In einer Vorrunde galt es zunächst „Begegnungsräume“ im städtischen Kontext zu gestalten. Die fünf Gewinner der ersten Runde haben ihre Fachbereiche zur Teilnahme an der Hauptrunde qualifiziert. Unter dem Slogan „Plattenbau 2.0 – sozialer Wohnungsbau im innerstädtischen Kontext“ lag die Aufgabe in der Hauptrunde in der Konzeption von bezahlbarem Wohnraum. Dabei stellten die Realisierbarkeit, die Berücksichtigung soziologischer Aspekte und das Kosten-Nutzen-Verhältnis zentrale Bewertungskriterien dar.
„Franz Arlart setzte diese Kriterien mit seinem Projekt „Wohnraum statt Hubraum“ am beeindruckendsten um“, weiß Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24. Arlart selbst erklärte, dass bei der Betrachtung der urbanen Strukturen in Stuttgart auffällt, dass ein Großteil der Flächen für Parkplätze genutzt wird. Dabei generieren diese Parkplatzflächen nicht nur aus städtebaulicher Sicht Lücken im geschlossenen Stadtgefüge, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht erscheint es in der aktuellen Lage kaum mehr haltbar, solch hochwertige Flächen lediglich für das offene Abstellen von PKWs zu nutzen. Seine Idee: diese große Anzahl an bisher unschönen Freiflächen mit einem seriellen Bausystem zu überbauen, um städtebaulich und architektonisch einen Mehrwert für die Grundstücke zu schaffen. Durch eine reduzierte Stützenstruktur aus Stahlbeton über den Stellplätzen kann Wohnraum ohne negativen Einfluss für das Parken geschaffenen werden.
Mit diesen innovativen und praktikablen Ansichten überzeugte Franz Arlart die Jury. Gerade weil sich dieses ungenutzte Potential in jeder deutschen Innenstadt ausmachen lässt. „Der Beitrag ist auf Grund seiner städtebaulichen Anpassungsfähigkeit und konzeptionellen Stärke der innovativste Beitrag zum Thema „Stadt entwickeln!““, so Jurymitglied Prof. Johannes Modersohn von der TU Kaiserslautern. Mehr über den Baufi-Award und die derzeitige Ausschreibung „Treffpunkt Spielplatz – Begegnungsräume gestalten“ erfahren
Meldung: Baufi24


