Kinostart 02. Januar: Diese Rolle ist ihr wie auf den Leib geschrieben. Mit ihrer Interpretation der Showbiz-Legende Judy Garland beeindruckt Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger in einer ihrer bisher intensivsten Charakterrollen. Im Biopic JUDY gelingt ihr der schauspielerische Spagat zwischen liebevoller Mutter und exzentrischem, vom Erfolgsdruck angetriebenen Bühnen-Profi. Dabei stehen ihr Jessie Buckley als engagierte Produktionsassistentin Rosalyn Wilder und Finn Wittrock als Ehemann Nummer Fünf Mickey Deans zur Seite. In weiteren Rollen begeistern Rufus Sewell  als Judys Ex-Ehemann Sidney Luft, Bella Ramsey als ihre Tochter Lorna Luft und Michael Gambon  als gnadenloser Produzent Bernard Delfont.

Filmposter

Ein Film also, der so richtig mit seinen Schauspielern aufzuleben lernt. Die Intensität liefert Judy Garland, wobei Renée Zellweger ihre Rolle vollständig zu vereinnahmen scheint. Es entsteht der Eindruck, Sie verselbständigt sich mit dieser Lebensgeschichte etwas. Immer ein wenig affig und voller Nervosität. Allerdings geschieht das im allerbesten Sinne einer Interpretation. Was kann man mehr erwarten von einer jungen dynamischen Schauspielerriege, die das Leben einer großen Akteurin nachspielt? Da klebt Schweiß und Arbeit und die gewisse Aufopferungsfähigkeit mit dran an den schauspielerischen Rollen. Der Spielfilm fesselt und präsentiert sich mit fast zwei Stunden in voller Länge. Höhen und Tiefen im Leben der Musiklegende Judy Garland werden reflektiert, der Kampf zwischen Karriere und musikalischen Highlights einerseits und die andauernde Suche nach Schutz einer alleinerziehenden Mutter mit zwei kleinen Kindern in der Hinterhand nach Privatsphäre.  

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