeit beruht), geht nackt baden, stirbt vor Hunger und stopft sich bei Gelegenheit den Bauch voll, trinkt Absinth, malt tagsüber jene Modelle, die man nachts streichelt, nimmt 30 Stunden Zugfahrt in Kauf, nur um einen Sonnenuntergang in der Provence zu sehen. Paul Cézanne und Émile Zola – aus dem einen wird ein Maler, aus dem anderen ein Schriftsteller. Der Ruhm geht achtlos an Paul vorbei. Émile hingegen besitzt alles: Ansehen, Geld, eine perfekte Frau, die Paul zuerst geliebt hat. Sie kritisieren und bewundern sich. Und sie gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Sie verlieren sich aus den Augen und finden sich immer wieder.
BESETZUNG
Paul Cézanne Guillaume Gallienne
Émile Zola Guillaume Canet
Alexandrine Zola Alice Pol
Hortense Déborah François
Madame Cézanne Sabine Azéma
Monsieur Cézanne Gérard Meylan
Auguste Vollard Laurent Stocker
Émilie Zola Isabelle Candelier
Jeanne Freya Mayor
STAB
Regie Danièle Thompson
Drehbuch Danièle Thompson
Produktion Albert Koski
Co-Produktion Alain Terzian
Co-Produzent Florian Genetet-Morel
Ausführender Produzent Michel Schmidt
Kamera Jean-Marie Dreujou
Schnitt Sylvie Landra
Produktionsdesign Michèle Abbé-Vannier
Kostümdesign Catherine Leterrier, Karen Muller-Serreau
Musik Eric Neveux


