LILIANE SUSEWIND – EIN TIERISCHES ABENTEUER Regie: Joachim Masannek (BRD) Kinostart: 10. Mai 2018

Die elfjährige Liliane Susewind (Malu Leicher), genannt Lilli, hat eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie kann mit Tieren sprechen! Diese besondere Gabe hat ihr bis jetzt allerdings immer nur Schwierigkeiten eingebracht.

Als ein Stadtfest wegen Lilli komplett im Chaos versinkt, muss sie mit ihren Eltern Regina (Peri Baumeister) und Ferdinand (Tom Beck) und ihrem Hund Bonsai umziehen. In der neuen Stadt schwört Lilli, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Doch dann macht ein gemeiner Tierdieb den städtischen Zoo unsicher, in dem die Direktorin „Oberst Essig“ (Meret Becker) mit dem gutmütigen Tierpfleger Toni (Christoph Maria Herbst) arbeitet – und Tonis berechnende Freundin, die aufgetakelte Vanessa (Aylin Tezel), spielt ein falsches Spiel. Nur Lilli kann – unterstützt von ihrem Mitschüler Jess (Aaron Kissiov) – helfen, Babyelefant Ronni und die vielen anderen Tiere zu retten.

Poster

Wie viele Kinderfilme gilt auch hier die Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Wobei der kleine Zoo und seine Tiere das schützenswerte daran sind. Aber nicht nur das, auch Baumhütten und hohe Aussichtpunkte gilt es zu verteidigen gegen die bösen Machenschaften. Manche Szenen wirken zwar affektiert gespielt, aber gerade das ist wieder gelungen, denn für Kinder und Jugendliche ist der Affekt eine Möglichkeit um sich auszuprobieren, wie ihre Wirkung auf andere Menschen ist. Das Drehbuch unterstützt diese Eigenschaften und lässt zugleich in die Abgründe blicken, die sich auftun, wenn das Gute gegen das Böse kämpfen muss. Dabei überzeugt Malu Leicher als elfjährige Liliane mit langem roten Haar, auch Christoph Maria Herbst besticht durch sein witziges Auftreten, obwohl der doch zuerst immer so bierernst und streng wirkt. Hier ist er der kinderfreundliche Tierpfleger Toni, der das Team verantortungsvoll unterstützt bei der Aufklärung der ungeklärten Täterschaft. Ein anderer Kinderfilm diesmal aus der Schweiz, der zeitgleich in die Kinos gekommen ist: „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes“ (2018), der stärker mit italienischem Charme, aber eben auch sehr affektiert wirkt mit pomadigem Outfit der Darsteller. Dieserart Maske scheint im Moment wieder in zu sein bei Kinderfilmen. Die ungezähmte Wildheit der Kinder dagegen wird verklärt und ist vor allem durch die wilden Tiere im Zoo symbolisch übertragen. Förderlich ist auch der Wille nach Gruppenzusammengehörigkeit und Teamgeist. 

BESETZUNG

Liliane Susewind MALU LEICHER

Toni CHRISTOPH MARIA HERBST

Oberst Essig MERET BECKER

Vanessa AYLIN TEZEL

Ferdinand Susewind TOM BECK

Regina Susewind PERI BAUMEISTER

Jess AARON KISSIOV

Laura VALENTINA LEONE

Trixi FELICE AHRENS

Lehrer Gümnich DANIEL WIEMER

Polizist 1 DANIEL ZILLMANN

Polizist 2 STEFFEN WILL

Käptn Schwärzer MICHELLE MONBALLIJN

STAB

Regie JOACHIM MASANNEK

Drehbuch BEATE FRAUNHOLZ

BETTY PLATZ

MATTHIAS DINTER

ANTONIA ROTHE-LIERMANN

KATRIN MILHAHN

Roman TANJA STEWNER

Produktion FELIX ZACKOR

STEFAN RAISER

MAIKE HAAS

Koproduktion MARTIN BACHMANN

EVA VAN LEEUWEN

SEBASTIAN SCHELENZ

ANDRÈ SOMMERLATTE

Kamera RICHARD VAN OOSTERHOUT

Szenenbild ALINA DE SANTOS

Schnitt MARTIN RAHNER

Kostümbild GENOVEVA KYLBURG

Musik TILMAN SILLESCU, RIAD ABDEL-NABI

Musikberatung KLAUS FRERS

Maskenbild FABIENNE ADAM

MARKUS SCHARPING

Ton THOMAS GRIMM-LANDSBERG

Herstellungsleitung ANDREAS MESSERSCHMIDT

Produktionsleitung SEBASTIAN FRÖHLICH

JOHAN KNUDSEN

VFX Supervisor URS FRANZEN

Casting DANIELA TOLKIEN

Kindercasting ANNE WALCHER

Produktion DREAMTOOL ENTERTAINMENT

Koproduktion DEUTSCHE COLUMBIA PICTURES FILMPRODUKTION

VELVET FILMS

CINE PLUS

Förderer FILM- UND MEDIENSTIFTUNG NRW

MEDIEN- UND FILMGESELLSCHAFT BADEN-WÜRTTEMBERG

FILMFERNSEHFONDS BAYERN

WALLIMAGE

DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS

SONSTIGES

Drehorte RAEREN, AACHEN UND UMGEBUNG

Drehzeit 4. JULI – 23. AUGUST 2017

PRODUKTIONSNOTIZEN

Als Kulisse für das malerische Familienheim, das die Susewinds nach ihrem erneuten Umzug beziehen, diente der Biobauernhof 4 Linden in Vetschau im Nordwesten von Aachen. „Das ist ein kleines Paradies. Das hätten wir so niemals für den Film bauen können“, sagt Regisseur Joachim Masannek über das ökologische Wohnprojekt eines Architekten, der mit freiwilligen Helfern aus aller Welt und mit Tieren aller Art im Einklang mit der Natur lebt. „Der Hof hat einen besonderen Charme, der an Bullerbü erinnert“, lobt Produzent Felix Zackor die grüne Oase am Aachener Stadtrand. Die fiktive Kleinstadt, in der die Susewinds im Film wohnen, wurde von Kornelimünster/Walheim gedoubelt. Der südlichste Stadtbezirk Aachens, unmittelbar an der Grenze zu Belgien und am Fuße der Eifel gelegen, bot mit seinen historischen Bürgerhäusern und dem ehemaligen Kloster eine bildstarke Filmkulisse.

Den wichtigsten Drehort fand die Produktion in Belgien. Szenenbildnerin Alina de Santos verwandelte den stillgelegten Bahnhof von Raeren, einem Grenzort bei Aachen, in den Tierpark Paradisia. Denn ausgerechnet dorthin verschlägt es Liliane Susewind durch eine Projektwoche ihrer neuen Schule. Und dort ist es natürlich nahezu unmöglich, ihr Versprechen zu halten, sich von fremden Tieren fernzuhalten.