Die Story ist trivial und wurde mit künstlichen Effekten aufgemischt, wie sie sonst aus der Comicwelt entstammen. Gewiss wird damit auch eine stilisierte Parodie auf die 1960er Jahre geboten. Der Kalte Krieg ist auf dem Höhepunkt seiner Auswüchse. Del Toro verwebt in seiner Erzählung Gegensätze wie Gut und Böse, Unschuld und Bedrohung. Glitschige Wesen treiben in einem unterirdischen Bunker ihr Unwesen. Der Verlauf ändert sich erst, als sich eine Putzfrau in den Corpus verliebt. Dieser verfügt über männliche Eigenschaften. Sie dagegen ist zerbrechlich und weinerlich. Sie verfällt ihm vollkommen. Unsichtbare Fäden spinnen sich zu dem unbekannten Monster aus dem Wasser. Ein Netzwerk aus Mitarbeitern wird gebildet, befasst mit lebenserhaltenden Maßnahmen, um das glitschige Wesen aus dem Wasser vor den bösen Machenschaften der Regierung zu retten.

Voller Naivität tappt Elisa in die Falle und läuft Gefahr irgendwann von dem Unwesen gefressen zu werden. Trotzdem scheint sie volles Vertrauen gefasst zu haben. Auch das Unwesen nimmt komischerweise Vertrauen an. Ist also nicht das ungebändigte Raubtier vor dem alle fliehen müssen. Es soll nur befreit werden aus einer misslichen Lage, um dann im Hafenbecken Downtown seine Freiheit wiederzuerlangen. Insgesamt ist das unlogisch. Worauf beruht diese Vertrauensbasis eigentlich? Das bleibt unbeantwortet. Es muss einen gemeinsamen Nenner geben. Vergleichbar ist die Situation mit Ratten, die im Untergrund der Kanalisation leben und sich zurechtzufinden. Sie gleichen Ghettobewohnern, die extreme Anpassungen erlebt haben..

Guillermo del Toro inszeniert mit SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS eine poetische Liebesgeschichte, die circa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. In einem versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa (Sally Hawkins), gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Doch Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken. Zur Besetzung gehören weiter Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones und Michael Stuhlbarg.

BUCH & REGIE    –   GUILLERMO DEL TORO
DREHBUCH    –   GUILLERMO DEL TORO, VANESSA TAYLOR
PRODUZENTEN    –    GUILLERMO DEL TORO, p.g.a.,
J. MILES DALE, p.g.a.
KAMERA    –   DAN LAUSTSEN, DFF
PRODUKTIONSDESIGN    –    PAUL DENHAM AUSTERBERRY
SCHNITT    –    SIDNEY WOLINSKI, ACE
KOSTÜMDESIGN    –    LUIS SEQUEIRA
MUSIK    –    ALEXANDRE DESPLAT

Spieldauer: 123 Minuten      Zur Website:  Shape of Water

THE SHAPE OF WATER wurde als Bester Film bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig 2017 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

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