Ab 28. Nov. im Kino: Grundlage der Doku ist ein Konzertauftritt der Sängerin aus dem Jahre 1972. Das Konzert wurde in einer Kirche von Regisseur Sydney Pollack aufgezeichnet. Aufgrund eines Synchronisierungsfehlers zwischen Film- und Tonaufzeichnung, was aus technischen Gründen nicht behebbar war, kam der Film niemals in die Kinos. Erst aufgrund neuer Synchronisierungstechnik konnte  das Problem gelöst, das Projekt wieder in Angriff genommen und vollendet werden. AMAZING GRACE will mehr sein als ein Konzertfilm. Er ist die Manifestation eines der größten Musiktalente des 20. Jahrhunderts, Erlebnis purer Soul-Energie, ein mitreißender musikalischer Gottesdienst und ein faszinierendes Zeitdokument. Noch nie hat man die begnadete Sängerin Aretha Franklin so hautnah, so konzentriert und voller Demut erlebt. Trotz des Filmmaterials, das altersbedingt eine fokussierte Optik in der Kameraführung erlaubt weit entfernt von heutiger Breitbildtechnik, wird die Message offensichtlich: AMZAING GRACE ist ein großes Kino- und Musikerlebnis!

Filmposter

Aretha Franklin befand sich noch in der Planung ihres neuen Albums als Warner Brothers bereits zustimmte, die Aufnahmen 1972 filmisch festzuhalten. Das Filmstudio hatte zuvor sehr gute Erfahrungen mit Konzertfilmen gemacht. Warner Communications erhoffte sich von diesem Filmereignis einen großen Erfolg.

Im Jahr 1971 war Aretha Franklin bekannt als Queen of Soul. Sie und ihr Produzent Jerry Wexler von Atlantic Records entschieden darauf, dass ihr nächstes Album zurück zur Musik ihrer Jugend führen sollte: In die Welt der amerikanischen Gospelmusik. Arethas Vater, C.L. Franklin war einer der bekanntesten Prediger und ein großartiger Sänger. Er tourte mit seiner Gospelshow durchs ganze Land und bezog dabei auch oft seine Tochter mit ein. So lernte sie direkt von den Großen: darunter Mahalia Jackson, Clara Ward und Sam Cooke.

„Amazing Grace“ erweist sich als ein bedeutender Teil der amerikanischen Musikgeschichte sowie als eine Hommage an den Gospel, der die amerikanische Musik in den 1960er Jahren stark beeinflusste. Es ist Arethas wichtigstes Album und das meistverkaufte Live-Gospelalbum aller Zeiten, das auch fast 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung nichts an Reiz verloren hat.

Interview mit Alan Elliott

Es gibt wunderbare Aufnahmen von Ihnen, dem Chor, Ihrem Vater und dem Publikum. Manche von den Songs selbst, manche dazwischen. Wie lief die Beschaffung des Films von Warner Bros. ab?
Es war einfach! Sydney Pollack und ich haben uns oft über den Film unterhalten und dann wurde er leider krank. Eines Tages rief er mich an und sagte mir, ich solle den Film fertigstellen und, dass er Warner Films das gleiche gesagt habe. Also schloss mein Agent, Ari Emanuel, den Deal mit Warner Films ab und wir waren bereit loszulegen.

Wie lange haben Sie an dem Film gearbeitet?
Seit 1990.

Was waren die technischen Schwierigkeiten?
Die 1972 entstandenen Film- und Audioaufnahmen waren nicht synchronisiert.

Wussten Sie von dem Audioproblem, bevor der Film eingekauft wurde?
Nein, davon wusste ich nichts!

Wie konnten die Audioaufnahmen letztlich korrigiert werden?
Durch die digitale Technik von Deluxe Entertainment Services. Auch meine großartigen Freunde, Gray Ainsworth und Beverly Wood, halfen bei der Bearbeitung der Aufnahmen.

Gab es Szenen, die ausgelassen werden mussten? Wie haben Sie die Entscheidungen dazu getroffen?
Ja. Mein erster Schnitt war dreieinhalb Stunden lang. Ich war in einem ersten Screening mit einem Freund, der gerade Prostatakrebs diagnostiziert bekommen hatte … das beeinflusste die Entscheidungen im Schnitt (wir mussten uns beeilen!).

Halfen auch Mitglieder vom Film bei der Postproduktion?
Viele Chormitglieder und Alexander Hamilton kamen zu den Screenings und allein die Tatsache, dass sie in den Vorführungen waren, beeinflusste meine Entscheidungen.

Welcher ist Ihr Lieblingssong von dem Album „Amazing Grace“?
Das wäre „God Will Take Care of You“ und ich musste ihn bei der Bearbeitung des Filmes leider weglassen, weil er nicht hineinpasste.

Die Filmsongs

Erster Abend
„On Our Way“
„Wholy Holy“
„What A Friend We Have In Jesus“
„How I Got Over“
„Precious Memories“
„You’ve Got A Friend“
„Precious Lord Take My Hand“
„Amazing Grace“
„My Sweet Lord“ (Instrumental)
Zweiter Abend

„Mary Don’t You Weep“
„Climbing Higher Mountains“
„Old Landmark“
„Never Grow Old“
„Old Landmark“ (Abspann)

 
Zur Filmwebsite: Aretha Franklin: Amazing Grace   Spieldauer: 89 Minuten   FSK: ab 0 Jahren  Originaltitel: Amazing Grace   Land u. Produktionsjahr: USA 2018
Genre: Musikfilm, Dokumentarfilm   Format 1,85:1     Kinostart: ab  28. November 2019

Facebook:  www.facebook.com/AmazingGrace.DerFilm
Regie: Alan Elliott, Sydney Pollack
Mit Aretha Franklin, James Cleveland, C.L. Franklin, Mick Jagger,Alexander Hamilton, Southern California Community Choir

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