Vorbildliche Bauten im Land Hessen 2026: 23 Projekte auf der Shortlist

HGP Architekten Leben Kilian PartG mbB, Agentur des städtischen Wandels, Bauherr*innen: Stadt Frankfurt am Main, Stadtplanungsamt © Jonas Schwappach, Frankfurt

Die Shortlist für die Auszeichnung „Vorbildliche Bauten im Land Hessen 2026“ steht fest: 23 von 106 eingereichten Projekten haben es in die engere Auswahl geschafft. Unter dem Motto „Zwischen-Raum-Stadt-Land – Planungen und Projekte des Übergangs“ werden in diesem Jahr besonders solche Vorhaben gewürdigt, die innovative Antworten auf die räumlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit liefern.

Die ausgezeichneten Projekte aus Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau und Stadtplanung zeigen beispielhaft, wie nachhaltige, resiliente und gemeinwohlorientierte Lösungen für aktuelle Fragestellungen entwickelt werden können.

CHM Airport Planung GmbH, Frankfurt am Main, Terminal 3 Flughafen Frankfurt, Bauherr*innen: Fraport AG, Frankfurt am Main © HGEsch Photography, Hennef

Im Fokus stehen dabei Themen wie Nachverdichtung und Umnutzung, klimaangepasste Freiräume, hybride Nutzungen, gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsformen sowie neue Verbindungen zwischen urbanen und ländlichen Räumen. Ausgelobt wird die Auszeichnung gemeinsam vom Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. Prämiert werden Projekte mit hoher baukultureller Qualität und beispielhaften Lösungsansätzen für gesellschaftliche, ökologische und räumliche Fragestellungen.

„Aus unserer Sicht ist die Beschäftigung mit dem Thema des architektonischen Zwischenraums, in all seinen Facetten und Maßstabsebenen, ein wichtiger Beitrag für eine Diskussion über die nachhaltige und qualitätsvolle Transformation der gebauten Umwelt sowie zur Anpassung der Lebensverhältnisse von Stadt und Land. Die eingereichten Projekte stehen exemplarisch für die Umsetzung der ‚Nachhaltigkeitsstrategie Hessen’, betont der Präsident der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Gerhard Greiner, als Auslober und Juror zur Bandbreite der eingereichten Projekte.

POINT. Architektur Düsterhus Günzel & Partner, Architekten KreativWerkstatt, Bauherr*innen: DAW SE, Ober-Ramstadt / privat, Darmstadt © Uwe Dettmar Fotografie, Frankfurt
Bjoern Schmidt Architektur, Frankfurt am Main und raumlabor, Bader Gerstenberg Hofmann GbR, Berlin, SCHIRN X Dondorf Druckerei, Bauherr*innen: Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main © Norbert Miguletz Fotodesign, Frankfurt
GTL Landschaftsarchitektur Triebswetter Mauer Bruns Partner mbB, Kassel, Uferpark, Bauherr*innen: Magistrat der Stadt Frankenberg (Eder) © Nikolai Benner, Bad Hersfeld

„Gutes Bauen muss nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern auch langfristig wirtschaftlich sein. Dazu gehören ein verantwortungsvoller Einsatz finanzieller Ressourcen, die Weiterentwicklung bestehender Gebäude und flexible Lösungen, die über viele Jahre genutzt werden können. Die nominierten Projekte zeigen, dass Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Baukultur keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam einen echten Mehrwert für Städte und Gemeinden schaffen“, so Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach.

Architekt- u. Bauherr*innen: Technische Universität Darmstadt, Dezernat V, Baumanagement und Technischer Betrieb, DELTA-Forum Campus Lichtwiese, © Hannes Heitmüller, Hamburg

 

Mit dem diesjährigen Motto möchten die Auslober die Aufmerksamkeit auf jene Räume und Situationen lenken, die häufig zwischen etablierten Kategorien liegen: Zwischenräume, Schnittstellen und Übergänge, die für die nachhaltige Entwicklung von Städten, Gemeinden und Landschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen. Qualität und innovative Lösungsansätze der ausgezeichneten Projekte sollen Akzeptanz für Veränderung im baulich-räumlichen, wie im gesellschaftlich-partizipativen Sinne schaffen, den Mehrwert guter Planung verdeutlichen und Lust auf Zukunft machen. Damit ist das Ziel verbunden, zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft von Städten und Regionen, zum sozialen Zusammenhalt sowie einer gemeinwohlorientierten Daseinsvorsorge beizutragen.

Die unabhängige, international besetzte Fachjury diskutierte und bewertete die eingereichten Projekte. In einem nächsten Schritt werden die nominierten Projekte vor Ort besichtigt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden dann bei der Preisverleihung im Oktober 2026 bekannt gegeben.

Die vollständige Shortlist mit allen 23 ausgewählten Projekten ist unter www.akh.de/vorbildliche-bauten veröffentlicht. Dort stehen auch weitere Informationen zum Auszeichnungsverfahren zur Verfügung.