
Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges sollen die beiden britischen Soldaten Schofield (George Mackay) und Blake eine nahezu unmögliche Mission erfüllen. In einem unbarmherzigen Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief in Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass Hunderte ihrer Kameraden in eine tödliche Falle geraten. Auch das Leben von Blakes Bruder hängt vom Gelingen dieser Mission ab.
Strukturell ein einzigartiges filmisches Werk, welches die Abläufe auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs hautnah erleben lässt. Die Beleuchtungseffekte in einer Ruinenstadt sind einzigartig und kolossal. Das einzige Manko, der dem Film vorzuwerfen wäre, ist die Tatsache, dass Sam Mendes sehr parteiisch aus der Perspektive der englischen Soldaten erzählt und die Bösen sind natürlich wieder einmal die Deutschen. Das ist wohl die Natur der Sache bei kriegerischen Auseinandersetzungen, dass es immer Gegner gibt, die sich feindlich gesinnt sind und bestenfalls geht daraus ein Gewinner und ein Verlierer hervor. Aber wenn ein Film schon mit solch kolossaler Wucht erzählt, dann sollte es keine Gewinner und keine Verlierer mehr geben, denn die Aussage sollte sein, dass es nie wieder Krieg gibt. Das vermisse ich ein wenig am Heldentum, der in ‚1917‘ so sehr herausgestellt wurde.


